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Journalist: "Die Afghanen schliefen besser unter der Talibanherrschaft"

Ungeachtet der neuerlichen massiven Woge von Gewalt in Afghanistan und dem bedrückenden Bericht über Korruption unter afghanischen Offiziellen, verkündeten die USA einen Teiltruppenabzug. Der freiberufliche Journalist Fazelminallah Qazizai äußerte sich in einem Interview zur aktuellen Entwicklung.

Er sagte, das die USA ungeachtet des Hintergrundes der zunehmenden Gewalt, generell überhaupt keine Truppen noch länger in Afghanistan stationiert lassen sollten. Zehn Jahre Erfahrung hätten gezeigt, das die Truppen nicht in der Lage seien, diesen Entwicklungen präventiv vorzubeugen.

Er behauptet, die seit Jahren stetig ansteigenden Zahlen an zivilen Todesopern bei Bombardierungen und nächtlichen Kommandounternehmen der NATO hätten viele Personen dazu bewegt sich den Aufständischen anzuschließen. Diese bekämpfen nun die Koalitionstruppen und die derzeitige afghanische Regierung.


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WebReporter: Fanat1k
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Afghanistan, Militär, Taliban, Journalist, Truppe
Quelle: rt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2011 09:48 Uhr von Fanat1k
 
+8 | -5
 
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Mittlerweile wird die fatale Strategie der NATO geführten Koalition überdeutlich. Nämlich die militärische Intervention, in einem sowieso schon seit Jahrzehnten von Kriegen geplagten Land. Anstelle von konstruktiven Ansätzen, verfolgte die NATO über Jahre eine völlig destruktive Linie und setzte damit eine explosive Kettenreaktion von zukünftig unabsehbaren Ereignissen in gang. Gut gemeint ist halt nicht gleich gut gemacht. Sprich, um ein Feuer zu löschen, gießt mein kein Benzin hinein!
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26.06.2011 10:14 Uhr von Margez
 
+6 | -4
 
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Der Irrglaube des Herrn B. Goerge Dubblejuh Bush ist ja bekanntlich nicht der hellste Mensch auf Erden und sein größter Fehler war der Irrglaube, dass man die Demokratie anderen Ländern aufzwingen könne. Man hat da gerne Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg als Beispiel angesehen. Aus den Deutschen seien ja sehr gute Demokraten (aus USA-Sicht sogar zu pazifistische) geworden. Die Afghanen wollen keine Demokratie! Sie wollen ein System, in dem Stämme wichtiger sind als gewählte Regierungen! Sie wollen ein System, in dem es ein mittelalterisches Rechtssystem mit Verstümmelungen bei Diebstahl etc. gibt! Dann sollen sie damit glücklich werden. Mein Mitleid hält sich in Grenzen!
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26.06.2011 11:03 Uhr von Kaan71
 
+4 | -5
 
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Wie wärs denn, wenn man sagt, sie wollen: einfach kein Besatzerregime haben, der sicher nicht das beste vom Volk will?

Die wollen sich halt nicht xxxxxx lassen.
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26.06.2011 11:08 Uhr von vorlons world
 
+8 | -2
 
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war schon immermeine meinung: dass in solche gegenden wo die uns um etwa 1000 jahren hinterher sind keine demokratie möglich ist. oder kann man sich europa um den 11ten jahrhundert umter einer demoktatie vorstellen? nein, da hatte auch unsere kirche eisenhart das sagen gehabt. die sind mental halt nicht in der lage sowas zu begreifen - mal abgesehen von einige die ihrer zeit weit voraus sind. solche hatten wir damals auch. aber das mit der demokratie hat einen ganz anderen grund, die bodenschätze sind da der wahre grund.
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26.06.2011 15:53 Uhr von Tleining
 
+1 | -2
 
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@ vorlons world: wie lebt es sich denn so auf deinem Raumschiff? 1000 Jahre Unterschied. Ja ne, is klar.

Vielleicht sollten wir fortschrittlichen Staaten einfach mal Verantwortung für unsere Taten übernehmen. Erst kämpft die Sowjetunion da, dann unterstützen die USA eine der dortigen Gruppen, danach lässt man ein verwüstetes Land unter radikalen Islamisten zurück und wundert sich, dass es keine funktionierende Demokratie gibt. Gleiches hinterher. Armee marschiert ein, zahlreiche Unschuldige kommen um, eine neue Pro-amerikanische Regierung wird eingesetzt, und die Leute sind für ihre neue, unsichere, Freiheit nicht dankbar.
Und dann kommst du und sprichst ihnen die mentalen Fähigkeiten zur Demokratie ab. Herablassender gehts wohl nicht.
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27.06.2011 12:37 Uhr von vorlons world
 
+2 | -0
 
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wieso herablassend? das ist doch die wahrheit! ein russischer kollege war mal dort stationiert und hat das ganze erlebt. und auch er sagte, das die dort so leben wollen wie es ist und nicht anders. auch die natürliche hemmschwelle wo ein unserer bei der tötung oder abschlachtung der tiere oder menschen ist dort sehr niedrig angesetzt. UND DAS SIND TATSACHEN !!! eine funktionierende demokratie setzt einiges an grundwissen voraus, den willen zur änderung usw. auch gesetze, wo das töten nach lust und laune, auf rache besinnt, blutfehden, wegen ehre (die liste ist sehr lang) müssten eingeführt und dem volk klargemacht werden dass ihre alte mentalität ab sofort nicht mehr zu gelten hat.

wer das ignoriert oder wegschaut weil es zu brutal ist, der lebt in einem raumschiff...

[ nachträglich editiert von vorlons world ]
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27.06.2011 15:40 Uhr von ElChefo
 
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Was der gute Journalist da leidergottes vollkommen ignoriert, ist, das "ISAF" nicht für internationale Schutztruppe sondern für internationale ASSISTENZtruppe für die Sicherheit des Landes steht. In allererster Instanz sind die Afghanen selbst verantwortlich für Verfolgung von Terroristen und Verbrechern. Dafür erhalten sie aus dem Westen Hilfe - Hilfe bedeutet allerdings nicht, das der Westen ALLES erledigt und ein "schlüsselfertiges" Land hinterlässt und im Falle von Komplikationen dann auch noch die Schuld auf sich nehmen soll, das Terroristen Terroristen sind und terrorisieren.


vorlons world hat gar nicht mal so unrecht - selbst wenn man einiges ein wenig feinfühliger formulieren hätte können.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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27.06.2011 15:53 Uhr von vorlons world
 
+1 | -0
 
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ja, ok: ich hätte es auch "feinfühliger" ausdrücken können. da ich aber kein politiker bin und mich vor niemandem für meine aussagen rechtfertigen muss, sage ich da was und wie ich denke.

und das mit dem herablassend ist so eine sache: wenn wir als weisse, bleichgesichter, langnasen oder was weiss ich was noch bezeichnet werden, dann müssen wir das hinnehmen, weil das nunmal der wahrheit entspricht. wenn man aber andere völker verurteilt weil ihre kultur für uns zu barbarisch und ihre gebräuche und ansichten zu altertümlich erscheinen, dannich man auf einmal herablassend? nee, ganz bestimmt nicht- es entspricht nunmal auch der wahrheit!
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27.06.2011 22:20 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Wirklich? Ich bin mir bei dieser Behauptung im Irak und in Libyen absolut sicher - aber in Afghanistan?
Das waren immerhin religiöse Irre.
Wie geht es den Frauen in Kabul jetzt im Vergleich?
In der Presse ist nichts, was eigentlich schon tief blicken lässt...

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