20.06.11 16:30 Uhr
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Spanien: Hunderttausende protestierten in Windeln gegen die Regierung (Update)

Am vergangenen Sonntag gingen über 100.000 Menschen in Spanien auf die Straße - nur in Windeln bekleidet.

Die Anhänger der Protestbewegung "Empörten" ("Indignados") demonstrierten gegen die geplanten Einsparungen der Regierung sowie die hohe Arbeitslosigkeit im Land (ShortNews berichtete).

Allein in Madrid gingen 40.000 Personen auf die Straßen. In Barcelona versammelten sich 50.000 Menschen, um zum Parlament in Madrid zu marschieren. Die Polizei konnte jedoch verhindern, dass die Protestler in Windeln bis zum Parlament vordrangen.


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WebReporter: wenzi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Update, Regierung, Spanien, Protest, Demo, Windel
Quelle: www.rp-online.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2011 16:42 Uhr von NilsGH
 
+7 | -6
 
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Nun mal ernsthaft protestieren gegen hohe Arbeitslosigkeit, okay!

ABER: Es kann doch nicht der Ernst dieser Menschen sein, dass sie gegen die Einsparungen demonstrieren, oder?

Ich meine gut, dass WIR - also die Geldgeber der EU, vor allem Frankreich und Deutschland - unser Geld nicht wieder sehen ist klar. Deswegen brauchen die Südstaaten der Eu nicht sparen. Aber auch die Bevölkerung müsste doch langsam mal einsehen, dass sie einen riiiiiiiesen Defizithaushalt haben. Selbst wenn wir die Schuldenuhr wieder auf Null stellen würden, wäre das Problem da unten nicht gelöst. Ohne Einsparungen würden die binnen weniger Jahre wohl wieder ohne Kohle UND ohne Kreditgeber da stehen. Einsparungen müssen also sein, da kommen sie nicht drumrum!

Deutschland geht das im Übrigen nicht anders! Wir machen auch jedes Jahr neue Schulden. Sicherlich, wir bürgen für unsere Kredite mit den Schulden der anderen Länder bei uns ... SUPER! ... dass wir die Kohle nie wieder sehen werden sollte doch mittlerweile jedem Hausmeister einer Bank bewusst sein, oder?

Naja gut, davon ab haben wir auch noch eine "halbwegs" vernünftige Wirtschaft. Auch wenn diese absolut künstlich am Laufen gehalten wird (mit dem "Billiglohnsektor", beispielsweise). Aber die macht uns wenigstens noch zu einem halbwegs kreditwürdigen "Bankkunden". Griechenland, Spanien und Portugal haben das nicht, weswegen bei denen jetzt alles zusammenbricht.

Wenn der Rolli-Schäuble dann endlich auch mal eingesehen hat, dass wir denen die Schulden erlassen müssen und wir dann noch endlich mal unsere Firmen anständige Löhne zahlen lassen müssen, fällt dann letztlich auch unser Kartenhaus der Kredite zusammen.

Ich hoffe nur, ich kriege bis dahin meine gaaaaaaaaaaaaanzen Millionen Euros noch schnell in "handfeste" Gegenwerte wie Immobilien oder Gold getauscht ... :) Würde ich ehrlich gesagt jedem empfehlen ... besser der Goldpreis fällt um 30 % als dass man einen Haufen Euros daheim liegen hat, der in 5 Jahren 0 % von dem heutigen Kurs wert ist.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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20.06.2011 17:04 Uhr von Randall_Flagg
 
+11 | -4
 
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NilsGH: Das Problem ist, dass die Bevölkerung ja nicht schuld daran ist, dass die Regierung zu dumm ist um mit Geld umzugehen. Und bei allen Gebieten, wo man richtig sparen könnte (Militär z.B. und anderes) gehen sie gegen die Bevölkerung vor.
Das wird bei uns auch nicht anders sein, wenn unsere Regierung finanziell dran glauben muss );
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20.06.2011 17:26 Uhr von shadow#
 
+4 | -4
 
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@NilsGH: Doch, das kann es.
Schon vergessen dass die Union letztes Jahr Milliarden in Bildung, Sozialstaat und Gesundheit gestrichen hat, während wir immer noch horrende Summen für den komplett sinnosen Kohlebergbau und andere Subventionen rauswerfen und Unternehmer immer weniger Steuern bezahlen?
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20.06.2011 17:32 Uhr von zuschauer263
 
