15.06.11 19:04 Uhr
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Porsche-Testfahrer verursacht schweren Verkehrsunfall

Ein Porsche-Testfahrer hat heute auf der Autobahn 71 einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Sein Fahrzeug war gegen den Anhänger eines Lastwagens geprallt.

Dabei überschlug sich der Porsche Cayenne und kam erst nach rund 70 Metern zum Erliegen. Der Fahrer des Porsche wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Er wurde in ein Krankenhaus geflogen, ein Beifahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Der Sachschaden wird mit rund 120.000 Euro angegeben.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Verletzung, Porsche, Verkehrsunfall, LKW
Quelle: www.mainpost.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2011 19:11 Uhr von Bonifacius
 
+19 | -48
 
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15.06.2011 19:27 Uhr von Stefan62
 
+38 | -7
 
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LKW-Fahrer Schuld ? Mich nerven die auch, aber schliesslich ist jeder für sein Fahrzeug und den geschwindigkeitsangpassten Sicherheitsabstand verantwortlich. Von schlechten Sichtverhältnissen steht nichts in der Quelle, also wird der Porsche schon ziemlich schnell unterwegs gewesen sein.
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15.06.2011 19:37 Uhr von -greenfrog-
 
+25 | -5
 
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Klar: nerven die LKW-Rennen aber so wie Stefan62 schon schrieb muss man immer angepasst fahren. Würden sich daran alle halten wären die Unfälle auf ein minimum gesenkt!
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15.06.2011 19:39 Uhr von NoGo
 
+12 | -16
 
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Porsche-Testfahrzeug verursacht cool, hat sich das Fahrzeug selbst gelenkt?
Ich würde eher sagen "Porsche-Testfahrer verursacht ..." aber naja.
Mal ganz davon abgesehen, dass erst vor ein paar Jahren auch ein Porsche-Testfahrer einen schweren Unfall verursacht hat oder irre ich mich? Scheint ja eine ganz schön wilde Truppe zu sein bei Porsche.
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15.06.2011 19:43 Uhr von Bonifacius
 
+11 | -6
 
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@NoGo: war von Mercedes
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15.06.2011 19:52 Uhr von ted1405
 
+15 | -2
 
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Der arme Porsche kam zum Erliegen ...
Bin ich der einzige, der sich an der Formulierung stört?

Na jedenfalls:
Angepasstes Fahren gilt auch für die LKW-Fahrer. Für mich zählt dazu dann unter anderem, nicht einfach rücksichtslos auf die Überhohlspur zu ziehen. Das allerdings erlebt man leider immer wieder mal.
Egal - das wäre gemutmaßt. Wie der Unfall passierte, geht aus der News nicht hervor, also braucht man sich auch keinen Kopp machen, wer Schuld is oder warum es dazu kam.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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15.06.2011 19:56 Uhr von Perisecor
 
+23 | -4
 
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Steht doch in der Quelle was passiert ist:

"Laut Polizei wollte ein Lkw-Fahrer einen anderen Lkw überholen. Der 31-jährige Fahrer des Porsche Cayenne, der sich zu diesem Zeitpunkt mit hoher Geschwindigkeit auf der Überholspur befand, zog das Fahrzeug nach rechts, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Dabei streifte der Sportwagen mit der Vorderseite den Anhänger. "

Der LKW-Faher hat unüberlegt rausgezogen, der Porschefahrer konnte nicht mehr bremsen, hat deswegen nach rechts gezogen, dabei aber den Anhänger gestreift und sich daraufhin überschlagen.

Angepasste Geschwindigkeit bedeutet nicht, dass man über die Autobahn schleichen muss. Wenn ich 100km/h fahre und ein LKW zieht genau vor mir raus, dann ergibt sich ein prinzipiell ähnliches Unfallbild. Vermeiden ließe sich das nur, wenn man langsamer als LKW fährt - dann gibt´s aber unter Umständen Auffahrunfälle.

