16.06.11 16:56 Uhr
 371
 

Obskure Rassevorschriften: Jusos fordern SPD-Ausschluss von Burschenschaftsmitgliedern

Nachdem fragwürdige Vorschriften bezüglich der rein-deutschen Abstammung von Burschenschaftlern an die Öffentlichkeit gelangt waren (ShortNews berichtete), will die SPD nun Konsequenzen ziehen. Juso-Chef Sascha Vogt forderte den Ausschluss von Burschenschaftlern aus der SPD.

Man müsse Strategien gegen Rechtsextremismus entwickeln. Dazu gehöre auch, einen rassistischen Verband mit biologistischer Ideologie aus der Partei zu verbannen. Bereits 2005 hatte die SPD entschieden, dass die Mitgliedschaft bei einer solchen Vereinigung grundsätzlich nicht mit der SPD vereinbar sei.

Allerdings scheiterte der sogenannte Unvereinbarkeitsbeschluss am Parteivorstand. In der Satzung der deutschen Burschenschaft, dem Dachverband der rechtsorientierten Gruppierungen, steht ausdrücklich: "Personen mit mehrheitlich außereuropäischen Vorfahren sind (...) keine Angehörigen des deutschen Volkes".


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: maude
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Debatte, Rassismus, Rechtsextremismus, Rauswurf, Ausschluss, Jusos, Burschenschaft
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch
Ermutigung für Whistleblower: Netzwerk gründete Rechtshilfefonds
Volker Beck ohne sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.06.2011 17:02 Uhr von Pils28
 
+6 | -8
 
ANZEIGEN
An sich schon etwas obskure Kriterien: allerdings soll es einem doch egal sein, was bei irgendwelchen Vereinen geschieht.
Kommentar ansehen
16.06.2011 17:33 Uhr von Quintilian
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
News falsch: Die News gibt völlig verdrehte Tatsachen wieder.

Fakt: Diese "Rassevorschriften" existieren nicht!

Fakt:
Es handelt sich hier nicht um alle Burschenschaften, sondern nur diejenigen, die in dem Dachverband "Deutsche Burschenschaft" organisiert sind und in diesem Dachverband hat 1(!) Verbindung den Antrag gestellt, dass zukünftig der Deutsche Pass nicht mehr ausreiche, um Deutsch zu sein.

Fakt: Über diesen Antrag wird erst noch entschieden und es ist zweifelhaft, dass dieser aucn nur annähernd eine ausreichende Mehrheit bekommt.

Fakt: Das Zitat am Ende gibt nur den gebräuchlichen Usus in Deutschland wieder. -> Stichwort: EU-Ausländer und Nicht-EU-Ausländer.
Wenn man das Deutsche Volk als Mischung europäischer Volksgruppen durch Völkerwanderungs und Kriege sieht, dann ist an dem Passus nichts verwerfliches.
Kommentar ansehen
16.06.2011 17:59 Uhr von Quintilian
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@ comic1: Jede Gemeinschaft braucht eben einen gemeinsamen kleinsten Nenner, auf den man sich verständigt. Wozu sonst sollte man sich sonst zu einer Gemeinschaft zusammen finden, wenn nicht um gemeinsam etwas zu tun, das allen gemein ist?

Niemand träte dem Schalke-Fanclub bei, der eigentlich Bremen-Fan ist. Keiner würde im türkischen Kulturverein mitmachen, wenn er sich nicht zumindest Land und Leuten verbunden fühlt. Auch als Nichttürke.

Niemand träte der SPD bei, wenn mit deren Parteiprogramm nicht zumindest in großen Teilen übereinstimmt.
Kommentar ansehen
16.06.2011 18:25 Uhr von T¡ppfehler
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
SPD: Ist das nicht die Partei, die einen extrem großen Mitgliederschwund hat? Die nehmen scheinbar nicht Jeden. ;-)

Wenn die Burschenschaften wirklich so braun wären, wie sie dargestellt werden, würde sich wohl kaum ein Mitglied von denen in die SPD verirren.
Solche Aussagen von den Jusos sind völlig sinnlos und dienen nur der Stimmungmache.
Kommentar ansehen
16.06.2011 21:08 Uhr von cheetah181
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Die Burschenschaft ist wohl nicht das Problem, denn dort wurde dieser "völkische" Antrag abgelehnt. Aber über einige Kommentare hier muss man sich schon wundern...

In dem Fall um den es geht wird die Staatsangehörigkeit der Eltern als Beweis für das "Nicht-Deutsche" herangezogen. Es geht also um das Blut - und das ist rassistisch.

"Keiner würde im türkischen Kulturverein mitmachen, wenn er sich nicht zumindest Land und Leuten verbunden fühlt. Auch als Nichttürke."

Eben, wenn allerdings Verbundenheit oder sogar Geburt in der Türkei und einwandfreies Türkisch nicht ausreicht, weil die Eltern angeblich nicht "türkisch genug" sind, dann wäre das genauso Rassismus.

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
Kommentar ansehen
16.06.2011 21:49 Uhr von mattenb
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@Quintilian: Auch als Verein bist du verpflichtet sich nach Recht und Gesetz zu richten... wer den Passus "Personen mit mehrheitlich außereuropäischen Vorfahren sind (...) keine Angehörigen des deutschen Volkes" in seine Satzung setzen will, handelt rechtswidrig, da er gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt.
Kommentar ansehen
17.06.2011 00:05 Uhr von Oberhenne1980
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
nicht verwechseln: du darfst Staatszugehörigkeit, nicht mit dem klassischen Volksbegriff verwechseln, wie er im Zusammenhang mit der Völkerwanderung benutzt wird. und darauf wird ja abgezielt.
Kommentar ansehen
17.06.2011 07:34 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Die News ist falsch: da es nicht um die Zugehörigkeit von Burschenschaften allgemein gilt sondern um die Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft in einer Verbindung unter dem Dachverband DB und zeitgleicher Mitgliedschaft bei den Jusos.

Und weiterhin wurde der Antrag zurückgezogen, da er innerhalb der DB keine Mehrheit finden würde.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Frauenmord-Verdächtiger ist 17 Jähriger Afghane
The Last of Us 2 - Fortsetzung des Kult-Spiels kommt
Busenwunder Bettie Ballhaus: Nackter Adventskalender im Netz


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?