Nordirland: Gewalt eskaliert in der nordirischen Hauptstadt
Die Unruhen in Belfast kommen nicht zur Ruhe, seit zwei Nächten gibt es Straßenschlachten mit Molotowcocktails und Steinen zwischen den verfeindeten Gruppen der Protestanten und Katholiken. Circa 700 Menschen sind an den Krawallen beteiligt.
Die Ausschreitungen begannen in einem Stadtteil der zu einem kleinen Teil auch von Katholiken bewohnt war. Von diesen wurden mehrere verletzt. Der Bürgermeister Belfasts sagte: "Es gibt keinen Zweifel, dass es sich um einen unprovozierten und genau geplanten Angriff auf das Viertel handelt."
Verantwortlich wird dafür die radikal protestantische Gruppe "UVP" gemacht. Diese Straßenkämpfe gelten als die schlimmsten der letzten Jahre und der bisher erfolgreiche Friedensprozess beider Gruppen wurde dadurch nachhaltig gestört.