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Plagiatsvorwurf: Auch Jorgo Chatzimarkakis (FDP) vor Titelaberkennung

Der FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis wird wohl demnächst auch seinen Doktortitel verlieren. Man hat festgestellt, dass der Europapolitiker seine Arbeit nicht komplett selbst verfasst hat - angeblich hat der Politiker große Teile abgekupfert.

Berichten zufolge hat der zuständige Ausschuss der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn einstimmig geraten, dem FDP-Politiker den Titel abzuerkennen. Die Aberkennung soll am 13. Juli erfolgen, da der Fakultätsrat nicht entgegen dem erhaltenen Vorschlag handeln will.

Plagiatsfahnder hatten Chatzimarkakis Dissertation unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass gut 75 Prozent der Doktorarbeit abgeschrieben wurden. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, reagierte mit Bestürzung auf die bevorstehende Titelaberkennung.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, Plagiat, Doktorarbeit, Aberkennung, Jorgo Chatzimarkakis
Quelle: www.welt.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.06.2011 16:22 Uhr von SunFunStayPlay
 
+23 | -0
 
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kwt: Ohne Frage, ich finde es gut, das solche zu unrecht erworbene Doktortitel aberkannt werden.

Aber bei all der Aufregung, fragt sich hier keiner, wie viel Mitschuld die Universitäten tragen ?

Für mich ist es unbegreiflich, wie solche Arbeiten scheinbar durch gewunken werden, wir sprechen hier ja nicht von ein paar Zeilen, sondern um Plagiate in hohen Prozentzahlen...
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28.06.2011 16:22 Uhr von Serverhorst32
 
+17 | -3
 
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tja Ein Betrüger mehr, der sein Amt wohl behalten wird, obwohl er ein Lügner und Betrüger ist.

Kann man wohl nix machen ...

Bei normalen Bürgern wäre das ein Grund zur fristlosen Kündigung ... Politiker stehen da drüber.

Vorallem bei der FDP scheint man es mit solchen Betrugsdelikten nicht so schlimm zu sehen, da muss im Vergleich zur CDU keiner zurücktreten da nimmt man das einfach so hin.

Die FDP braucht sich nicht wundern, wenn sie zusätzlich zu ihrem ohnehin schon schlechten Ruf bald noch nachgesagt bekommt Betrüger zu Unterstützen... ob sie damit mehr Wählerstimmen bekommen...
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28.06.2011 16:22 Uhr von Sir.Locke
 
+4 | -2
 
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wenn an das ganze so ließt muss man sich fragen was die leute die eigentlich die doktorarbeiten kontrollierten sollten den ganzen tag gemacht haben. sicherlich kann man einiges übersehen, aber wenn dann angeblich ganze abschnitte kopiert wurden...
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28.06.2011 16:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -1
 
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Bei der Quote ein Wunder? Siehe ---> http://de.vroniplag.wikia.com/...

Mal sehen, ob Chatzimarkakis seine Aberkennung genehmigt oder nicht doch noch vorher eine "Verjährungsfrist" mit der FDP durchsetzt. Partei-intern wäre sicher eine Mehrheit der zahlreichen "Doktoren" dafür.

Zudem hat Chatzimarkakis ja stets betont, dass für SEINE "Doktorarbeit" SEINE EIGENEN Zitier-Regeln gelten.

Aber ein verschlagener Hund ist er ja doch, setzt dieser Tage in einer Posten-Rochade einfach seine EU-Kollegin Koch-Mehrin auf seinen Ausschuss-Schleuderstuhl, um von sich abzulenken. Nur weil sie blond ist, macht sie es auch noch mit.

EU-Ausschuss sind beide - das steht fest. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen wollte.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.06.2011 16:33 Uhr von Katzee
 
+7 | -0
 
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@ SunFunStayPlay: Die Universitäten müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die vorgelegten Doktorarbeiten nicht genau genug geprüft zu haben. Schließlich sind Doktoranden das Aushängeschild ihrer Alma Mater. Bisher bestand ja auch kaum die Gefahr, dass Plagiatoren ans Licht der Öffentlichkeit gezogen werden. Da konnte man mit den Arbeiten schon etwas lax umgehen. Ich glaube allerdings, dass zukünftig etwas stärker geprüft werden wird, was die Möchte-Gern-Doktores als Promotionsarbeit vorlegen.
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28.06.2011 16:57 Uhr von Hawkeye1976
 
+4 | -1
 
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Ehrenrettung der Hochschulen: Man muss zur Ehrenrettung der prüfenden Hochschulen aber auch mal anführen, dass natürlich auch der Zeitpunkt, zu dem die Doktorarbeit geprüft wurde, eine Rolle spielt.
Auch Professoren können nicht jede Publikation auswendig kennen und Software zur Plagiatsprüfung ist auf das Internet oder umfassende Datenbanken angewiesen.
Eine effektive, softwaregestützte Plagiatserkennung wäre nur dann wirklich möglich, wenn alle entsprechenden Publikationen digitalisiert in einer Datenbank erfasst wären.

Zwar findet man heute schon über das Internet viele der Plagiatsstellen, aber das sah doch meist vor 5 oder 10 Jahren noch ganz anders aus.
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28.06.2011 20:10 Uhr von Lornsen
 
+1 | -0
 
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was: macht eigentlich ein Doktorvater? Kann man mir das einmal
erklären? Hat jeder Doktorant einen Doktorvater?

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