+3 | -1
 
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@ shadow unternehmer immer weniger steuern zahlen??

die gewerbesteuer wurde nun in die hand der kommunen gelegt die ohne begrüundung die hebelsätze anheben können..

senken tut keiner was! nicht freiwillig!

es spottet jeder beschreibung, das gegen die sparpläne gestreikt wird. wer wenn nicht die bevölkerung eines landes kann das land wieder aus dem tal heben??

die politker können nur reden halten!!
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20.06.2011 17:48 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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@zuschauer263: Die Union wollte die Gewerbesteuer letztes Jahr abschaffen.
Diese Pläne sind erst letzte Woche von den Ländern gekippt worden.
Wenn du nicht informiert bist kann ich auch nichts dafür...
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20.06.2011 19:12 Uhr von Bjorn42
 
+1 | -0
 
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Na, na, na In Deutschland ist es doch auch so, dass bei jeder Kürzung die "normalen" Menschen auf die Straße gehen, auch bei der Subventionierung des Kohlebergbaus. Gewählt werden die Parteien die Steuerkürzungen versprechen oder Wahnsinn im Gesundheitswesen treiben, wo auch niemand auf etwas verzichten will. Ich finde an dem Schlamassel ist wirklich die breite Mehrheit schuldig. Findet ihr nicht, dass wir einfach schon zu viel als selbstverständlich ansehen? Klar gibt es auch Zuhauf politische Fehlentscheidungen und ich denke, die wert es auch immer genau so geben, wie es in Software Fehler gibt. Aber wir - damit meine ich Normal- und Gutverdiener und keine Hartz-4-Empfänger - können auch in Angesicht des Schuldenberges bescheidener werden. Ich will jetzt nicht noch meine Gedanken ausführen, was die richtig Reichen dazu beitragen oder nicht beitragen können und hoffe dass mein grundsätzlicher Gedanke zu verstehen ist. Immerhin haben wir heute ja trotz allem immer noch Flachbildschirme, riesen Autos (man vergleiche mal einen heutigen Kleinwagen mit einen aus den blühenden 80ern), superschnelle PCs, hochmoderne Handies, ... Auch mit etwas Verzicht hätte wir noch materiell Gesehen ein sehr gutes Leben. So, ist etwas länger geworden, sry. ;)
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20.06.2011 20:27 Uhr von p-o-d
 
+1 | -0
 
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"es spottet jeder beschreibung, das gegen die sparpläne gestreikt wird. wer wenn nicht die bevölkerung eines landes kann das land wieder aus dem tal heben??"


Klingt stimmig; einziges Problem:
Von Außerhalb lässt sich das ganz einfach beurteilen; der kleine Arbeiter, der jetzt dank Schlaglöchern aufgrund von "Einsparungen" in seiner Gegend eventuell Reparaturen, schlechte Befahrbarkeit der Strecke bemerkt, immer schlechter mit seinem Job über die Runden kommt, sieht zuerst seine zum negativen veränderte Situation.

Ob er SICH in der Verantwortung sieht, dass der Weg zur unterbezahlten Arbeit die reinste Buckelpiste ist, er für den Sprit immer höhere Kosten hat und es an IHM liegt das Land wieder aufzubauen? Er ist dafür nicht verantwortlich, sondern wurde vom gleichen System ausgenutzt, das nun der Bevölkerung den Buhmann zuschiebt (/zuschieben muss)...


Auch bzgl. des Arguments von wegen "Korruption/Steuerhinterziehung usw.": Auch hier bei uns boomt der Zigarettenschmuggel, weil sich immer weniger den "Luxus" gönnen können, hier hohe Steuerabgaben für jede Packung abzuführen.

Nach der Argumentationskette "xLand verschuldet > Deutschland zahlt > Griechen müssen sparen" müsste der deutsche Steuerhinterzieher (Zigarettenbeispiel) sogar noch im BEWUSSTSEIN und GLAUBEN, dass sich für IHN die Situation hier wieder bessert, seine Zigaretten mit hoher Besteuerung in Deutschland kaufen...


Alleine viele Kommentare zu dieser "Schuldenkrise" zeigt, dass es - sobald Abstand herrscht - auch "der kleine Mann" zum verhassten Politiker werden kann, der an den Bedürfnissen der breiten Bevölkerung vorbei denkt.

[ nachträglich editiert von p-o-d ]

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