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27.06.11 19:29 Uhr
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Finanzexperte Paul Kirchhof legt radikales Steuerkonzept vor

Der Finanzexperte Paul Kirchhof ist bekannt für seinen Kampf gegen das komplizierte deutsche Steuersystem. Nun legt er erneut ein Steuerkonzept vor, das in seiner Radikalität dasjenige aus dem Jahr 2005 übertrifft.

Statt der unübersichtlichen 33.000 Paragraphen im jetzigen Steuerrecht will er nur noch 146 darin haben. Der maximale Einkommensteuersatz solle laut dem früheren Verfassungsrichter bei maximal 25 Prozent liegen.

Laut Kirchhof ist das momentane Steuersystem nicht mehr rettbar: "Wir haben über viele, viele Jahre an einem schrottreifen Auto mal den Blinker, mal die Bremsen oder die Stoßstange ausgetauscht - statt ein neues Auto zu bauen", so der Finanzexperte.


WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: Politik, Finanzexperte, Steuerkonzept, Paul Kirchhof
Quelle: www.sueddeutsche.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Da fehlen zuviele Informationen ...   
 
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27.06.2011 21:54 Uhr von ThomasHambrecht
... Kirchhof will auch die Steuerabschreibungen abschaffen. Wie das dann bei uns kleinen Selbständigen und Freiberuflern aussehen soll, die wir ja Investitionen für unseren Betrieb machen müssen - dafür fehlt jede Informationen.
Wenn ich mir jetzt ein Mischpult kaufe, verteile ich die Ausgabe auf 5 Jahre - was passiert bei Kirchhof?
Kommentar ansehen 25%? Der hat doch ein Arsch offen! ;-)   
 
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27.06.2011 22:08 Uhr von Wil
Bulgarien hat 10-12% Steuern auf alle Einkommen.
Wenn man durch Malta seine Gewinne versteuert, zahlt man letztendlich und ganz legal 6.4% Gewinnsteuer.
Und der kommt hier mit maximal 25%.

Kein Wunder, dass das Land im Arsch ist, und nicht wie Bulgarien aufblüht. Ob es nu der Tourismus, das Klein/-Handwerk, oder der Internetverkauf ist.

[ nachträglich editiert von Wil ]
Kommentar ansehen hahaha   
 
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27.06.2011 22:33 Uhr von sicness66
Der Herr Kirchhof wieder. Es ist zwar richtig, dass Deutschland ein viel zu aufgeblasenes Steuersystem hat, aber seine Argumente sind doch nichts weiter als Polemik. Oder er will mal wieder ins Fernsehen ^^

Steuern nur noch auf Einkommen, Verbrauch, Umsatz und Erbschaft. Aha, das sollen also die neuen Bundessteuern sein. Gibts dann keine Steuerhoheiten mehr für die Länder und Gemeinden oder wie soll das geregelt sein ? Ich glaube nicht, dass die Bundesländer ihre Steuerkompetenzen abgeben werden.

Weiter: Wo ist die Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Grunderwerbssteuer, Grundsteuer, Körperschaftssteuer, die beschlossene Steuer zum Rundfunk ab 2013, Tabaksteuer, Hundessteuer, Branntweinsteuer usw. ? Wie sind die einzelnen Rechtsformen (Gmbh, AG, KG, GbR, OHG, Vereine usw.) geregelt ? Was ist mit den Durchführungsverordnungen ?

Soll das alles wegfallen ? In einem Gesetz müssen aber immer jeweils Steuersubjekt, und -objekt definiert sein. Oder zählt dass dann nicht zu den 146 Paragraphen ?

Naja, wir haben ja Sommer und da müssen Löcher gestopf werden...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
Kommentar ansehen 10 % auf alle   
 
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27.06.2011 22:37 Uhr von zabikoreri
Einkommen über 1000 Euro/Monat. Nach oben keine Grenze. Keine Subventionen und nichts zum Absetzen. Ich glaube, da würde es ´ne Menge Kohle insgesamt geben!

Nur, was machen wir mit den überflüssigen Finanzexperten? Eine für die Gemeinschaft sinnvolle Tätigkeit können die wohl ncht ausführen.

[ nachträglich editiert von zabikoreri ]
Kommentar ansehen Recht hat   
 
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27.06.2011 23:27 Uhr von xjv8
er, zumindest mit der Meinung, dass wir eine Steuerreform brauchen. In Zeiten der grossen Koalition hat man die Chance vertan und hat sich mit so wichtigen Dingen wie Bußgelderhöhungen, etc. beschäftigt, anstatt die wirklichen Probleme im Land anzugehen. Unser Berliner Pack ist nur dazu da Kohlen zu kassieren und Pöstchen zu verwalten.
Kommentar ansehen Grundsätzlich...   
 
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28.06.2011 00:46 Uhr von Terrorstorm
.. wäre ein vereinfachtes Steuersystem sinnig, ja. Mal abgesehen davon, dass wir keines bekommen werden, muss man, wie Thomas schon geschrieben hat, die kleinen und mittelständischen Betriebe im Auge behalten.
Diese sind (ich arbeite selber in einem kleinen Handwerksunternehmen) diversen negativen Einflüssen stärker ausgesetzt als Großunternehmen, die alleine aufgrund ihrer Rechtsabteilungen wehrhaft sind, weswegen Großunternehmen meiner Ansicht nach auch stärker belastet werden müssten.

