23.06.11 21:42 Uhr
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Finaler Rückzug der USA vom Hindukusch eingeleitet

Der Startschuss für den US-Truppenabzug aus Afghanistan ist gefallen. Rund ein Drittel der US-Kräfte am Hindukusch sollen schon bis zum Ende des Sommer 2012 ihre endgültige Heimreise in die USA antreten. Damit verkleinert sich das Truppenkontingent um ca. 33.000 Mann, vorerst nur Logistiker.

Zuletzt eskalierte der Konflikt mit den Taliban im Grenzgebiet zu Pakistan, nach vorausgegangenen Teilerfolgen der USA im Süden.

Vermutlich spielen innenpolitische Aspekte wie steigende Schulden und wachsender Widerstand gegen den Krieg und der anstehende Wahlkampf eine große Rolle bei den Entscheidungen. Unterdessen bestätigte US-Außenministerin Hillary Clinton vorläufige "diplomatische" Kontakte zu Führern der Taliban.


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WebReporter: Fanat1k
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Barack Obama, Rückzug, Hindukusch
Quelle: de.reuters.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2011 21:42 Uhr von Fanat1k
 
+9 | -2
 
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Das ist Sie wohl, jene von Experten schon lange prognostizierte schmähliche Niederlage im Kampf um die strategisch wichtige Vormachtstellung am Hindukusch, genau wie schon so viele andere Nationen vor ihnen! Es ist schon eine Ironie der Geschichte, das u.a. die einst von der CIA unterstützten und finanzierten radikalen Taliban im Kampf gegen die Besatzer der Sowjets der USA heute solche Paroli bieten! Das ist die Rache für Unmoral und amateurhafte Kriegstreiberei - Technologie hin oder her!
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23.06.2011 21:46 Uhr von ZzaiH
 
+11 | -3
 
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tja die supermacht: usa...
ein weiterer verlorener krieg...

letzter sieg = WKII
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23.06.2011 21:48 Uhr von Perisecor
 
+4 | -12
 
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Das hat nichts mit schähmlicher Niederlage zu tun. Die NATO kämpft dort einfach nicht mit allen Mitteln, weswegen sie schwach ist und auch so erscheint.

Und unterstützt wurden vom ISI (mit Geld und Waffen der CIA) die Mujahideen, welche später vor allem in der Nordallianz wiederzufinden waren.

Nur wenige Mujahideen sind zu den Taliban, die es damals noch gar nicht gab, gewechselt.


Aber so viel Detailwissen wäre ja wirklich zu viel von jemandem verlangt, der dermaßen urteilend wie du kommentiert, Fanat1k.

@ ZzaiH

Das ist natürlich auch völliger Schwachsinn.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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23.06.2011 21:50 Uhr von Exilant33
 
+3 | -0
 
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Ich will gerne Glauben das die USA sich so klanglos zurückziehen werden. Wie der Autor schon sagte ist dieses Gebiet "strategisch" wichtig. Ich werde das Gefühl nicht los, das Sie noch was in petto haben...
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23.06.2011 21:50 Uhr von Pikatchuu
 
+8 | -8
 
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Das Land ausgebeutet und jetzt ziehen sie wie die Heuschrecken weiter ins nächste Land.

Weiter so USA.
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23.06.2011 21:57 Uhr von Perisecor
 
+6 | -8
 
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@ Pikatchuu: Ja, die ständigen Suizidanschläge auf Marktplätzen und auf Mädchenschulen haben das einstige erste Welt Land Afghanistan von den Plätzen auf dem HDI zwischen Luxemburg und der Schweiz verdrängt und all die Brunnen, Schulen und Krankenhäuser, Straßen und Gebäude, wurden gar nicht von der ISAF gebaut, sondern existieren nur als Propaganda mit der chilenischen Wikipedia als Quelle.
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23.06.2011 22:05 Uhr von Pikatchuu
 
+4 | -3
 
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@Perisecor: Was du aufzählst sind Peanuts zu dem was sie da raus geholt haben.
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23.06.2011 22:10 Uhr von Perisecor
 
+6 | -2
 
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@Pikatchuu: Jetzt muss ich mich wohl deinen Argumenten geschlagen geben...
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23.06.2011 22:22 Uhr von ElChefo
 
