22.06.11 15:29 Uhr
 1.738
 

Deutsche U-Boote: Dank Fakelaki Milliardengeschäfte mit Athen

Die Münchner Staatsanwaltschaft und das Parlament in Athen sind sich sicher: Die deutsche Ferrotaal AG in Essen hat Griechenlands Ex-Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulus mit mehreren Millionen Euro korrumpiert und seit dem Jahr 2000 zum Kauf mehrerer U-Boote aus deutscher Produktion bewegt.

Alleine mit diesem Korruptionsdeal sollen die Essener 277 Millionen Euro Gewinn gemacht haben. Tsochatzopoulus führt heute ein sorgenfreies Leben in Athens teuerstem Luxuswohnviertel Filopapou. Abgewickelt wurden die Geschäfte unter Anderem über die Schweiz, Zypern, die USA und einen Verwandten von Tsochatzopoulus.

Es zeigt sich immer mehr: Konzerne aus Deutschland haben über Bestechung kräftig mitverdient am griechischen System, welches nun dem Steuerzahler vor die Füße geworfen wird. Nicht nur die Ferrostaal AG, welche mit der HDW und ThyssenKrupp auf diese Weise U-Boote exportierte, auch Daimler, MAN, Siemens stecken laut der "Süddeutschen Zeitung" im Sumpf.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsche, Athen, Dank, Bestechung, Sumpf
Quelle: www.sueddeutsche.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.06.2011 15:29 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
Zitat Telepolis: "Die an diesen Machenschaften beteiligten Politiker haben entweder sich oder ihren Freundeskreis recht gut bereichert. Dies ist mittlerweile allseits bekannt, auch in der EU-Kommission. Eine Bestrafung der Täter ist in Griechenland selbst aber nicht mehr möglich. Denn ein von den beiden sich abwechselnden Regierungsparteien verfassungsgemäß verankertes Gesetz garantiert den politisch verantwortlichen Personen die Straffreiheit".

Dass dieses Gesetz offensichtlich dem europäischen Rechtsnormengedanken widerspricht, scheint in der EU niemanden zu interessieren. Der Skandal findet im Ausland viel mehr Beachtung als in Deutschland. Der Blog Naval Open Source Intelligence schreibt, dass mindestens 120 Millionen Euro Bestechungsgelder im Falle der U-Boot-Deals durch Ferrostaal geflossen sein sollen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
22.06.2011 15:34 Uhr von bono2k1
 
+17 | -10
 
ANZEIGEN
Wo bleibt das Griechen-Bashing Oh Nein! Womöglich ist es garnicht so einfach..womöglich sind es doch nicht nur die bösen bösen Griechen...

Was nun liebe Bild-Leser? :)
Kommentar ansehen
22.06.2011 15:53 Uhr von BestRegards
 
+13 | -5
 
ANZEIGEN
Und wieder haben bösartige Firmen aus Nazideutschland es geschafft, ein Land durch unrechtmäßig vertriebene Rüstungsgüter in den Ruin zu treiben.

/ironie off
Kommentar ansehen
22.06.2011 16:15 Uhr von Maku28
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
warum: ist man neuerdings so auf das Deutsch-Griechische Verhältnis fixiert ? Andere Länder haben auf die selbe Art und Weise auch Rüstungsgüter an den Mann gebracht oder ? Man bekommt ja schon FAST das Gefühl, dass wir Deutschen an sich nun Schuld sind. Soll ich nun Mitleid und Verständnis für die vielen verschenkten Milliarden haben ?

[ nachträglich editiert von Maku28 ]
Kommentar ansehen
22.06.2011 16:19 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
@BestRegards: Na ja, die U-Boote zahlst ja jetzt Du, schließlich waren die Milliarden für die Abnahme der export-weltmeisterlichen Ware wie immer nur gepumpt. Die Banken haben selbstverständlich mitgespielt.

Ferrostahl muss sich glücklich wähnen, dass Dein Nationalstolz so weit geht, dass Du Dich trotz immer schmaler werdenden Reallohn sogar vor die Firma stellst, die Dich über Umweg Griechenland ausplündert.

Doch erwarte umgekehrt keinen Dank. Außer eine Nachricht über Outsourcing wirst Du von den Essenern nicht viel erwarten können.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
22.06.2011 16:35 Uhr von BestRegards
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@Baron: Das hat nichts mit Nationalstolz zu tun. Ich finde es lediglich dreist, dass Deutschland wieder den schwarzen Peter zugeschoben bekommt. Letztendlich wird der schlechte Beigeschmack nicht an der Firma Ferrostaal haften bleiben, sondern Deutschland wird in den Medien wieder für diese Fehltritte als Buhmann hingestellt.

