Türkei weitet Internetzensur aus
In der Türkei gab es Demonstrationen gegen ein neues Gesetz zur Internetzensur. Dieses Gesetz verpflichtet die Internetnutzer, aus vier Internetpaketen - Kinder, Familie, Inland und Standard - zu wählen, welche jeweils auf die Zielgruppe zugeschnittene Zugriffsmöglichkeiten auf Internetseiten erlauben.
Hierzu werden Webseiten mit unangemessenem Inhalt unzugänglich gemacht. Außerdem werden bestimmte Wörter, wie Rock und Geständnis, nicht mehr als gültigen Namen für Internetadressen zugelassen. Regierungsvertreter behaupteten dies diene dem Schutz der Bevölkerung und sei notwendig.
Das Gesetz wurde von EU-Beobachtern, EU-Abgeordneten und Mitglieder der Organisation Reporter ohne Grenzen scharf kritisiert. Letztgenannte weisen darauf hin, dass die Türkei in der Rangliste für Pressefreiheit auf Rang 138 sei und dort mehr Journalisten inhaftiert seien als in China.