23.06.11 14:44 Uhr
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Deutsche Industrie hat Angst vor Abschaffung der Kernkraftwerke

Für die Auto-, Metall- und Stahlindustrie scheint die Energiewende nur Nachteile mit sich zu bringen. So befürchten Unternehmen wie ThyssenKrupp Risiken für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Außerdem nimmt ThyssenKrupp an, dass der Strom nicht mehr ausreichen wird.

Saarstahl bringt einen weiteren wichtigen Punkt an, nämlich die Kosten. Da der Strom ohnehin schon sehr teuer geworden ist, werden viele Unternehmen weiter steigende Stromkosten nicht zahlen können. Die Bedingungen für die momentane Wettbewerbsfähigkeit werden nicht mehr vorhanden sein.

Auch die Aluminium- und Chemieindustrie befürchtet eine Verlagerung der Produktionsstandorte. Damit drohen auch die Unternehmen Aurubis und RWE. Der Autohersteller Porsche hingegen gibt sich gelassen, da feste Verträge mit Stromversorgen bestehen.


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WebReporter: MissBling
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Angst, Deutsche, Industrie, Atomenergie, Stromversorgung
Quelle: umwelt-panorama.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2011 15:14 Uhr von HansGünter
 
+4 | -3
 
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@cortexiphan: Du kannst dir wahrscheinlich nicht die Unsummen an Strom vorstellen die ein Stahlwerk täglich verbraucht.

"Die Bedingungen für die momentane Wettbewerbsfähigkeit werden nicht mehr vorhanden sein. "

Mit sicherheit ist hier auch der internationale Wettbewerb gemeint. Wir wollten den Energiewandel also weint jetzt nicht wieder.
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23.06.2011 15:15 Uhr von F.Steinegger
 
+8 | -2
 
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Naja: Grade die Schwerindustrie braucht viel Strom. Und damit haben die auch ein großes Druckmittel. Sie haben auch so viel Kapital, dass sie Deutschland verlassen können. Wenn das geschieht, dann sind wieder 1000de Leute betroffen.

Vielleicht sollte man als Politiker mal überlegen, was man macht.
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23.06.2011 15:21 Uhr von Xan
 
+2 | -6
 
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Die Gier kennt keine Grenzen: das is mal wieder typisch. Anstatt daß die Aktionäre oder sonstigen Inhaber mal Verluste hinnehmen und es tragen wie Männer.

Nein, da wird nur gejammert.
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23.06.2011 15:22 Uhr von artefaktum
 
+1 | -2
 
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@F.Steinegger: "Grade die Schwerindustrie braucht viel Strom. Und damit haben die auch ein großes Druckmittel. Sie haben auch so viel Kapital, dass sie Deutschland verlassen können. Wenn das geschieht, dann sind wieder 1000de Leute betroffen. Vielleicht sollte man als Politiker mal überlegen, was man macht."

Vor allem sich nicht erpressen lassen.
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23.06.2011 15:25 Uhr von artefaktum
 
+1 | -2
 
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@Xan: "Nein, da wird nur gejammert."

Nun ja: Klappern gehört zum Handwerk. Grad in der Wirtschaft. Ist ja eigentlich auch legitim. Allerdings sollte man es auch dann als solches Verstehen und es nicht für bare Münze nehmen.
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23.06.2011 15:34 Uhr von F.Steinegger
 
+2 | -0
 
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@artefaktum: Erpressen? Die machen das einfach, wie viele andere Betriebe auch. Denen ist es doch völlig egal, wo ihr Produkt hergestellt wird. Mir wäre das auch egal, wenn ich Großindustrieller wäre.

Da hilft nur ein radikales Gesetz und das kann es nicht geben, denn du kannst keine Firma, keinen Konzern einfach festbinden. Das wäre so illegal, dann könntest du gleich wieder eine Mauer um Deutschland ziehen.
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23.06.2011 15:34 Uhr von Xan
 
+1 | -3
 
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@artefaktum: Klappern, soso. Nur wieso haben sie das früher nicht gemacht, als es der vorherigen Regierung um die verkürzte Laufzeit der KKWs ging, bis die wieder gekippt wurde?