+4 | -2
 
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Pikatchuu: Du redest Blödsinn. Ausbeuten wird das Land wohl China, wenn sie ihre Schürfrechte ausbauen, die sie letztes Jahr erworben haben.
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23.06.2011 22:53 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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neue schlichte Strategie: belasse zehntausend GIs in der Hauptstadt (um den Stadthalter vor Umsturz zu schützen) und lasse einheimische Söldner draußen kämpfen.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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23.06.2011 22:56 Uhr von ElChefo
 
+2 | -2
 
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usambara jetzt werden schon die Menschen, die bereit sind, für die Stabilität ihres eigenen Landes zu arbeiten als "Söldner" tituliert. Wie billig ist das denn bitte?
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23.06.2011 23:01 Uhr von usambara
 
+2 | -3
 
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@ElChefo: wer bezahlt den Sold und die Ausrüstung der ANA-Soldaten letztendlich?
richtig die USA
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23.06.2011 23:12 Uhr von ElChefo
 
+2 | -2
 
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usambara: Nein.
Der Sold der ANA wird vom Verteidigungsministerium, die Gehälter der ANP vom Innenministerium bezahlt. Diese widerum finanzieren sich aus den jeweiligen Etats. Letztere werden durch den staatseigenen Haushalt sowie durch die Subventionen des IWF sowie der Einzelträger von Entwicklungshilfe getragen. Da zählt natürlich AUCH die USA dazu, aber es macht die jeweiligen Mitarbeiter, Soldaten und Polizisten nicht zu Söldnern. Das ist ausgemachter Quark.
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24.06.2011 17:32 Uhr von Fanat1k
 
+0 | -0
 
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@Perisecor: Ich weiß schon ziemlich genau wovon ich spreche! Eventuell habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt!

Es ist doch so, das die Sowjets ihre Invasion im Dezember 1979 gestartet haben, mit dem Hintergrund das sie das schwächelnde marxistische Regime des Präsidenten Hafizullah Amin stützen wollten um damit ihren starken Einfluß in dieser Region, welchen sie seit dem Rückzug der Briten und dem weitgehenden Desinteresse der USA hatten aufrechtzuerhalten. Und die CIA wusste mindestens sechs Monate vorher schon von der bevorstehenden sowjetischen Intervention und begann damit die Afghanischen Islamisten massiv über Millionen von Steuergeldern zu unterstützen. Das belegt unter Anderem eine Geheimdirektive vom 3. Juli 1979.
Du hast teilweise recht damit das der ISI eine Rolle gespielt hat in der Unterstützung der Mudschahedin, genauergesagt war er maßgeblich dafür verantwortlich das sich im Jahr 1982 ihre Koordinierung verbesserte, weil unter Assistenz des ISI die sieben größten Mudschahedin Gruppen in einem losen Bündnis konzentriert wurden. Das war aber kein erheblicher Durchbruch, sondern höchstens eine temporäre Verbesserung in der Kriegsführung gegen die Sowjets. Der eigendliche Wendepunkt war die Unterstüzung des Westens, welcher die Mudschahedin 1986/87 u.a. mit weittragenden und präzisen Luftabwehrraketen vom Typ Stinger bewaffnete und durch CIA Agenten in Kriegsstrategien ausbilden ließ.
Dies und der Umstand das die Mudschahedin nach dem Zusammenbruch des Sowjetregimes wie heiße Kartoffeln fallgelassen wurden, was die Taliban erheblich begünstige bei ihrer Machtübernahme ab Mitte der neunziger Jahre, meine ich mit Ironie der Geschichte.

Die Afghanischen Islamisten von damals kämpfen heute auf Seiten der Taliban gegen den Westen. Also werden sie (höchstwahrscheinlich größtenteils zu Unrecht - aber es ist nun mal eine der gängigen Bezeichnungen neben Aufständische) als Taliban bezeichnet.
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24.06.2011 22:31 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
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@ Fanat1k: Die CIA hat Waffen an den ISI geliefert - dieser Übernahm in der Regel Transport und Ausbildung.

Nochmal: Die meisten Leute, die damals auf Seiten der Mujahideen kämpften, haben sich später in der Nordallianz GEGEN die Taliban gestellt und waren und sind seit 2001 (erneut) Verbündete des Westens.

Die Taliban bzw. nahestehende Gruppen gab es damals noch gar nicht und auch heute rekrutieren sie sich vornehmlich aus Angehörigen anderer Länder - und nicht aus Afghanen.


ISI hat die Mujahideen übrigens auch nach dem Abzug der Sowjets unterstützt, lediglich die Unterstützung der CIA (bzw. generell westlicher Geheimdienste) hat extrem nachgelassen.

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