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Finanzexperte Paul Kirchhof legt radikales Steuerkonzept vor

Der Finanzexperte Paul Kirchhof ist bekannt für seinen Kampf gegen das komplizierte deutsche Steuersystem. Nun legt er erneut ein Steuerkonzept vor, das in seiner Radikalität dasjenige aus dem Jahr 2005 übertrifft.

Statt der unübersichtlichen 33.000 Paragraphen im jetzigen Steuerrecht will er nur noch 146 darin haben. Der maximale Einkommensteuersatz solle laut dem früheren Verfassungsrichter bei maximal 25 Prozent liegen.

Laut Kirchhof ist das momentane Steuersystem nicht mehr rettbar: "Wir haben über viele, viele Jahre an einem schrottreifen Auto mal den Blinker, mal die Bremsen oder die Stoßstange ausgetauscht - statt ein neues Auto zu bauen", so der Finanzexperte.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Finanzexperte, Paul Kirchhof, Steuerkonzept
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2011 21:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -1
 
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Da fehlen zuviele Informationen Kirchhof will auch die Steuerabschreibungen abschaffen. Wie das dann bei uns kleinen Selbständigen und Freiberuflern aussehen soll, die wir ja Investitionen für unseren Betrieb machen müssen - dafür fehlt jede Informationen.
Wenn ich mir jetzt ein Mischpult kaufe, verteile ich die Ausgabe auf 5 Jahre - was passiert bei Kirchhof?
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27.06.2011 22:33 Uhr von sicness66
 
+2 | -4
 
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hahaha: Der Herr Kirchhof wieder. Es ist zwar richtig, dass Deutschland ein viel zu aufgeblasenes Steuersystem hat, aber seine Argumente sind doch nichts weiter als Polemik. Oder er will mal wieder ins Fernsehen ^^

Steuern nur noch auf Einkommen, Verbrauch, Umsatz und Erbschaft. Aha, das sollen also die neuen Bundessteuern sein. Gibts dann keine Steuerhoheiten mehr für die Länder und Gemeinden oder wie soll das geregelt sein ? Ich glaube nicht, dass die Bundesländer ihre Steuerkompetenzen abgeben werden.

Weiter: Wo ist die Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Grunderwerbssteuer, Grundsteuer, Körperschaftssteuer, die beschlossene Steuer zum Rundfunk ab 2013, Tabaksteuer, Hundessteuer, Branntweinsteuer usw. ? Wie sind die einzelnen Rechtsformen (Gmbh, AG, KG, GbR, OHG, Vereine usw.) geregelt ? Was ist mit den Durchführungsverordnungen ?

Soll das alles wegfallen ? In einem Gesetz müssen aber immer jeweils Steuersubjekt, und -objekt definiert sein. Oder zählt dass dann nicht zu den 146 Paragraphen ?

Naja, wir haben ja Sommer und da müssen Löcher gestopf werden...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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27.06.2011 22:37 Uhr von zabikoreri
 
+8 | -1
 
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10 % auf alle: Einkommen über 1000 Euro/Monat. Nach oben keine Grenze. Keine Subventionen und nichts zum Absetzen. Ich glaube, da würde es ´ne Menge Kohle insgesamt geben!

Nur, was machen wir mit den überflüssigen Finanzexperten? Eine für die Gemeinschaft sinnvolle Tätigkeit können die wohl ncht ausführen.

[ nachträglich editiert von zabikoreri ]
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27.06.2011 23:27 Uhr von xjv8
 
+6 | -0
 
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Recht hat: er, zumindest mit der Meinung, dass wir eine Steuerreform brauchen. In Zeiten der grossen Koalition hat man die Chance vertan und hat sich mit so wichtigen Dingen wie Bußgelderhöhungen, etc. beschäftigt, anstatt die wirklichen Probleme im Land anzugehen. Unser Berliner Pack ist nur dazu da Kohlen zu kassieren und Pöstchen zu verwalten.
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28.06.2011 00:59 Uhr von sabun
 
+1 | -2
 
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Das was der Prof. aus Heidelberg: uns vorgaukeln möchte ist Lug und Betrug. Bei seinem Vorschlag würden sehr viele schlechter da stehen.

[ nachträglich editiert von sabun ]