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Steuermoral: Nur 60 Griechen geben mehr als 900.000 Euro Jahreseinkommen an

Der Unmut vieler Griechen richtet sich dieser Tage vor allem gegen die eigene Oberschicht. Während das Volk für die Kosten der Krise in Regress genommen wird, stiehlt sich die High-Society mit einer jämmerlichen Steuermoral davon: Steuerhinterziehung scheint Volkssport Nummer Eins in Hellas.

Laut Steuererklärung verfügen 60 Prozent der Griechen über weniger als 12.000 Euro Jahreseinkommen und leben demnach in prekären Umständen. Noch ärmer geben sich 70 Prozent der Freiberufler wie Mediziner und Anwälte: Hier liegt das angegebene Durchschnittseinkommen bei unter 10.500 Euro pro Jahr.

Doch auch diese werden noch unterboten: Aktienspekulanten und Grundbesitzer meldeten dem Fiskus gerade mal 6.730 Euro, womit eine Einkommenssteuer von gerade mal 900 Euro - pro Jahr - fällig wurde. So verwundert es kaum, dass gerade mal fünf Dutzend Griechen dem Staat ein Jahreseinkommen über 900.000 Dollar melden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Politik, Griechenland, Einkommen, Steuerbetrug
Quelle: www.focus.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.06.2011 12:15 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+14 | -4
 
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Lest Euch unbedingt den gesamten Artikel einmal durch, hier kann man leider nur einen kleinen Ausschnitt posten.
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25.06.2011 12:21 Uhr von Tinnu
 
+27 | -18
 
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hmm sieht das hier viel anders aus?
es ist doch immer so, wer nix hat, hat nix zu melden und wer nix zu melden hat, wird ausgenommen.

die griechen sollen erstmal selber sehen wie sie aus dem schlamassel rauskommen bevor sie geld von anderen bekommen. die könnten es schaffen wenn sie sparen, ordendlich steuern bezahlen und rente mit 55 abschaffen. da gibts bestimmt noch mehr...

[ nachträglich editiert von Tinnu ]
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25.06.2011 12:45 Uhr von Zisch
 
+19 | -3
 
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ja tinnu: hier sieht es definitiv anders aus ;)
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25.06.2011 12:48 Uhr von Brotmitkaese
 
+14 | -9
 
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Die Reichen halten 80% des Geldes in Griechenland, da wundert es nicht das die Griechische Regierung Pleite geht, wenn 99% der Reichen keine Steuern Zahlen...!

Die Steuern für Millionäre auf 90% anheben auf der Ganzen Welt, dann hätten wir ein Paar Probleme weniger.
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25.06.2011 12:48 Uhr von Copykill*
 
+18 | -1
 
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Das Problem dürften weniger: die Steuerhinterzieher sein.

Das Problem sind die die es den Leuten möglich machen
die Steuer zu hinterziehen, es wissen und dulden.

Die Politiker

Die Wahrscheinlich großen nutzen für sich, Ihre Familie,
Ihre Lobbyarbeit Ihre Parteispender aus der Sache ziehen.



[ nachträglich editiert von Copykill* ]
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25.06.2011 13:03 Uhr von b0ns4i
 
+14 | -2
 
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Mein Kommentar von gestern: Kopfschütteln verursachen all diese populistischen Beiträge und Kommentare hier bei mir.

Was glaubt ihr, was hier los wäre, wenn wir praktisch als Pleite eingestuft werden würden und uns alles weggekürzt wird und die Steuern erhöht werden?!
Wir nicken hier ja im Endeffekt eh alles ab...

Für mich ist es schon einfach fraglich, warum hier nicht alle aufspringen und fordern, dass die Verursacher und die Profiteure der ganzen Pleite in Griechenland, zur Kasse gebeten werden.
Hier regt man sich über völlig überzogene, von der Presse gepushten Einzelerscheinungen auf wie z.B. das Tote noch Rente bekommen usw.
Genau wegen solchen Aktionen müssen dann 99% des Volkes unter solchen total überzogenen Sparplänen leiden.

Natürlich müssen solche Dinge abgestellt werden, aber für mich ist es einfach fraglich, warum die reiche Oberschicht eigentlich im Endeffekt überhaupt gar keine Nachteile durch diese Sparpläne hat - meistens profitiert Sie dann noch durch Privatisierung etc.

Das alleine hat schon nichts mehr mit Demokratie zu tun. Die EU regiert Griechenland und die EU wird von den Banken regiert. Das ist einfach pervers.

