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Stellungnahme der movie2k-Betreiber: Streamingportale sind nicht illegal

Nun meldet sich movie2k.to zu Wort: Laut Aussage der Betreiber wird der §129 StGB von Filmindustrie und GVU immer wieder dazu missbraucht, um Betreiber von Streaming-Portalen einzuschüchtern. Dies sei aber kein relevantes Gesetz für movie2k.to und daher kein Grund, die Seite offline zu nehmen.

Denn der §129 verbietet das Bilden krimineller Vereinigungen und ist laut den movie2k-Betreibern ein "konstruiertes Hirngespinst von Filmwirtschaft, Staat und GVU." Für Streamingportale sei der Paragraph nicht einschlägig.

Dies gebe Anlass zur Vermutung, dass solche Gesetze so gestrickt werden, damit man einen Grund hat, gegen die Betreiber vorzugehen. Des Weiteren ließ movie2k.to verlauten, dass gegen sie derzeit ermittelt werde, da fälschlicherweise davon ausgegangen werde, sie würden zum kino.to-Komplex gehören.


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WebReporter: Trikoflex
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Gesetz, Ermittlung, Portal, Streaming, movie2k.to
Quelle: www.chip.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2011 16:39 Uhr von Trikoflex
 
+18 | -23
 
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Ich stehe da zwischen zwei Wege. Einerseits finde ich persönlich sind Online-Streams, die urheberrechtlich geschützte Werke kostenfrei und ohne Lizenz dar stellen, in jedem Fall als illegal zu werten. Andererseits bewegt man sich nach wie vor in der grauen Zone und daher sind solche Verdrehungen der Gesetze - sollte dem der Wahrheit entsprechen - unzulässig.

Wenn sich schon Industrie und Staat nicht an Gesetze halten wollen, dann frage ich mich, wieso sich der "kleine Mann" daran halten soll.
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29.06.2011 17:01 Uhr von DarkBluesky
 
+49 | -1
 
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Tja und wenn: nun Kino.to den Prozess gewinnt, darf die GVU und co. Schadensersatz zahlen. Das kann dann schon ein paar Millionen teuer werden.
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29.06.2011 17:12 Uhr von zabikoreri
 
+50 | -10
 
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"und wenn nun Kino.to den Prozess gewinnt": Träumer!

Was glaubst du, wer hier die Gesetze macht bzw. die Auslegung bestimmt?

Solange im ´Vorstand´ von Kinto.to & Co. keine Politiker oder sonstigen Bonzen sitzen, sind sie immer im Unrecht.
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29.06.2011 17:44 Uhr von z0Nk0R
 
+11 | -0
 
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@DarkBluesky: Glaube kaum, dass die Gewinnen. Außerdem: Kino.to hat Menschen dafür bezahlt, die Filme hochzuladen und hat anschließend die Einnahmen durch die Werbung gewaschen, wofür auch wieder Strohmänner angeheuert wurden etc. Das würde wohl dem Tatbestand des Gründens einer kriminellen Organisation gerecht werden. ;)

Ich bezweifle, dass Movie2k das großartig anders macht - zumindest die Werbeeinnahmen werden gewaschen, das ist sicher.
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29.06.2011 17:50 Uhr von Homechecker
 
+16 | -0
 
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geldwäsche: funktioniert nur wenn man etwas eingenommenes ausgibt und gleichviel bzw weniger wieder raus bekommt. wenn man aber durch die werbung verdient (so wie auch hier bei sn) dann hat man das geld legal bekommen und leute lediglich bezahlt was ja an sich auch schon strafbar ist, (fällt wohl unter anstiftung) das geld was sie offiziell bekommen haben ist also legal erworben
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29.06.2011 18:01 Uhr von z0Nk0R
 
+5 | -0
 
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@Homechecker wie das funktioniert, ist mir bewusst - allerdings kannst du davon ausgehen, dass diese Herren keine Steuern abdrücken wollen, ansonsten würde dort auf den Seiten ein Impressum mit Steuernummer stehen. Und die Werbeeinnahmen zu waschen ist das kleinste Problem: Du splittest die Einnahmen in 2000euro pakete und lässt die dann von den Werbepartnern an X-Leute auszahlen, da die X-Leute unter X Euro aufs Konto bekommen haben, juckt das Finanzamt das nicht, da Banken erst ab X Euro eine Meldepflicht haben -> Das Geld wird dann beispielsweise per Post einfach an den "Auftraggeber" geschickt und fertig.

Zumal auch Werbeeinnahmen versteuert werden müssen, und da Kino.to z.B. X-Millionen Unique Visitor pro Tag hatte, sieht das da dementsprechend schon krasser aus mit den Werbeeinnahmen als bei Shortnews. Rechne da mal mit 10000+ Euro durch Werbeeinnahmen.

