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Griechen-Vizepremier erklärt: Mit neuen Beamtenjobs wurden jahrelang Wähler gekauft

Der griechische Vizeregierungschef Theodoros Pangalos redete am Sonntag Tacheles und erläuterte die Hauptursache der hohen Staatsschulden in Griechenland.

Demnach trägt das riesige Beamtenheer in Hellas mit üppigen Löhnen und Pensionen an der griechischen Schuldenmisere Hauptschuld. Für die anstehende Abstimmung über das Sparpaket sieht Pangalos daher beim Punkt "Privatisierung von Staatsbetrieben" besonders Probleme.

Pangalos: "Das politische System in Griechenland funktionierte jahrelang so, dass man Leute im Tausch gegen Wählerstimmen zu Staatsbediensteten machte". Auf diese Weise hätten Wähler ihre Stimmen verkauft und tragen daher Mitverantwortung.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schulden, Beamte, Korruption, Wähler, Griechenlandkrise
Quelle: www.salzburg.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2011 07:06 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -0
 
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Laut Wallstreet-Journal stiegen die Einkommen der griech. Beamten von 2000–2007 um 170%. Frühpension mit Anfang 50 ist ein Privileg von Hellas-Staatsdienern. Die zahlreichen Staats- oder teilstaatlichen Betriebe in Griechenland zahlen üppige Gehälter, mitunter bis zu 17 Monatslöhnen im Jahr. Siehe --> http://is.gd/... 86.000 € Durchschnitts-Jahreslohn auf der Gehaltsliste des ELPE-Konzerns ist nur ein Beispiel. Jeder 5. Grieche ist Staatsdiener – somit sitzt faktisch in jeder Familie einer.
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27.06.2011 08:49 Uhr von JesusSchmidt
 
+3 | -1
 
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die gehälter der griechen: können einfach nicht stimmen.
eine seriöse quelle wäre mal toll.
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27.06.2011 08:51 Uhr von iRead
 
+3 | -1
 
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Griechenland kann sichs ja leisten: solang sie in der EU sind.
Wir sind ja alle selber Schuld. Die Politik hat uns die EU ja schöngeredet nachdem ihnen klar war was für eine geniale Abzocke das eigentlich ist.
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27.06.2011 09:16 Uhr von Marvolo83
 
+9 | -1
 
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Ehrlich? Die Grundidee der EU ist ja auch nichts Schlechtes... aber der Dummfug, der da getrieben wird, hat ja kaum noch was mit der Grundidee zu tun...
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27.06.2011 09:33 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -0
 
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Beachtenswert die Politiker-Sprache Pangalos "Die Wähler haben ihre Stimmen verkauft und sind daher mitverantwortlich".

Er meinte wohl eher:
Politiker haben die Wähler mit Versprechen auf Beamtenjobs erkauft.
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27.06.2011 09:45 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -0
 
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"Das politische System in Griechenland funktionierte jahrelang so, dass man Leute im Tausch gegen Wählerstimmen zu Staatsbediensteten machte"

Das römische Clientelsystem :) Na da haben die Wähler wenigstens was davon.
Im Vergleich zu Deutschland, da darf der Wähler wählen und danach wird ihm das Geld aus der Tasche gezogen während die Geldlobby profitiert.

Der Haken ist nur das Griechenland sich dieses Clientelsystem auf Grund der wirtschaftlichen Schwäche nicht leisten kann.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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27.06.2011 09:56 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -0
 
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Die Abschaffung dieser Privilegien wird das Problem sein.

Viele der "neuen Beamten" dürften jung sein und noch auf Jahrzehnte (bis zur Frühpension) die Staatskasse belasten.

Offenbar ist diese Gruppe in Hellas so mächtig, dass sie sich nicht abschaffen lassen. Das wird Madame Merkel uns wieder als "alternativlos" erklären müssen.

Deutschland ist jetzt schon (mind.) mit 65 Mrd. Euro in Hellas engagiert - das sind mehr als zwei komplette Jahreshaushaltsetats in Griechenland.





[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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27.06.2011 10:31 Uhr von Pils28
 
+1 | -0
 
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Bei uns werden zur Wahl: Arbeitslosenquoten gefälscht, naja zumindest arg gebogen, Steuersenkungen versprochen (wieder ganz aktuell), junge aufstrebende Politiker mit Doktortitel und Vorzeigefamilie an die Front geschickt und Sprüche wie "Mehr Brutto von Netto" und Ähnliches abgelassen. Und dennoch sitzt in Berlin, was gerade in Berlin sitzt. Also wir sind auch nicht viel klüger.
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27.06.2011 11:32 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -0
 
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Ist doch überall so: Schon der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin prangerte öffentlich an, dass EU-Abgeordnete sich in die Anwesenheitsliste eintragen und dann ins Wochenende fahren, nur um noch das Sitzungsgeld von 232 EUR mitzunehmen.

Ergebnis: Die Sitzung fiel dann offiziell nicht aus, sondern fand mit paar hundert Abgeordneten statt, obwohl kein Mensch mehr im Saal war.

Als er Akten zusammenstellte, ließ man von SternTV Papiere beschlagnahmen - die Mächtigen lassen sich nicht in die Karten schauen, wenn es zu brenzlig wird.

Sobald jemand mit Idealismus dazwischenhaut und wirklich Politik macht, für die er angetreten ist, wird er den Gegenwind der Etablierten zu spüren bekommen. Notfalls wird im privaten Umfeld nach Verfehlungen gesucht.

In Griechenland wird man gar nichts mehr retten können. Oder glaubt irgendjemand, die lassen sich ihre hart ergaunerten Privilegien wieder wegnehmen? Privatisierte Betriebe werden bis zur Insolvenz bestreikt, usw.

Jahrelang predigten die Wirtschaftssubjekte, der Staat solle sich aus der Wirtschaft heraushalten - und heute soll er alles was er hat reinstecken und sich engagieren.
Schluss mit diesem verlogenen System!

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