Aber solange hier alle Mäuse weiter Mäusefallen fordern, in die sie dann selber reinlaufen, wird es halt so weitergehen...
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25.06.2011 13:05 Uhr von internetdestroyer
 
+3 | -7
 
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LOL: hmm, also wäre in der Überschrift nicht das Wort "Griechen" dabei gestanden, wäre ich glatt von Deutschland ausgegangen.

Ist doch in jedem Land das Gleiche...

Nur gehen die Griechen zumindest aus Protest auf die Strasse, hier ...
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25.06.2011 13:07 Uhr von Someone23
 
+11 | -3
 
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Steuerfreibetrag: Wundert mich nicht. Der Steuerfreibetrag in Griechenland liegt bei 12 000 Euro. Jetzt soll er auf ein deutsches Niveau (8000 Euro) abgesenkt werden, deswegen echauffieren sich die Griechen.

Der griechische Staat hat Praemien gezahlt, fuer Leute die regelmaessig puenktlich zur Arbeit erschienen.

Und jetzt sind die Griechen sauer auf uns, weil wir kein Geld ohne Auflagen fliessen lassen.

Verrueckte Welt.

[ nachträglich editiert von Someone23 ]
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25.06.2011 13:38 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -2
 
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Quelle unbedingt mal ganz lesen. Dort erfährt man z. B. auch:

Nach Angaben von Regierungsmitgliedern horten Griechen rund 600 Milliarden Euro auf ausländischen Konten. Doch das Bankgeheimnis schützt die Vermögenden vor Zugriff, da sie auf legalem Wege nicht an Namenslisten gelangen.

Was mit Leuten seitens der Inhaber der öffentlichen Meinung passiert, die dem Staat Steuer-CDs mit Namenslisten anbieten, haben wir auch in Deutschland zu Genüge erfahren.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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25.06.2011 13:50 Uhr von Felixus
 
+3 | -1
 
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Die Zeche zahlen wir: Die EU will die Griechen zwingen das steuerpflichtige Einkommen auf 8000€ zu senken, also es noch mehr von den Armen zu holen. Ackermann und die Deutsche Bank haben sich in Sicherheit gebracht. Die momentane Armut in Griechenland soll auf uns als Steuerzahler "umgeschuldet werden". Ein Skandal.
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25.06.2011 13:54 Uhr von dagi
 
+2 | -4
 
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wozu: sollen die griechen steuern bezahlen !!! die haben doch die EU und die deutschen NAZIS !! ich glaube die sind uns weit überlegen, denn wir haben noch niemand gefunden der uns unsere rechnungen bezahlt !!!
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25.06.2011 14:05 Uhr von Prrrrinz
 
+6 | -2
 
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warum sollten die griechen was ändern ? wenns nicht läuft , kommt deutschland und richtet es.
wir waren schlieslich vor +60 jahren alle nazis und müssen uns lebenslang dafür selbst auspeitschen und ausnehmen.

omg
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25.06.2011 14:07 Uhr von dumm78
 
+0 | -0
 
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ja lol das ist doch schon seit jahrzehnten bekannt.
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25.06.2011 14:33 Uhr von The_Outlaw
 
+1 | -0
 
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Die lassen: eher ihre Heimat untergehen als sich auch nur von einem Euro mehr zu trennen...
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25.06.2011 14:38 Uhr von -greenfrog-
 
+2 | -0
 
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und wer badet es aus? der kleine mann (respektive frau).....
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25.06.2011 15:03 Uhr von Eisbaer3180
 
+3 | -5
 
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Ich finde: Ich finde die Zahlen recht realistisch.
Vorallem das Einkommen der Ärtze,
in den USA verdienen Ärtze im öffentlichen Dienst auch nicht mehr 30000 Dollar, was den 10500 Euro schon recht nahe kommt.
Nicht jeder Anwalt ist ein Staranwalt und sieht man das im Durchschnitt, bei der derzeitigen schlechten Wirtschaftslage, ist dies auch denkbar. Selbst wenn es 10000 oder 20000Euro mehr sind, ist das immer noch nicht viel.
Das gleicht gilt für Aktienspekulanten, falls dies privat geschieht, ist 6730 Euro Gewinn doch recht hoch. Bei Grundbesitzern sehe ich die 6730 Euro als normal an, sind immer hin 560 Euro miete pro Monat. Und da die Griechen im Moment ca. 40% (oder mehr) Arbeitlosigkeit haben können die sich eben keine allzu hohen Mieten leisten.

