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Bei Krebs wird gespart

Dass 65 Prozent der Ärzte sich auch bei einer Krebstherapie eher für die günstigere Variante entscheiden, wenn beide Möglichkeiten gleichwertige Resultate erbringen, scheint einleuchtend. Schließlich sollte man keine Ressourcen verschwenden.

Dass jedoch nach Aussage von aktiven Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sogar 59 Prozent der Ärzte für den Patienten nützliche Therapien aus Kostengründen unterlassen werden, klingt schon skandalöser.

19 Prozent der Onkologen verzichten sogar auf Therapien, die für die Patienten einen erheblichen Nutzen bringen würden, um Geld zu sparen. Zuvor haben bereits Intensivmediziner und Kardiologen zugegeben, den Patienten aus Kostengründen keine optimale Behandlung zukommen zu lassen.


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WebReporter: KingPR
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Krebs, Medizin, Behandlung, Heilung
Quelle: www.aerztezeitung.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2011 06:21 Uhr von KingPR
 
+10 | -1
 
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Sicher kann man nicht Alles bezahlen, aber bei Therapien die die Chancen auf das Überleben drastisch erhöhen darf man eigentlich nicht sparen. Ich persönlich halte das für einen Skandal, wo immer behauptet wird, dass unser Gesundheitssystem zu den besten der Welt gehört.
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16.06.2011 08:53 Uhr von Podeda
 
+18 | -1
 
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Welcher Arzt kann es mit seinem Gewissen vereinbaren, einem Menschen eine hilfreiche Therapie vorzuenthalten, nur um Kosten zu Sparen???

Die Menschheit ist schlecht!
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16.06.2011 10:43 Uhr von 338LM
 
+2 | -0
 
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Gerade in Kliniken entscheiden andere, allermeist Nichtmediziner, wieviel Geld die Behandlung kosten darf. Im Aufsichtsrat sitzen dann BWLer und andere, die von medizinischer Behandlung keine Ahnung haben und kalkulieren, bis wann eine Behandlung für die Klinik noch profitabel ist.

Krankenhäuser (vor allem die nicht kommunalen) sollen heute in erster Linie Geld abwerfen, bedenklich, wie ich finde.

Der Arzt ist gesetztlich verpflichtet, ökonomisch zu handeln...in der Praxis geht das aber noch viel weiter, überall soll ja der Gewinn maximiert werden. Auf Kosten der Patientenversorgung, der Ärzte und Pfleger. Nutznießer sind dabei wie so oft nur Aktionärsgesellschaften oder andere Investoren.
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16.06.2011 10:52 Uhr von XvT0x
 
+2 | -0
 
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hmm: ich denke das hat weniger mit der entscheidung des arztes zu tun, als mit der finanzierung der krankenkassen. in der news steht leider nicht drin ob alle therapien von der krankenkasse übernommen werden würden.

wenn dem nämlich nicht so ist, ist es klar das die ärzte nicht die patienten nochmal extra für ihre eigene therapie blechen lassen wollen.
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16.06.2011 11:19 Uhr von Raven04.82
 
+1 | -1
 
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Die Menschheit braucht ein weltweit "kostenloses" Gesundheitssystem!!!

Solche Nachrichten zeigen doch offensichtlich wie pervers und falsch unsere Gesellschaft in Wahrheit ist! Jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit, gleichgültig wer er ist und was er tut... warum lässt man es zu, dass die Menscheit durch Geld in zwei Klassen unterteilt werden kann? Gerade im medizinischen Bereich sollte jeder einzelne Mensch vom Wissen provitieren können... und nicht nur diejenigen die es sich leisten können!

Klar gibt es Materialien die rar sind und dementsprechend auch seinen Preis haben... aber solche Materialien sollten dann NUR der Forschung zur Verfügung stehen um so schnell wie möglich heraus finden zu können, wie man diese Materialen eben synthetisieren kann.

Hier bräuchte man eine Art "Open Project"... ein "kostenloses" Gesundheitssystem geht jeden einzelnen Menschen etwas an, also sollten sich auch soviele Menschen wie möglich daran beteiligen, ein solches System zu entwickeln!

Die Menschheit braucht wieder Ideale oder eben Idealvorstellungen! Ziele die Hoffnungen wecken... nur dadurch kann sich die Menschheit weiterentwickeln! Unser derzeitiges Geldsystem ist unser Untergang!

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