Edit:
Die A71 ist übrigens, aus eigener Erfahrung, eine der Autobahnen, die man quasi zu jeder Tageszeit mit Tempomat >250 fahren kann. Stellen, die das nicht ermöglichen, sind dort sowieso begrenzt.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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15.06.2011 20:00 Uhr von plonkkkkk
 
+3 | -2
 
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@Perisecor: "Die A71 ist übrigens, aus eigener Erfahrung, eine der Autobahnen, die man quasi zu jeder Tageszeit mit Tempomat >250 fahren kann. Stellen, die das nicht ermöglichen, sind dort sowieso begrenzt."

Du hast schon recht, aber wo ist denn auf der A71 was begrenzt? Also auf West-Seite ist da keine Begrenzung. Im Osten war ich noch nicht oft.
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15.06.2011 20:13 Uhr von Dracultepes
 
+9 | -6
 
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Das schöne Auto. Ich hoffe der Brummifahrer kriegt einen drauf. Punkte fahrverbot und so.
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15.06.2011 20:37 Uhr von Xeeran
 
+15 | -3
 
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Ich: hatte selbst schon das "Vergnügen" eines solchen Elefantenrennens bei dem der eine LKW einfach rausgezogen ist und ich mit 200km/h eine Vollbremsung hinlegen musste. Wenn man nur wenige 100m Zeit hat zu reagieren und zum "stehen" zu kommen, bei einem Geschwindigkeitsunterschied von 120km/h, dann weiß man wie beschissen solche Situationen sind und wie wenig eine "angepasste Fahrweise" dabei hilft, zumal auf vielen zweispurigen Strecken Überholverbote für LKWs gelten.
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15.06.2011 20:48 Uhr von Scopion-c
 
+5 | -7
 
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Rechtlich gesehen ist: der Porschefahrer mitschuld.

Wäre er Richtgeschwindigkeit 130km/h gefahren wäre der Unfall vermeidbar gewesen und damit trifft den Porsche eine Mitschuld und die dürfte bei ca. 50% liegen.

Im übrigen halte ich den bezifferten Schaden für viel zu gering. So ein Anhänger ist nicht billig und der Cayenne ist auch nahe an der 80.000 Euro Grenze wenn nicht sogar drüber.
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15.06.2011 20:50 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@plonkkkkk: Im Bereich der Tunnel und Brücken des Thüringer Waldes, inkl. Verkehrsüberwachungssysteme aller Art - man kann die erlaubten 80km/h also nicht wirklich bedeutend übertreten, sofern man nicht Post bekommen möchte :)

Bin da nun auch nicht täglich unterwegs, aber immer, wenn ich mit dem Auto von Stuttgart nach Berlin muss, ist das meine bevorzugte Route. Freue mich schon, wenn die A3 bei Würzburg endlich fertig ist.
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15.06.2011 21:27 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -2
 
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Hatte letzte Woche ein Erlebnis mit knapp über 80 km/h. Ich war mit dem Anhänger (100er Zulassung) unterwegs und wollte einen Lkw überholen. Als ich ihn nach nur wenigen Sekunden erreicht habe, zieht er plötzlich raus. Ohne meine Vollbremsung hätte er mich gerammt.
Solche Idioten gibt es leider immer wieder.
Und nein, eine angepasste Fahrweise und/oder niedriges Tempo helfen einem dabei auch nicht.
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15.06.2011 21:32 Uhr von Lykantroph
 
+3 | -7
 
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@Xeeran: "[...]dann weiß man wie beschissen solche Situationen sind und wie wenig eine "angepasste Fahrweise" dabei hilft, zumal auf vielen zweispurigen Strecken Überholverbote für LKWs gelten."

Mal davon abgesehen, dass es in der Tat eine Sauerei ist, dass LKW-Fahrer permanent ohne zu gucken rausziehen und man diese massiv bestrafen müsste:

Wenn du anstatt 200km/h nur 130km/h gefahren wärst, wäre es ein verschmerzbarer Unterschied von 50kmh gewesen, den du hättest runterbremsen müssen. Soviel zu "angepasste Fahrweise hilft nicht".