Anstatt sichmal zu freuen daß die Umwelt auch mal was abkriegt, was machen sie? Sie geben doch geradewegs zu, daß Strom nicht zu billig sein kann. Rendite, Rendite, Rendite; Das ist alles was die kennen, anstatt mal mit einem Status Quo zufrieden zu sein.

Dabei ist Strom bei weitem noch zu billig, selbst wenn KKWs abgeschafft werden. Die haben doch gerade mal 17% Anteil am Primärenergiemix(siehe World Energy Report 2010 von BP).

Wenns rein physikalischen wäre Strom mit 5€/KWh noch zu billig, gemessen an dem, zu wieviel ein Mensch fähig sein müsste, um 1 KWh an Arbeit zu leisten sprich die 5€ zu bekommen. Wen das interessiert, ich kanns gerne mal vorrechnen.
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23.06.2011 15:48 Uhr von Phyra
 
+3 | -0
 
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@Xan: na dann mach mal, du scheinst davon naemlich nicht gerade viel ahnung zu haben ;)
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23.06.2011 15:50 Uhr von artefaktum
 
+2 | -2
 
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@F.Steinegger: "Denen ist es doch völlig egal, wo ihr Produkt hergestellt wird."

Du glaubst wirklich, alle Standorte auf der Welt sind gleich attraktiv?

"Da hilft nur ein radikales Gesetz und das kann es nicht geben, denn du kannst keine Firma, keinen Konzern einfach festbinden."

Es geht hier nicht um radikale Gesetze sondern es geht darum, dass in einer Demokratie nicht eine bestimmte Interessengruppe bestimmen kann, was die Politik zu tun und zu lassen hat.
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23.06.2011 16:17 Uhr von Xan
 
+1 | -4
 
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@Phyra: Gerne doch, ich hoffe du kannst mir folgen:

1 Watt = 1 J/s = 1 Nm/s
--> 1kWh = 1kW * 3600s = 1 kJ/s * 3.600 s = 3.600 kJ = 3.600 kNm = 3.600.000 Nm.

Das wäre die zu erbringende Arbeit, für die ich 5€ bezahlen würde, wenn die kWh 5€ kosten würde.

Nunmal in Zahlen, mit denen jeder etwas anfangen kann:

Eine 100 g Tafel Schokolade wiegt gerundet 1 N bei g=9,81 N/kg, der durchschnittlichen Erdschwere.

Man leistet ca. 1 Nm Arbeit, wenn man 100 g Schokolade 1 m hoch hebt: 1 N * 1 m = 1 Nm.

Um 3.600.000 Nm zu leisten, müsste man also 3.600.000 solcher Tafeln einen Meter hoch heben. Das sind dann

3.600.000 * 100 g = 360.000.000 g = 360.000 kg = 360 t.

In Worten sind das dreihundertsechzig Tonnen!!!!!

Ich denke das vermittelt jedem ein Bild, wieviel Arbeit iin einer Kilowattstunde steckt. Wer würde für 5€ 360 t Schokolade 1 m hoch heben?

Wieviel würde man denn bezahlen müssen, damit sich auch nur einer dafür bereit erklärt? Und dabei habe ich die Zeit mal außen vor gelassen, um die Sache nicht noch unnötig zu dramatisieren.

Wer denkt jetzt noch, daß Energie zu teuer ist?
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23.06.2011 22:01 Uhr von Phyra
 
+2 | -0
 
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ah ok, ich wusste nicht, dass du davon ausgehst, dass menschen die arbeit wie vor 3000 jahren erledigen, d.h. ausschließlich von hand und ohne hilfsmittel ;).
was du da gemacht hast ist eine milchmaedchen rechnung aus der 6. klasse ohne jegliche praktische belange und von daher irrelevant.

da kann ich dir gern auch eine solche rechnung liefern, nimm ein schoenes großes feuer, haeng einen 10 liter-eimer wasser drueber. sobald das ganze auf 100° erhitzt wurde hast du rund 1 kWh "verbraucht" und somit durch das erhitzen "erarbeitet" und nun sag noch das waere wesentlich mehr als 5 euro wert ;)

[ nachträglich editiert von Phyra ]
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23.06.2011 22:18 Uhr von Xan
 
+1 | -1
 
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@Phyra: Das ist keine Milchmädchenrechnung sondern absichtlich simpel gerechnet, damit es auch jeder versteht, der das zwar mal in der Schule hatte, aber heute kaum mehr was davon weiß.

