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Island: Dank Pleite gehts wieder bergauf

Island hat sich überraschend schnell von seiner Staatspleite erholt. Nach einigen Jahren der Abstinenz kehrte der Inselstaat vergangene Woche wieder auf die Anleihemärkte zurück, der Finanzmarkt fasst neues Vertrauen. Offenbar hat das Prinzip "bankrupting yourself to recovery" das Land wieder auf eine solide Basis gestellt.

In der Krise übernahm Reykjavík das Inlandsgeschäft von insolventen Banken, Gläubiger aus dem Ausland ließ es zunächst auf Forderungen von rund 85 Milliarden Dollar sitzen. Dies führte zwar zeitweise zu Verärgerung und Auseinandersetzungen vor ausländischen Gerichten, doch dank der Abwertung der Krone sind isländische Produkte heute wieder gefragt.

Im Gegensatz zu Euro-Sorgenkindern wirtschaftete Island im Krisenjahr 2009 diszipliniert und verzichtete auf eine Lockerung seiner Ausgabenpolitik. Die Rosskur lohnte sich offenbar: In diesem Jahr wächst Islands Wirtschaft um 2, 2 Prozent, im kommenden Jahr voraussichtlich um 2,9 Prozent. Mittlerweile kauft das Land wieder Euro-Anleihen zurück.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Pleite, Island, Dank, Erholung
Quelle: www.ftd.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2011 23:39 Uhr von Perisecor
 
+3 | -8
 
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Island hat auch nur 5 Einwohner und relativ rare Exportgüter, wohingegen Griechenland und Spanien vor allem den Tourismus haben. Und der ist in Island noch lange nicht wieder auf dem Niveau, auf dem er vor der Pleite war.

Wie das bei Ländern abläuft, deren Arbeitsmoral und Zuverlässigkeit eher denen der Griechen ähnelt, kann ja mal nach Argentinien oder Russland (und das hat dazu noch extrem große Vorkommen an Rohstoffen) schauen.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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16.06.2011 01:01 Uhr von Funkensturm
 
+1 | -0
 
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Wo ist den: dDeutschland im arsch wie du es nennt ?
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16.06.2011 01:08 Uhr von Perisecor
 
+3 | -4
 
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@ephemunch: "Nein, antworten brauchst du mir nicht."

Warum machst du dann so ein Fass auf? Weil dir die Wahrheit nicht passt? Gehörst du auch zu den Leuten, die nix leisten und nur die Hand aufhalten?


"Warst du überhaupt nur 1x in Griechenland, Russland oder in Argentinien ?"

Ich war unzählige male in Russland und drei Mal in Argentinien und ich habe genug (Geschäfts)Kontakte in diese Regionen und weiß, wie dort der Hase läuft. Oder eben auch nicht.


"Schon alleine die Russen als faul zu bezeichnen ist echt eine harte Nummer."

Ich habe die Russen nicht als faul bezeichnet. Ich bemängle die dort herrschende Arbeitsmoral und vor allem die Zuverlässigkeit der dort hergestellten Waren.

"Wenn du nur wüsstest wie die meisten Russen dort schuften müssen um überhaupt über die Runden zu kommen"

Nicht schlimmer als in anderen Ländern. Für die große Fresse, die Russland aber immer hat, haben die Waren einfach eine zu schlechte Qualität. Selbst militärisches Equipment - und das ist ohne Frage der führende Zweig dort - wird mit diesem "wird schon irgendwie gehen und was nicht passt, wird eben passend gemacht" Anspruch hergestellt.

Hab ich oft genug erlebt, selbst bei Sukhoi und MiG bzw. UAC.

Im Gegensatz zu den Griechen sind die Russen aber wenigstens pünktlich. Meistens. Oder zumindest überhaupt mal.


"Deine langsam echt nervende Hetze gegen andere Nationen ist dermaßen fürchterlich."

Jap, ich blas anderen Nationen halt keinen Zucker in den Arsch, nur weil es nach fragwürdigen moralischen Grundsätzen nicht erlaubt ist, sie als faul und/oder aus anderen Gründen als nicht konkurrenzfähig hinzustellen.

Bis auf deine ewigen Beleidigungen lieferst du halt einfach keine Fakten.

