22.06.11 19:20 Uhr
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Griechenlandkrise: Wien fordert Eurobonds und Beteiligung privater Gläubiger

In der griechischen Schuldenkrise droht Athen neues Ungemach, diesmal aus Wien. Die österreichischen Grünen fordern sowohl die Beteiligung privater Gläubiger, als auch Eurobonds. Das können sie, da Beschlüsse zum Lissabon-Vertrag in Österreich eine Zweidrittel-Mehrheit fordern.

Nach Meinung von Grünen-Parteichef Alexander Van der Bellen drohen die aktuellen Pläne allenfalls die Schuldenkrise zu verschärfen. 18 Monate Zeit seien "vergeudet" worden, ohne dass sinnvolle Beschlüsse mit echter Perspektive zustande gekommen seien.

Die Regierungskoalition aus ÖVP und SPÖ verfügt nicht über die nötigen Stimmen, um Beschlüsse zum Euro-Rettungsschirm im Alleingang zu verabschieden. Als sicher gilt, dass FPÖ und BZÖ den Rettungsschirm in vorliegender Form ablehnen werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wien, Beteiligung, Gläubiger, Griechenlandkrise
Quelle: www.ftd.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2011 19:20 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Eurobonds - obwohl uns Frau Merkel faktisch bereits in dieses "Endstadium" der Haftung hinein manövriert hat - würde aus der Bonität der letzten verbleibenen AAA-Staaten einen Selbstbedienungsladen machen - jedes nationale "Sparen" zur Farce verkommen lassen. Dies wäre endgültig niemanden mehr erklärbar bei den bestehenden sozialen und fiskalen Unterschieden in der EU.

Auch das wird die Kanzlerette noch schaffen, dürfte an der Schuldentragfähigkeit Deutschland doch ein breites Interesse in der verschuldeten Eurozone herrschen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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22.06.2011 19:30 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Bemerkung: Das Foto mit Philipp Rösler habe ich nicht in die News eingebaut.
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23.06.2011 07:39 Uhr von artefaktum
 
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@Baron-Muenchhausen: "Eurobonds - obwohl uns Frau Merkel faktisch bereits in dieses "Endstadium" der Haftung hinein manövriert hat - würde aus der Bonität der letzten verbleibenen AAA-Staaten einen Selbstbedienungsladen machen - jedes nationale "Sparen" zur Farce verkommen lassen."

Durch die Abwertungen diverser Rating-Agenturen hat Griechenland schon vor langem eine so schlechte Bonität erreicht, dass Banken griechische Staatsanleihen nur noch gegen horrende Zinslasten angekauft haben. Mit solchen horrenden Zinslasten für Darlehen kommt Griechenland nie mehr auf einen grünen Zweig. Da nützt auch das massivste Sparen nichts. Daher sind Anleihen zu fairen Zinsen wie Euro-Bonds nicht das Unvernünftigste.

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