Aber mit solchen Phrasen bin ich hier eh auf verlorenem Posten. Ich denke PeterLustig wird mir da zustimmen ;)
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15.06.2011 21:41 Uhr von requato
 
+7 | -1
 
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Titel falsch? In der Quelle wird nicht erwähnt, wer Schuld an dem Unfall hat. Es kann also sowohl der LKW-Fahrer nicht aufgepasst haben und den Porsche somit zum Ausweichen gezwungen haben oder der Fahrer vom Porsche war unaufmerksam und hat den LKW zu spät bemerkt.

Aber hier in der News wird es so dargestellt, als wäre der Testfahrer schuld, was aus der Quelle so nicht hervorgeht. Weder seine Schuld noch seine Unschuld wird in der Quelle erwähnt. Von daher finde ich die Tatsachen hier in der News verzerrt.
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15.06.2011 22:00 Uhr von KingPiKe
 
+10 | -0
 
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LKW: Mich hat auch schonmal fast so ein LKW mitgenommen.
Freigegebene Autobahn - 3-spurig. Es war wenig Verkehr und ich fahre auf der mittleren Spur mit 160 (gerade Strecke, trocken, gute Sicht). Plötzlich fängt ein LKW vor mir auf der rechten Spur an zu blinken und zieht aber im gleichen Moment rüber. Da konnte ich auch nurnoch nach links ziehen, bin fast ins Schleudern gekommen, konnte das Fahrzeug aber noch halten.

Bin dann erstmal bei der nächsten Abfahrt raus und hab eine geraucht (was ich damals noch tat).

Das war echt krass. Das sind die Fahrer, die erst bei der Lenkbewegung dann den Blinker setzen, weil alles andere ja zu anstrengend wäre. Davon gibts aber auch in PKWs genug.
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15.06.2011 22:09 Uhr von savage70
 
+0 | -2
 
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Also ich bin froh das außer den Fahrern niemand verletzt wurde.
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15.06.2011 23:03 Uhr von TheRoadrunner
 
+5 | -3
 
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Schuldfrage: Sicher gibt es LKW-Fahrer, die unüberlegt rausziehen und dadurch andere gefährden.
Jedoch sollte jedem klar sein, dass er bei Tempo signifikant > 130 automatisch eine Mitschuld bekommt. Und eventuelle Minus-Klicks ändern daran nichts ;)

@ Tempo 250: wenn die Strecke schnurgerade ist und meilenweit kein anderes Fahrzeug zu sehen ist - von mir aus. Wenn es aber z.B. eine zweispurige Fahrbahn ist und auch nur irgendwo andere Fahrzeuge zu sehen sind oder man eben nicht meilenweit voraussieht, dann ist 250 einfach verantwortungslos.
Versteht ihr? Einem verantwortungsvollen Fahrer *kann* es gar nicht passieren, dass bei Tempo 250 plötzlich ein LKW-Fahrer vor ihm ausschert.

Generell halte ich es so, dass ich versuche, für andere Verkehrsteilnehmer mitzudenken und etwaige Fehler vorauszuahnen.
Beispiel: ich bin mal auf eine weit einsehbare Kreuzung mit Ampel zugefahren, hatte grün, 60 erlaubt, ich mit 65-70 unterwegs. Von rechts kommt ein Fahrzeug, das rot haben muss (außer die Ampel spinnt)... etwa gleiches Tempo wie ich, aber keine Anstalten macht abzubremsen. Wenn ich nicht deutlich gebremst hätte, hätte es wohl gekracht, weil der einfach weitergefahren ist, als obs die Ampel gar nicht gäbe bzw. sie grün wäre.
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15.06.2011 23:12 Uhr von Perisecor
 
+3 | -2
 
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@TheRoadrunner

"dass er bei Tempo signifikant > 130 automatisch eine Mitschuld bekommt. Und eventuelle Minus-Klicks ändern daran nichts "

Das sieht die gängige Rechtsprechung anders. Bei grober Fahrlässigkeit kommt man durchaus schuldlos heraus, auch wenn man deutlich über der Richtgeschwindigkeit unterwegs war.


"dann ist 250 einfach verantwortungslos"

Nö.


"Einem verantwortungsvollen Fahrer *kann* es gar nicht passieren, dass bei Tempo 250 plötzlich ein LKW-Fahrer vor ihm ausschert."

