25.06.11 17:45 Uhr
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Überraschende Erkenntnisse über das menschliche Genom

Um herauszufinden, wie viele Mutationen in den Ei- und Samenzellen von Eltern entstehen, haben Forscher die Genome zweier Familien untersucht, die jeweils ein Kind haben. Dass es sich um etwa 60 Mutationen handelt ist durchaus überraschend, hatte man mit 100-200 Veränderungen gerechnet.

Dies bedeutet eine langsamere Evolutionsgeschwindigkeit, was Grund zur Annahme gibt, dass mehr Generationen zwischen uns und unseren Hominiden-Vorfahren liegen, als gedacht. Dies könnte eine Skalierung des menschlichen Stammbaums nötig machen. Die Mutationen entstehen bei der Teilung von Keimzellen.

Da sich Spermien mehrere Millionen Mal häufiger teilen als Eizellen, erwartete man, dass die meisten Mutationen vom Mann stammen. Bei der einen Familie stammten auch 92 Prozent der Veränderungen vom Vater, bei der anderen waren es aber nur 36 Prozent. Die Mutationsfreudigkeit scheint also individuell zu sein.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gen, Mutation, Genom
Quelle: www.faz.net

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.06.2011 17:45 Uhr von Again
 
+12 | -2
 
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In der Quelle geht leider nicht klar hervor, wie es mit den Schwankungen aussieht, also wie man auf den Mittelwert 60 kommt. Hat man zb 55/65 oder 40/80 Mutationen?

Die Kinder hatten übrigens weit mehr Mutationen (etwa 3000), die aber erst später im Leben entstanden sein dürften. Man musste die Mutationen also irgendwie sortieren, worauf allerdings nicht eingegangen wird.
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25.06.2011 19:40 Uhr von Seyhanovic
 
+7 | -1
 
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wirklich: eine sehr interessante News, weiter so =)
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25.06.2011 23:13 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+3 | -0
 
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tiptop: ich log mich ja selten ein, aber
du hast dir dein [+] verdient.

Good News+Comment ...
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26.06.2011 11:56 Uhr von manbearpig
 
+1 | -0
 
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50MB: Interessant finde ich die Tatsache, dass das menschliche Genom mit seinen 3 Milliarden Basenpaaren gerade mal 750MB kodiert. Mit einer Entropiecodierung könnte man die Information sogar auf rund 50MB packen. Hinzu kommt, dass große Teile der DNS keine Informationen tragen, sondern lediglich zufällige Stränge sind.

In Anbracht dieser Daten, wäre es gar nicht so abwegig, die komplette genetische Information aller Menschen auf der Welt in einem Rechenzentrum von Google zu speichern ;-)

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