Oskar Lafontaine fordert Sonderabgabe für reiche Griechen
Laut Oskars Lafontaine horten die 2.000 reichsten griechischen Familien rund 80 Prozent des griechischen Vermögens. Um einen Beitrag zur Bewältigung der Schuldenkrise zu leisten, sei es Pflicht Athens, diese Gruppe mit einer Vermögensabgabe heranzuziehen. Dieses Modell gehöre auf ganz Europa übertragen.
Es sei tragisch, dass sich in der Politik die Auffassung festgesetzt habe, Arbeitnehmer und Rentner seien für die Rettung von Privatbanken zuständig. Durch diesen Irrtum habe sich etwa in Deutschland die Staatsverschuldung binnen drei Jahren um 300 Milliarden Euro erhöht.
Statt in den Ländern mit Produktionsüberschuss stiegen die Löhne in Staaten, die mehr Waren verbrauchen als herstellen. Konnte dies früher durch Wechselkurse korrigiert werden, sei dies heute nur noch durch eine gemeinsame Wirtschaftsregierung steuerbar.