Natürlich kann sowas passieren. Einem verantwortungsvollen Fahrer kann das auch bei 80km/h passieren. Manche Dinge kann man einfach nicht beeinflussen.


@Lykantroph

"Wenn du anstatt 200km/h nur 130km/h gefahren wärst, wäre es ein verschmerzbarer Unterschied von 50kmh gewesen, den du hättest runterbremsen müssen."

Und wenn er daheim geblieben wäre, hätte er gar nicht bremsen müssen.
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15.06.2011 23:26 Uhr von Winneh
 
+3 | -1
 
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Wie: kommen hier manche drauf das die RICHTgeschwindigkeit hier irgendwas mit der Schuldfrage zu tun hätte?
So wie es die Quelle schreibt ist die Sachlage relativ eindeutig.
Der LKW ist so kurz vor ihm rausgezogen, das ein ex Rennfahrer(!) nicht mehr in der Lage war zu bremsen, es nichtmal mehr geschafft hat erfolgreich auszuweichen.
Jeder der öfters Autobahn fährt kennt solche Pfeifen. Manchmal kann man sie am Verhalten im Vorfeld erkennen und vorher schon reagieren - bei manchen funktioniert auch das nicht.
Da spielt das wirklich keine Geige ob ich 120 fahre und der zieht 10m mit 80 vor mir raus, oder ob ich 250 fahre und der zieht dann bei 50m raus.

Ein Auto hat Spiegel, und die sind nicht nur zum Schminken oder einparken...
Diese "schnell noch mal eben überholen" Mentalität ist das. Mit anderen Worten: Fahren ohne Hirn!
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15.06.2011 23:35 Uhr von Xeeran
 
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Bla: "[...]Wenn du anstatt 200km/h nur 130km/h gefahren wärst, wäre es ein verschmerzbarer Unterschied von 50kmh gewesen, den du hättest runterbremsen müssen. Soviel zu "angepasste Fahrweise hilft nicht[...]"

Ich fahre meinen Fahrkenntnissen entsprechend, den Straßenverkehrsverhältnissen und dem Wetter. Ich halte den Sicherheitsabstand ein und die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Mein Fahrzeug ist verkehrssicher und die Bremsen in Ordnung. Wenn ich also mit 200km/h (mit der A65 hab ich eine Autobahn vor der Tür die das erlaubt) fahre und ein LKW eine verkehrswidrige Handlung begeht und ich mit meinen 200km/h, die den Straßenverhältnissen wie gesagt angepasst sind, nicht mehr bremsen kann, dann liegt noch gleich bei wem die Schuld? Ach stimmt, bei meinen Eltern, die haben mich schließlich geboren...Hohle Phrasen bleiben hohl!
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15.06.2011 23:39 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ perisecor: >> Das sieht die gängige Rechtsprechung anders. Bei grober Fahrlässigkeit kommt man durchaus schuldlos heraus, auch wenn man deutlich über der Richtgeschwindigkeit unterwegs war.

Jetzt ist die Frage, was grobe Fahrlässigkeit ist. Wenn ich die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs unterschätzt habe, das mit 250 angerauscht kommt und er mir deswegen drauf knallt, wird das kaum als grob fahrlässig beurteilt werden. Siehe auch hier:
http://www.welt.de/...
Der Artikel ist zwar von 2008, aber meines Wissens hat sich da nichts geändert. Falls doch, bitte um Link.

Es wird wohl auch zwischen Mitschuld und Mithaftung unterschieden. Subjektiv gesehen hilft es mir jedoch wenig, wenn ich keine Mitschuld bekomme, aber trotzdem mithafte.

>> Nö.
Doch. Siehe meine erste Erklärung, siehe Link.
Zitat: Schon wenn auf den rechten Spuren Autos fahren, sollten Fahrer auf der linken Spur die Richtgeschwindigkeit einhalten, empfiehlt ADAC-Spezialist Kuhn. "Es besteht immer die Gefahr dass jemand ausschert."


