23.06.11 06:16 Uhr
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Veränderte Hirnprozesse durch Stadtleben unterstützen Depressionen

Die Schizophrenie-Rate liegt bei Stadtbewohnern doppelt so hoch wie bei Landbewohnern. Auch leiden Stadtbewohner eher an Angstzuständen und krankhaften Stimmungsschwankungen. Städtischer Lärm, höhere Wohndichte und Abgase sind bereits als Stressfaktoren bekannt.

Forscher des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit setzten nun, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt geborene, Probanden einem Stresstest aus: Somit konnte eine Abhängigkeit von der Siedlungsgröße zur Aktivität des Amygdala hergestellt werden. Dieser verknüpft Erfahrungen mit Emotionen.

Jetzt bewiesen Forscher erstmalig einen Zusammenhang von Wohnort und nachhaltigen Veränderungen in neuronalen Prozessen. Diese Erkenntnis ist bedeutend, da man hofft, nun die Lebensqualität von Stadtbewohnern gezielt erhöhen zu können. Bis 2050 leben etwa zwei Drittel aller Menschen in Städten.


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WebReporter: GrouchySmurf
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Leben, Stadt, Gehirn, Veränderung, Stresstest
Quelle: www.wissenschaft-aktuell.de