Schmiergeldaffäre bei MAN: Ex-Manager ist geständig
Ein ehemaliger Vertriebsleiter des Nutzfahrzeugherstellers MAN hat heute vor Gericht zugegeben, im Ausland Schmiergelder in Millionenhöhe gezahlt zu haben. In Portugal, Italien, Norwegen und Tunesien seien Großaufträge für Busse so abgewickelt worden.
Die Staatsanwaltschaft hatte bereits 2009 Korruption in großem Umfang bei MAN aufgedeckt. Das hatte zahlreichen Managern den Job gekostet, darunter auch dem früheren Vorstandschef Håkan Samuelsson. Dem Unternehmen war ein Bußgeld von 150 Millionen Euro auferlegt worden.
Da er in vollem Umfang geständig war, erwartet den Ex-Manager nun voraussichtlich eine Bewährungsstrafe, verbunden mit einer Geldstrafe. Das Urteil soll am Mittwoch dieser Woche fallen.