So sehe ich hier absolut keine allzu große Lüge darin, das nur 40% über 12000 Euro verdienen. Selbst wenn es nur 10% mehr sind, ist die Zahl immer noch erschreckend, dann wäre nämlich die Hälfte der Bevölkerung Griechenlands arm. Wobei 12000 Euro minus um die 75-100 Steuern immer noch ca. 900 Euro pro Monat sind.

Das allerdings nur 60 Griechen mehr als 900000 Einkommen haben bezweifel ich stark.

Steuerhinterziehung ist bei uns übrigens auch Volkssport, insbesondere was die Schwarzarbeit, sowie zig Schönigungen auf den Steuererklärungen angeht.
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25.06.2011 15:16 Uhr von Il_Ducatista
 
+2 | -0
 
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Bonus: ich brauch keinen Lohn mir reicht ein gescheiter Bonus. Also Bonussteuer auf 90 % und wenn die Banker jammern dann solln sie verschwinden. Deren Beitragzu einer funktionoerenden Volkswirtschaft ist eh verschwindend gering.
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25.06.2011 17:44 Uhr von Someone23
 
+3 | -1
 
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@Felixus: @Felixus
Da werden nicht die Armen besteuert. In Griechenland verdient das Gros der Bevoelkerung komischerweise genau entsprechend des Steuerfreibetrages. Die wenigsten Griechen zahlen also wirklich Einkommenssteuer. In Griechenland sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als in Deutschland, trotzdem ist der Freibetrag hoeher als bei uns, das ist an und fuer sich schon komisch. Jetzt soll der Steuerfreibetrag in diesem Land herabgesenkt werden - das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die griechische Bevoelkerung soll nicht demonstrieren, sondern endlich mal anfangen Steuern zu bezahlen!
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25.06.2011 18:00 Uhr von Torias
 
+1 | -0
 
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@Eisbaer3180: 30000 Dollar = 10500 Euro? Wo lebst du? 30000 dollar sind nach aktuellem kurs über 21000 Euro!
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25.06.2011 18:29 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+0 | -1
 
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@Eisbaer3180: Du schreibst: "...können die sich eben keine allzu hohen Mieten leisten."

Gottlob besitzten über 80% der Griechen (...wie auch in Spanien oder Portugal) Eigentum.

Miete und (klimatisch bedingte) hohe Nebenkosten ist eher ein Thema der land- und eigentumslosen deutschen Arbeitnehmer. Hierzulande beträgt die Eigentumsquote nur rund 50%.
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26.06.2011 06:03 Uhr von Noseman
 
+0 | -2
 
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Ja Tinnu: Hier sieht es ganz deutlich anders aus. Deutschland hatte 2002 9907 Einkommenmillionäre, also 110 mal soviel. (Quelle: Wikipedia).

Inzwischen dürfte die Zahl derer, die also sogar noch 100 000 € mehr verdienen als die Griechen noch höher sein.
Und die griechische Bevölkerung ist auch noch knapp größer als Unsere.

Allein der Stadtkreis Stuttgart hat schon dreimal soviel Leute mit > 900k € als ganz Griechenland.

Und dabei sind auch nur Leute gezählt, die ihre Einkommen auch in Deutschland versteuern, nicht unsere Werten Steuerflüchtlinge mit Sitz in Monaco der der Schweiz. Der DIW (2010) geht von 15400 Deutschen

Wenn die nur 60 Leute mit mehr als 900.000 Einkommen hätten, dann dürfte das Land eine beschissenere Wirtschaft haben als fast jedes afrikanische Land.
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27.06.2011 12:08 Uhr von K-rad
 
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Nichts was ständig wächst hat ewig bestand: So ist es auch mit der EU und auch mit dem Euro. Wenn ständig neue Länder dazukommen steigen natürlich auch die Probleme. Und was die Zahlungen an Griechenland angeht , so muss man auch hier ehrlich sein. Deutschland verschenkt hier kein Geld ohne Eigennutzen. Es sind Kredite die hier gezahlt werden und keine Geldgeschenke und abgesehn davon ist kein anderes Land wie Deutschland daran interessiert das der Euro stabil bleibt. Schliesslich ist Deutschland ein Exportland und der Löwenanteil der Abnehmer sitzt direkt in Europa. Wenn der Euro an Wert verliert dann hat es einen direkten Einfluss auf die deutsche Wirtschaft weil der Export dann einbricht.

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