Wenn - auch hier bei Shortnews - des Öffteren Meldungen laut werden vom "Aufschwung", dann kann ich das sehr leicht im Betrieb und mit anderen Betrieben in der Nachbarschaft vergleichen. Und meiner Erfahrung nach gibt es (zumindest in meiner Region) keinen Aufschwung im Handwerk. In diversen Jahren zuvor gab es keine solch miese Zahlungsmoral bis hin zu üblen Unterstellungen der Kunden, die scheinbar offen darauf spekulieren, dass sich der kleine Handwerksmeister kein Gerichtsverfahren leisten kann.
Jedoch scheint der "Aufschwung" in der Exportindustrie (also größtenteils Großunternehmen) anzukommen. Drum sollte man diese auch stärker belasten.

Nur wie gesagt. Wo das Geld sitzt, da sitzen auch die großen Rechtsabteilungen, die ganz genau wissen wie man das "Recht" zu seinen Gunsten biegt und Lobbyisten am besten einsetzt. Nur einige sollten mal im Auge behalten, wer die Mehrzahl der Arbeitsplätze stellt.
Kommentar ansehen Das was der Prof. aus Heidelberg   
 
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28.06.2011 00:59 Uhr von sabun
uns vorgaukeln möchte ist Lug und Betrug. Bei seinem Vorschlag würden sehr viele schlechter da stehen.

[ nachträglich editiert von sabun ]
Kommentar ansehen Kirchhoff...   
 
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28.06.2011 01:13 Uhr von Baron-Muenchhausen
...25% Einkommenssteuer für Einkommensmillionäre.

Was werden die wohl mit 75% dann tun? Richtig: Noch mehr Zocken.

Deutschland hat alleine in den letzten 13 Monaten 65 Milliarden Euro nach Hellas verschoben - zwei komplette griechische Jahreshaushalte.

Wer soll die dann bezahlen? Fakt ist: Der Spitzensteuersatz muss wieder jenseits der 50% liegen. Das hat in der alten Bundesrepublik niemandem geschadet. Der breiten Masse ging es wesentlich besser.
Kommentar ansehen nichts aber auch nichts   
 
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28.06.2011 07:38 Uhr von voice36
...wird geändert das weis Kirchhof...Merz wollte das auch mal..und was ist geschehen . Viel Wind um nichts...denn keiner von den oberen 200000 zahlt 25%..und das wissen sie
Kommentar ansehen In meinem Fall...   
 
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28.06.2011 20:28 Uhr von TheManneken
...wären 25% eine Steigerung um 100%, d.h. ich hätte das doppelte an Steuern zu zahlen, wie ich es bislang tu. Nö danke, lieber Herr Kirchhof.

Vereinfachen wäre ja schön und gut, aber bitte verhältnisgemäß. Gegen einen einheitlichen Steuersatz habe ich nun auch nicht, würde auch ohne Murren ein bisschen draufzahlen, wenn dafür der Bundeshaushalt mal aufgeräumt würde. Aber verlassen kann man sich darauf ja kein Stück, also bleibt alles beim Alten.
Kommentar ansehen Das Konzept...   
 
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30.06.2011 14:42 Uhr von Nefkor
... wird sich wahrscheinlich nicht durchsetzen. Zum einen ist Kirchhof in der Politik schon längst durch - die werden sich für seine Vorschläge nicht sehr interessieren.

Zum Anderen ist das ganze nicht unbedingt sozial gerecht: Die Krankenschwester, die 30.000 brutto im Jahr verdient, wird mit 25% besteuert - der Chefarzt, der das Fünffache verdient, aber auch? Außerdem werden sich genug Leute drüber ärgern, dass Dinge wie Fahrkostenpauschale und Ähnliches komplett gestrichen werden sollen nach diesem Vorschlag: http://www.zehn.de/...
Kommentar ansehen Nefkor   
 
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30.06.2011 15:51 Uhr von TheManneken
Sozial gerecht wäre doch genau eine Pauschale in %, die bei jedem gleich ist. Von der Idee finde ich Kirchhofs Vorschlag also super! Jeder zahlt den gleichen Anteil deines Einkommens, niemand wäre benachteiligt. Der Chefarzt sollte sich nicht aufregen, dass er fünf Mal so viel Lohnsteuer zahlt wie die Krankenschwester, immer verdient er auch fünf Mal so viel - nach deinem Beispiel. Gerechter gehts eigentlich nicht!

Nur mit der Höhe des Anteils von 25% habe ich ein Problem. Ein ganzes Viertel vom Bruttolohn und dann noch Sozialversicherung und Co? Dann hat man doch netto kaum noch mehr als die Hälfte übrig. Ich persönlich komme zurzeit auf einen Anteil von ca. 15%...
Kommentar ansehen @Wil   
 
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03.07.2011 12:12 Uhr von gamer9991
Zuviel Star Trek geguckt oder was?

<<<Kein Wunder, dass das Land im Arsch ist, und nicht wie Bulgarien aufblüht.>>>

Sonst noch alles im Lot?

Bulgarien ist eins der ärmsten Länder Europas, uns eines wo die größte organisierte Korruption herrscht und der Staat nach Strich und Faden beschissen wird durch Schwarzarbeit, Steuer etc. Und Du willst mir weiß machen, dass das Land aufblüht? Das Land ist soweit unten, dass egal was passiert es zumindest nichtmehr schlechter werden kann. Schonmal in Sofia gewesen? Dort sieht es aus wie bei uns im späteren Mittelalter...


[ nachträglich editiert von gamer9991 ]

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