[ nachträglich editiert von z0Nk0R ]
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29.06.2011 19:19 Uhr von Trikoflex
 
+6 | -1
 
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@Zeus35: Also ich habe gerade mal geschaut - obwohl ich mir zu 100% sicher war - und kam zu dem Ergebnis, dass die Seite "movie2k.to" heißt. :)

Desweiteren fand ich die Seite "movie2k.tv" nicht einmal.
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29.06.2011 21:06 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -2
 
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Ich finds lustig. Noch lustiger wäre es, wenn sich tatsächlich Gerichte finden, die aufgrund der Stellungnahme von movie2k die Gesetze anders auslegen.

Wenn eine solche Seite nun, da die Betreiber dingfest gemacht wurden, rechtlich nicht belangt werden können, dann wird es nicht lange dauern, bis die entsprechende Gesetzesgrundlage geschaffen wird.
Ist daran etwas auszusetzen? Meines Erachtens nicht. Solange es keinen Bedarf gibt, etwas zu regeln, wird es halt auch nicht geregelt. Die StVO gibts auch nicht seit mehreren Jahrhunderten ;)
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29.06.2011 21:16 Uhr von AnotherHater
 
+1 | -2
 
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@BastB: Ob etwas legal oder illegal ist, hängt von der Rechtslage ab und so weit ich weiß, handelt es sich hierbei um eine Grauzone. Wäre ich in der Rolle des Gesetzgebers, würde ich diese Angebote jedoch auch als illegal bewerten (und ein entsprechendes Gesetz erlassen). Wer das nicht so sieht, kann sich dazu ja mal zu Wort melden. ;-)
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29.06.2011 21:21 Uhr von internetdestroyer
 
+3 | -8
 
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Illegal ist Illegal: und sollte demzufolge auch bestraft werden. Solche Seiten bieten bewusst Filme an ohne jemals dafür irgendwelche Kosten zu tragen. Bei einem Kinobesuch muss ich ja auch zahlen, da der Betreiber Leihgebühren für den Film zu tragen hat. Punkt um! Nur schade, daß die Kiddies nun nicht verfolgt werden sollen lt. einem Shortnews-Artikel!

Hätte gerne die langen Gesichter der Eltern gesehen, wenn sie die Haustür öffnen und die Grünen stehen davor. ROFL!
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29.06.2011 22:17 Uhr von H-Star
 
+2 | -1
 
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mein vorschlag wäre: grundsätzlich einfach alles bis zu einer maximalen qualität von sagen wir 100kb/s pauschal für legal zu erklären.
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29.06.2011 22:40 Uhr von z0Nk0R
 
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@Zeus35: Naja, die Betreiber sind ja schließlich immernoch Deutsche und daher ist es Scheißegal, wo die Seite gehostet wird - für den Betreiber gelten die deutschen Gesetze - es wird lediglich im Ausland gehostet um die Verfolgung zu erschweren, weswegen auch Whois-Protection usw. bei den Domains dazugebucht wird und was nicht sonst noch alles.
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29.06.2011 22:46 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
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lol: einige meinungen sind echt lustig.. leute differzeniert doch mal

kino.to wird nicht wegen verlinken angeklagt nein wegen steuerbetrugs und weil sie auch hoster gehabt haben (duckload zum beispiel) wenn movie2k das nicht hat dann ist da nix illegales dran denn laut eines urteils das heise.de betraf ist das verlinken ncht strafbar so einfach ist das

da kann auch der gesetzgeber nicht mal eben was machen ...
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29.06.2011 23:07 Uhr von mysteryM
 
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es tut mir ja auch so leid: das die großen Film Stars sich eben mal keine Gulfstream 4 kaufen könne sondern nur auf eine Gulfstream 3 zurückgreifen müssen. Dabei ist da in einer G3 nicht ma der DVD Player fernbedienbar....

Und für die Privat Insel reicht es auch nicht mehr...da müssen die Stars jetzt 6 Monate sparen.... einfach Grausahm...

Ich Könte Heulen
ga hat die Gaaage nicht mer 60 mille sondern nur noch 50 mille
wegen den scheiss Freestream Usern...
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29.06.2011 23:15 Uhr von xenonatal
 
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@Internetdestroyer: "Solche Seiten bieten bewusst Filme an ohne jemals dafür irgendwelche Kosten zu tragen. "

Ach ja ? Machen die das ?
Mir war nur bekannt das DIESE Seiten KEINE Medien anbieten! Die Filme liegen ganz woanders! Diese Seiten verweisen praktisch nur auf Server auf denen die Medien liegen. In sofern wäre auch u.a. Google illegal !
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30.06.2011 00:22 Uhr von requato
 
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@xenonatal: Die ganze Sache ist doch irgendwie in einer Grauzone.

