27.06.11 21:10 Uhr
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Frank-Walter Steinmeier fordert gemeinsamen Euro-Finanzminister

Da die Schuldenkrise Südeuropas immer aussichtsloser wird, plädiert Frank-Walter Steinmeier für einen gemeinsamen Eurozonen-Finanzminister.

"Die Zeit der nationalen Lösungen ist vorbei", so der Minister gegenüber der "Bild"-Zeitung. In den Ländern der Gemeinschaftswährung müsse eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik antreten.

Der SPD-Chef im Bundestag wehrte sich gegen Vorwürfe, die Sozialdemokraten seien mitverantwortlich am Beitritt Griechenlands zur Eurozone. Es sei "müßig", im Jahr 2011 darüber zu diskutieren, oder sich über den richtigen Zeitpunkt einer Euro-Einführung zu streiten. Fakt sei, der Gemeinschaftswährung drohe ohne gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik das Ende.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Euro, Finanzminister, Frank-Walter Steinmeier, Eurozone
Quelle: www.focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2011 21:10 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
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Merkel deutete am vergangenen Freitag bereits Eurobonds an. Diese Lösung ginge ohnehin mit einem gemeinsamen Finanzminister einher.

Doch die Vergemeinschaftung der Schulden zum jetzigen Zeitpunkt wird eine extrem teure Angelegenheit für die Bundesbürger werden.

Darauf wies Oscar Lafontaine vergangene Woche hin. Hätte dies den Bundesbürgern vor wenigen Jahren "nur" rund drei Milliarden Euro pro Jahr gekostet, würde dies die Bundeskasse heute jährlich mit einem Vielfachen belasten.
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27.06.2011 21:21 Uhr von certicek
 
+4 | -0
 
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Deutschland hat einen eigenen Finanzminister - und das ist gut so.
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27.06.2011 21:24 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -0
 
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Der späte Sieg von Oscar Lafontaine: Dieser hatte mit seinem Finanzsekretär Heiner Flassbeck das herrschende Szenarium – einschließlich des ungefähren Zeitpunktes - schon vor Euro-Einführung exakt vorausgesagt, falls vorher keine gemeinsame Fiskal- und Sozialgesetzgebung beschlossen werde.

Für seine Meinung wurde er damals in der üblichen Mainstreampresse als "gefährlichster Mann Europas" gebranntmarkt – der Rest ist bekannt: Populist, Demagoge, Radikal-Rhetoriker und so fort...

Ende letzter Woche wies der Saarländer daraufhin, dass Eurobonds heute allerdings eine extrem teurer Sache für die Bundesrepublik werden. Hätte man sich noch vor wenigen Jahren darauf geeinigt, hätten sich die jährlichen Kosten für die Bundesbürger auf 3 Milliarden Euro jährlich begrenzen lassen. Nun aber komme aufgrund des Versagens und wirtschaftlichen Inkompetenz Berlins jährlich ein Vielfaches der Kosten auf die Bundesbürger zu.

Traurig, dass Steinmeier bei seinen Ausführungen eine gemeinsame Sozialpolitik unterschlägt.
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27.06.2011 21:25 Uhr von shadow#
 
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Wer zahlt, bestimmt Von Eurobonds sind wir noch weit entfernt.
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27.06.2011 21:31 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
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@shadow#: Letzte Woche zitierte RP-Online unsere Kanzlerette:

"Die Zusage für das zweite Hilfspakets sei eine "wichtige politische Einigung für die Stabilisierung des Euro" [...] "Damit kaufen wir uns in der Tat Zeit", fügte die Kanzlerin hinzu. Griechenland habe nicht die Wirtschaftskraft, die notwendig sei, aber bei einer Umschuldung müssten die Nebeneffekte bedacht werden. "Wir haben im Augenblick noch nicht das Instrumentarium dazu, um so etwas kontrolliert zu machen."

Siehe --> http://www.rp-online.de/...

Man muss schon sehr ignorant sein um hierin nicht die Ankündigung von Eurobonds zu erkennen. Genau die aber hat Merkel bis vor ein paar Wochen noch als utopisch und Einladung zur Geldverschwendung abgelehnt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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27.06.2011 23:04 Uhr von meisterthomas
 
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Euro-Finanzminister? Und wer bestimmt den und was er macht?
Wer bestimmt was in der EU gemacht wird, der Europarat bestehend aus den Regierungschefs der Länder.
So ein Finazminister wäre kaum mehr als eine Gallionsfigur und würde nichts aber auch gar nichts, ohne die Zustimmung des Europarates machen können.


Kündigt die Doppelbesteuerungsabkommen mit allen Nicht-EU-Staaten und ihr habt eure gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik. -- Alles andere bleibt Augenwischerei.
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27.06.2011 23:20 Uhr von xjv8
 
+3 | -0
 
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und: wieder ein Pöstchen mit einem fürstlichen Gehalt. Natürlich dürfen die Deutschen, das finanzieren und ein Franzose oder Engländer wird den Job kriegen. Allmählich bin ich der Hoffnung, dass die Griechen ihre Sparanstrengungen einstellen und ganz Europa, samt dem mistigen Euro über die Wupper geht. Nach dem Motto, lieber ein Ende mit Schrecken, als......
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28.06.2011 01:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Einen gemeinsamen Finanzminister gibts nur dann wenn es auch einen gemeinsamen Finanztopf gibt.

Da wir den faktisch schon haben (Bailout-Geld kommt definitiv nicht zurück - im Gegenteil), ließe sich damit fantastisch das Berliner Versagen und das Ignorieren der Bailout-Klausel verbergen - sprich das europäische 500-800 Milliarden Schuldengrab fantastisch zuschaufeln.

Anders könnte Griechenland seine zahlreichen jungen Beamten die nächsten Jahrzehnte und über den Tod hinaus wohl kaum logieren, da müssen jetzt hiesige lohngedumpte Arbeitnehmer ran. In Athen werden demnächst nur noch Aufträge - gegen Fakiliaki versteht sich - an deutsche Firmen vergeben. Hergestellt und bezahlt werden diese vom deutschen Hartz-Trottel, weil er es versäumte, auf der Straße demonstrieren zu gehen.

Seine verarmenden Kinder bekommen anschließend von Uschi von der Leyen einen "Bildungsgutschein".

Mein Gott, ist das System krank...



Wetten, auch diesmal gelingt es der Regierung, den Bürgern

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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