Die Argentinien-Krise hat bis heute Auswirkungen und die Produktivität dort ist einfach mies, genau so wie der Lebensstandard.

Aber davon hast du ja, wie du selbst zugibst, keine Ahnung.
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16.06.2011 01:13 Uhr von all_in
 
+2 | -2
 
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@ephemunch: Na, mit Russland hat Perisicor aber nicht ganz unrecht. Vergleicht man die russische mit der deutschen Arbeitsmoral und Arbeitseinstellung gibt es schon gravierende Unterschiede. Was meinst du, warum dort sehr viele Firmen lieber schwarz einstellen als weiß? In Russland gibt es strenge Arbeitnehmerschutzgesetze, hat man jemanden erst fest eingestellt, wird es selbst dann hart in loszuwerden, wenn er die faulste Sau vom Dienst ist. Und das nutzen genug Arbeitnehmer aus, natürlich nicht alle, gibt auch viele hart arbeitende Menschen, aber wohl im Durchschnitt bei weitem mehr als zum Beispiel in Deutschland. Deshalb bieten Firmen viel lieber Schwarzarbeit an, diese Schwarzarbeiter wird man nämlich schnell und unproblematisch los, wenn man feststellt, dass der Typ nichts taugt.

Außerdem muss man die Arbeitnehmer in Russland auch mehr antreiben als in Deutschland und ihnen auch öfter auf die Finger schauen.

Wie schon gesagt, songanz unrecht hat Peresicor nicht.
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16.06.2011 01:30 Uhr von Perisecor
 
+3 | -2
 
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@ all_in: Das ist doch viel weitreichender.

In Russland (und vielen anderen Ländern) laufen Dinge einfach total anders ab.
Eine Sovremenny hat sich irgendwo den Rumpf aufgerissen und während man in quasi jedem westlichen Land einen Termin im Trockendock gebucht hätte, wurde das in Russland mal eben provisorisch mit Holz gelöst. Hält ja auch. Irgendwie. Hoffentlich.


Munition usw. wird dort quasi standardmäßig in "Lagerhäusern" oder schlicht Eisenbahnwaggongs gelagert.

Bei einem Besuch bei einem der größten Flugzeugwerke Russlands hatte ich mehr Angst, dort lebend wieder rauszukommen, als im Irak. Teile die von der Decke oder aus hoher Höhe fallen? Passiert halt! Schweißen mit Schutzmaske? Das ist nix für richtige Kerle! Aufräumen wenn potentielle Geschäftspartner kommen? Unwichtig! Alkohol am Arbeitsplatz? Ist völlig ok - immerhin werden dort nur Militärmaschinen gebaut und nicht auch geflogen.

Wie gesagt, all das ist nicht so schlimm, wie es in Griechenland ist. Dort tauchen die Leute nämlich gar nicht auf. Ein deutscher Bekannter von mir hat, als der Solar-Boom vor ein paar Jahren so richtig los ging, in Griechenland Fuß gefasst. Große Pläne wurden geschmiedet, u.a. Regierungsaufträge an Land gezogen.

Was war?
Letztlich mussten Arbeiter aus Westeuropa angeheuert werden, weil sich dort nicht genug Leute fanden und wenn, dann Termine eher eine Art Richtlinie waren - genau so wie Qualität.

Aber das ist natürlich auch alles nur böse Hetze. Lustig, dass man diese Erfahrungen von allen Seiten hört. Sogar von Leuten, die nur zum Urlaub in Griechenland waren. Schlecht gemachte Zimmer, mieses Essen, streikendes Fährpersonal.

Ist aber sicher auch nur alles böse Propaganda. Wahrscheinlich wurden all diese Leute bei ihrer Rückreise am Flughafen von BILD Reportern mit einer Waffe bedroht, damit sie ja überall herumerzählen, wie schlimm es in Griechenland war.



Denn immerhin ist alles, was nicht sein darf, Hetze und Propaganda und wird nur von Trollen verbreitet. So Leute wie ephemunch sitzen nämlich im Vorstand von KMW und wissen, wie toll und pünktlich Griechenland seine Schulden begleicht. :P
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16.06.2011 08:48 Uhr von artefaktum
 
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Interessant diese teilweise schwarz-weiß BILD-Logik hier von einigen:

Land A = grundsätzliche fleißig
Land B = grundsätzlich faul

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