Wenn ich meiner Wohnung Adressen auslege, wo man Drogen kaufen kann, und jedem der mich fragt die Adressen gebe, dann mache ich mich doch auch wegen Beihilfe zu was auch immer Strafbar. Sage ich jetzt aus dem Bauch heraus, vielleicht ist das ja auch gar nicht strafbar. Aber da stimmst du mir doch zu, dass sich das zumindest in einer Grauzone befindet?
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30.06.2011 02:41 Uhr von Leeson
 
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Zitat: Quelle:
"heißt es in der Erklärung: „[...]um das Unterhalten von Streamingseiten zu bestrafen, ermittelt man gegen die kino.to-Betreiber wegen §129 StGB, Bildung einer kriminellen Vereinigung.“

In erster Linie, wird nicht wegen Urheberrechtsverletzungen ermittelt oder angeklagt.

§ 129 ist schon komisch

(1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
1.wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat,

2.wenn die Begehung von Straftaten nur ein Zweck oder eine Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist oder

3.soweit die Zwecke oder die Tätigkeit der Vereinigung Straftaten nach den §§ 84 bis 87 betreffen.


Für kino.to würde wohl Abs. 2-2 in betracht kommen.
Die Videos waren ja nur Mittel zum Zweck und wurden nicht verkauft, der Profit wurde mit der Werbung gemacht.
Somit wäre kino.to rein logisch gesehen raus.
Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Ermittelnden die Gesetze nicht kennen.

[ nachträglich editiert von Leeson ]
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30.06.2011 07:35 Uhr von JesusSchmidt
 
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dreist. wenn diese kriminellen halbaffen sich ihrer sache so sicher wären, gäbe es informationen zu den betreibern auf der seite. muss ja nichtmal das niveau eines impressums haben, aber seriöse seiten sagen schon was über ihre macher.

es ist schon schlimm genug, überhaupt straftaten zu begehen, aber das verhöhnen der oper ist einfach nur asozial.
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30.06.2011 08:30 Uhr von PeterLustig2009
 
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@JesusSchmidt: [...]es ist schon schlimm genug, überhaupt straftaten zu begehen, aber das verhöhnen der oper ist einfach nur asozial. [...]

Wer verhöhnt denn die GVU oder die Filmemacher? Oder sollte es noch andere Opfer geben von denen ich nichts weiß?

Die Betreiber von kino.to und die auffliegenden User sind keine Opfer sondern TÄTER!!!
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30.06.2011 10:54 Uhr von dinexr
 
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Ich kanns wegen mangelden juristischen Kenntnissen kaum beurteilen, ob das nun wirklich illegal ist oder nicht. Aber auch wenn das Angebot noch so cool ist - dass das eigentlich nicht richtig ist, sollte doch jedem einleuchten, oder?

Also ich hab weder Mitgefühl mit der Industrie, noch irgendwas gegen die Platform(en) - ich mein nur so generell.

Aber hier pennt die Industrie auch. Die könnten selber solche Portale anbieten - ob kostenpflichtig oder mit Werbung verbunden - wie auch immer.

Ich nehm mich jetzt selber mal als Beispiel: Ich würd dafür gern bezahlen, Filme in guter Qualität und Quantität (auch aktuelle Kinofilme!) auf Abruf parat zu haben. Was ist, wenn ich z.B. einen etwas exotischeren Geschmack habe (ist bei mir oft der Fall) und ich daher auch mal Filme sehen möchte, die nicht unbedingt Mainstreamkonform sind. Dann will oft niemand mit und allein ins Kino ist auch irgendwie doof. Ich guck dann ernsthaft jedes mal, obs nicht mittlerweile so ein Angebot gibt, bevor ich dann auf die nicht so gern gesehenen Stream zurückgreif - jedes mal bislang: Fehlanzeige. Normalerweise würds heißen: Pech gehabt. Aber nu sind die Streamingangebote nunmal da :-)
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30.06.2011 17:48 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Schlumpf: Dann mach doch mal das, was du einforderst: differenzieren.
Bei heise.de gibt es hier und da einen Link, aber es ist sicher nicht der Hauptzweck der Seite, Links bereitzustellen.
Bei movie2k.to gibt es im Grunde nichts außer Links, und man kann durchaus davon ausgehen, dass es der Hauptzweck der Seite ist, Links bereitzustellen.
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31.07.2011 23:38 Uhr von ArcAngelos
 
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Gespannt, was sich da noch ergibt.

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