Wenn man etwas verbrennt um Wasser zu erhitzen, verrichtet man die Arbeit nicht selbst. Das mag sicherlich praktikabler(und zeitgemäßer) sein, aber genau das ist der Punkt, um den es mir geht:

Da wir uns die Primärenergieträger zunutze machen(Holz aus deinem Beispiel als fossiler Brennstoff ist einer davon), verkennen wir völlig, was wir leisten müssten, wenn wir sie nicht hätten. Stell dir mal vor, du müsstest erstmal 2-3h Fahrrad fahren, um deinen PC 30min betreiben zu können.

Ich wollte nur aufzeigen, was 1 KWh für eine Menge Arbeit ist, wenn Mensch sie aufbringen müsste. Von diesem Standpunkt aus betrachtet ist elektrischer Strom(und übrigens auch Sprit) viel zu billig, wie so viele unserer so zivilen, teuer gewonnenen Errungenschaften.

Und deswegen ist das Gejammer der Industrie für mich nicht mal ansatzweise gerechtfertigt, egal ob es nun Geklapper ist oder ernstgemeint.
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23.06.2011 22:45 Uhr von Phyra
 
+1 | -0
 
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das wort zeitgemaeß trifft da ziemlich ins schwarze, genau darauf kommt es naemlich an.
Ich wette (auch wenn ich es nicht belegen kann), dass wenn man den gesamten energieumsatz der menschheit durch die anzahl der individuen teilt kommt man auf weit mehr als 3,6MJ/h
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23.06.2011 22:53 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -0
 
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"Von diesem Standpunkt aus betrachtet ist elektrischer Strom(und übrigens auch Sprit) viel zu billig, wie so viele unserer so zivilen, teuer gewonnenen Errungenschaften."

Ja genau, man sollte das alles so teuer machen das es sich nur noch die Millionäre leisten können und die Arbeiter mit Kerzen zu Hause sitzen.
Also bei euren Ansichten kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln. Normalerweise müssten Dinge des täglichen Bedarfs billiger sein und nicht teurer, wir reden hier schließlich über eine moderne Gesellschaft und nicht von Höhlenmenschen. Und billig kann es sein da der Strom mit Maschinen erzeugt wird und nicht mit nem Laufkäfig voller Harz4ler......
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23.06.2011 23:39 Uhr von Xan
 
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@Phyra
"Ich wette ... dass wenn man den gesamten energieumsatz der menschheit ... teilt kommt man auf weit mehr als 3,6MJ/h"

Na mal schauen. Ich weise dir gerne den Weg zu den Zahlen:

BP Statistik 2010 für den Weltenergieverbrauch von 2009:
http://tinyurl.com/...

Auf Seite 41 steht der Gesamtverbrauch in Millionen Tonnen Öläquivalent: 11164,3.
Auf Seite 44 im selben Report steht netterweise, daß eine Tonne ÖÄ etwa 42 GJ = 42.000 MJ entspricht(nebenbei grob 12.000 kWh lt. selbiger Seite).

Also: 11164,3 * 1.000.000 * 42.000 MJ = 468.900.600.000.000 MJ

Die Weltbevölkerung dürfte Ende 2009 bei etwa 6,8 Mrd. gelegen haben.

Also:

468.900.600.000.000 MJ / 6.800.000.000 Menschen =
= 68.956 MJ/Mensch

Das Jahr hat 24 h * 365 Tage = 8.760 h.

68.956 MJ / 8.760 h = 7,871 MJ/h

Wette gewonnen würde ich sagen. Deutlich mehr dürfte noch untertrieben sein, oder?


@CoffeMaker
"Ja genau, man sollte das alles so teuer machen das es sich nur noch die Millionäre leisten können und die Arbeiter mit Kerzen zu Hause sitzen."

Energie kann ja ruhig billig sein, das ist doch durchaus ok. Es sollte nur endlich mal in die Köpfe der Leute, daß das eben nicht selbstverständlich ist. Dann würde auch deutlich besser gehaushaltet und das Gejammer wäre nicht da, wenn die kWh mal um lächerliche 5 Cent teurer wird.

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