Niemand hat den griechischen Politikern die Pistole auf die Brust gesetzt und sie gezwungen Rüstungsgüter zu kaufen, damit sie ihren militärischen Schwanzvergleich mit der Türkei weiter fortführen können. Hätten sie die U-Boote nicht aus Deutschland bezogen, wären sie aus irgendeinem anderem Land gekauft worden. Nur wahrscheinlich haben die nicht so viel Bestechungsgelder zahlen wollen.

Die Schuld ist eindeutig bei den Politikern zu suchen, die sich bestechen haben lassen.
Kommentar ansehen
22.06.2011 16:41 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@BestRegards: Merkst Du nicht, dass das ganze System korrupt ist?

Von Export-Industriellen, die daheim ausbeuten bis zu den Banken, Spekulanten und Politikern in ihrem Schlepptau?

Glaubst Du wirklich daran, dass niemand über die Jahre etwas von dem gigantischen Milliardenlöchern mitbekommen hat, dass Goldman Sachs rein zufällig dabei geholfen hat, dieses System zu vertuschen?

Glaubst Du im ernst, die eneuerliche Absozialisierung beim Steuerzahler ist nicht Programm?

Wach auf, BestRegards. Geld kennt keine nationalen Eitelkeiten. Die Frage ist nicht "deutsch" oder "griechisch", sondern ob Du bei dem System mitspielst oder nicht !

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
22.06.2011 16:51 Uhr von Python44
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ Baron-Muenchhausen: Ein kleines Detail fehlt bei dieser News, die Griechen haben die U-Boote (sowie diverse andere ausländische Rüstungsgüter) bislang noch nicht einmal vollständig bezahlt ;o)))
Kommentar ansehen
22.06.2011 17:48 Uhr von emilklopfenstein
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
Mögen die unnützen Boote nie fertig bezahlt werden. Unrecht Gut ... . Es fällt schwer, Hersteller und Händler von Kriegsmaterial nicht als Verbrecher zu sehen!
Mögen auch jene die aktiv schmieren in den Knast wandern.
Möge die EU sich dazu verbessern, dass bei internationalen Geschäften Schmierende und Bescheissende keine Immunität mehr geniessen.
Mögen wir diese Politikerbanden loswerden (zusammen mit den finanziellen Vorbetern und Vorreitern), welche nur das Neoliberale Credo runterjubeln und damit "ihre" Völker an der Nase herum und in die Verarmung führen.

Grummel ...
Kommentar ansehen
22.06.2011 18:06 Uhr von jackblackstone
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
mal so am rande die deutschen werften gehören inzwischen den saudis ;)
Kommentar ansehen
22.06.2011 21:40 Uhr von nickschecka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
U-Boote fürs Mittelmeer sind doch wichtig oder wollt ihr von Flüchtlingen
überrannt bzw. überschwommen werden .... *G*

ja ja jetzt wird wieder mal öffentlich gezeigt wie korrupt hier alles ist ... aber ändern tut sich sowieso nichts ... und warum geht denn das so gut ... weil es in Deutschland bewollt ist höhere Medikamenten bzw. Spritpreise gleich höhere Steuereinnahmen ...

http://www.U-Boote sind wichtig.de
Kommentar ansehen
22.06.2011 22:00 Uhr von Floppy77
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Und jetzt bezahlt die Merkel unsere: eigenen Uboote mit dem Hilfspaket. Da hätten wir die denen gleich schenken können.
Kommentar ansehen
22.06.2011 22:37 Uhr von talkiewookie
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
wen wunderts? mich nicht diese ganzen arrogante scheiß wirtschaftbosse & politiker die sich vollstopfen und den hals nicht voll kriegen..
REVOLUTION !!
Kommentar ansehen
23.06.2011 08:25 Uhr von CoffeMaker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"eigenen Uboote mit dem Hilfspaket. Da hätten wir die denen gleich schenken können. "

Nö, ich wollt schon immer son Teil haben, also warum verschenken? ^^

Was mich wirklich mehr belustigt ist die strafrechtliche Immunität, das schreit doch förmlich dazu krumme Dinger zu drehen.

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?