27.06.11 09:44 Uhr
 1.246
 

Gedächtnis: Entscheidender Protein-Komplex entdeckt

Das Gehirn arbeitet mit Neuronen, die über spezielle Verknüpfungen, den Synapsen, verbunden sind. Hier wird ein Signal zwischen den beiden Neuronen übermittelt, wobei eine Gehirnzelle als Sender und eine als Empfänger fungiert. Entscheidend für die Signalübertragung ist die Stärke der Synapse.

Genau diese Stärke ist es auch, die sich verändert, wenn wir lernen. Forscher konnten jetzt zeigen, dass die Synapsen umso stärker sind, je mehr von einem bestimmten Protein-Komplex, der aus zwei Untereinheiten besteht, vorhanden ist. Die Studie wurde mit Scheiben von Rattengehirnen durchgeführt.

Wurden Protein-Komplexe mit einer speziellen Chemikalie entfernt, schrumpfte die Synapse. Danach konnte man die Verknüpfung wieder zum Wachstum anregen. Als nächsten Schritt sehen die Forscher Experimente am lebenden Objekt. Die Erkenntnisse könnten helfen, bestimmte Krankheiten zu verstehen.


WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Gehirn, Gedächtnis, Protein, Komplex
Quelle: www.sciencedaily.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Hirnforscher: Männer sind nicht so großzügig wie Frauen
Weltweite Folgen: Experten warnen vor Ausbruch von Yellowstone-Vulkan
Irland ruft wegen Ex-Hurrikan "Ophelia" landesweit höchste Warnstufe aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
27.06.2011 09:44 Uhr von Again
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Die Namen der Proteine sind relaitv unsexy und lang, wewegen ich sie nicht in die News gepackt habe.
Ca/calmodulin-dependent protein kinase II (CaMKII) ist im Bild grün, das andere Protein ist NMDAR-type glutamate receptor (NMDAR).

Sehr interessant, aber ich hab trotzdem Problem damit zu verstehen, wie jetzt genau ein Gedanke entsteht. Ich verstehe aber auch nicht, wie ein Computer genau Informationen verarbeitet.
Kommentar ansehen
27.06.2011 12:10 Uhr von 338LM
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
keine Neuigkeit: CaMK II und NMDA Rezeptoren haben wir schon vor Jahren in Physiologie lernen müssen....Langzeitpotenzierung ist schon lange bekannt.
Kommentar ansehen
27.06.2011 13:08 Uhr von Again
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
338LM: Ja, bekannt waren sie zuvor schon. Das wird auch in der Quelle erwähnt. Allerdings steht da, dass es sich bei der Funktion zunächst nur um eine Hypothese gehandelt hat: "We´re claiming that if you looked at a weak synapse you´d find a small number of these complexes, maybe one," says Lisman. "But at a strong synapse you might find many of these complexes."

Bei Wiki steht es auch im Konjungtiv "Calcium/ calmodulin dependent protein kinase II is also heavily implicated in long-term potentiation (LTP) – the molecular process of strengthening active synapses that is thought to underlie the processes of memory."
http://en.wikipedia.org/...

Aber danke für den Hinweis. Die Frage ist halt jetzt, ob man den Komplex schon als solchen beobachtet hat? Laut Quelle nämlich nicht, zumindest wenn es nach dem Titel geht: "In Search of the Memory Molecule, Researchers Discover Key Protein Complex"

Refresh |<-- <-   1-3/3   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Offizieller Titel zur "Star Wars"-Auskopplung über Han Solo enthüllt
München: Mann will mit 6,52 Promille nur "eine Maß" Bier getrunken haben
BGH-Urteil: Quadratisches Patent gehört "Ritter Sport"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?