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Spaniens Haushaltsdefizit so hoch wie lange nicht mehr

Spaniens Staatsverschuldung verschärft sich rasant. Binnen eines Jahres stieg das Defizit um 8,6 Prozent auf nun mehr 63,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts und verletzt somit die kritische 60-Prozentmarke des europäischen Stabiltätspakets. Zuletzt hatte Spanien 1998 mit einer Schuldenquote in ähnlicher Höhe zu kämpfen.

Sorgen bereitet Madrid vor allem die hohe Arbeitslosenrate von rund 21 Prozent. Mit diesem Wert liegt der Sonnenstaat an der Spitze der Industrieländer. Dadurch bedingt befürchtet Madrid ein weiteres Ansteigen der Staatsausgaben auf rund 69 Prozent zum Jahresende.

Unterdessen demonstrieren viele Bürger seit Wochen im Zentrum Madrids. Ihr Protest richtet sich gegen Arbeitslosigkeit, Einsparungen und ein nach ihrer Überzeugung korruptes Wirtschaftssystem.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spanien, Protest, Schulden, Arbeitslosigkeit, Haushaltsdefizit
Quelle: www.rp-online.de

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18.06.2011 09:50 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Noch ist Spanien weit entfernt vom deutschen Schuldenstand, der Ende 2010 bei 83,2% angelangt ist. Erst dieses Frühjahr - nach einem Jahr der Mäßigung - durch die Gewerkschaften wieder Lohnerhöhungen von über 3% durchgesetzt werden konnten. Zur Erhöhung der von Frau Merkel geforderten Wettbewerbsfähigkeit trägt dies wohl kaum bei, wohl aber zu dauerhaften Transferleistungen aus Berlin - spätestens nach dem Aufbrechen der Subprime-Krise beim Ansteigen des allg. Zinsniveaus.
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18.06.2011 11:11 Uhr von artefaktum
 
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