>> Natürlich kann sowas passieren. Einem verantwortungsvollen Fahrer kann das auch bei 80km/h passieren. Manche Dinge kann man einfach nicht beeinflussen.
Die Rechtsprechung sieht oder zumindest sah das anders: Wenn du mit 130 überholst und jemand ausschert, ist derjenige zu 100% Schuld. Wenn du mit "nur" 160 oder gar 250 unterwegs bist, siehts anders aus - Beispiel siehe Link.

>> Und wenn er daheim geblieben wäre, hätte er gar nicht bremsen müssen.
Oder wenn man selber daheim geblieben wäre. Was aber nunmal nicht der Sinn der Sache ist, wenn man ein Auto hat. Aber: wenn man mit 200 unterwegs ist, ist das Risiko eines Unfalls signifikant höher als bei Tempo 130, und deswegen muss man mithaften. So sieht oder sah es zumindest das BGH.

Noch ein aktuelleres Beispiel:
http://www.autogazette.de/...
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15.06.2011 23:41 Uhr von Jolly.Roger
 
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Richtgeschwindigkeit? "Wäre er Richtgeschwindigkeit 130km/h gefahren wäre der Unfall vermeidbar gewesen..."

"Wenn du anstatt 200km/h nur 130km/h gefahren wärst, wäre es ein verschmerzbarer Unterschied von 50kmh gewesen, den du hättest runterbremsen müssen. Soviel zu "angepasste Fahrweise hilft nicht"."

Lustig, wie manche sich hinter der Richtgeschwindigkeit in Sicherheit bringen wollen.
Als ob nicht genug Unfälle auch unterhalb dieser Grenze passieren. Die 50 km/h können auch zuviel sein, wenn der LKW nur 20m vor dir rauszieht und du nicht die Aufmerksamkeit an den Tag legst, die man bei Tempo 200 hätte.

Wieso wäre der Unfall "vermeindbar" gewesen, wenn er nur 130 gefahren wäre? Verstehe, er wäre dann gar nicht an der Stelle gewesen, sondern noch 30km davor.....sehr logisch....


Wenn man sieht, wie sorglos die Leute in 130er-Beschränkungen die Spur wechseln, dann dürfte klar sein, dass die Zahl der Unfälle dort nicht geringer ist. Einzig und allein die Schwere der Unfälle durch die niedrigere Geschwindigkeit ändert sich.


Der ist gut:
"Zitat: Schon wenn auf den rechten Spuren Autos fahren, sollten Fahrer auf der linken Spur die Richtgeschwindigkeit einhalten, empfiehlt ADAC-Spezialist Kuhn. "Es besteht immer die Gefahr dass jemand ausschert."

Führt man den Gedanken fort, kommt folgender Unsinn dabei raus:
Da immer die Gefahr gesteht, dass sich jemand verkehrsordnungswidrig und damit gefährdend für andere verhält, sollte man sein Auto ganz stehen lassen und auch weder mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß unterwegs sein. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln ist man gänzlich dem Fehlverhalten des Fahrers ausgeliefert.

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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15.06.2011 23:57 Uhr von TheRoadrunner
 
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noch kurz: >> Da spielt das wirklich keine Geige ob ich 120 fahre und der zieht 10m mit 80 vor mir raus, oder ob ich 250 fahre und der zieht dann bei 50m raus.
Aber wenn jemand 50m vor dir rauszieht, spielt es eine Rolle, ob du 120 oder 250 fährst.

>> Wenn ich also mit 200km/h (mit der A65 hab ich eine Autobahn vor der Tür die das erlaubt) fahre und ein LKW eine verkehrswidrige Handlung begeht und ich mit meinen 200km/h, die den Straßenverhältnissen wie gesagt angepasst sind [...]
Zu den Straßenverhältnissen gehört auch der Straßenverkehr. In dem eben von mir geposteten Link kannst du nachlesen, dass Tempo 200 bei Verkehr auf der rechten Spur als nicht angepasst erachtet werden.

>> Wieso wäre der Unfall "vermeidbar" gewesen, wenn er nur 130 gefahren wäre?
Bei 130 ist der Bremsweg entsprechend kürzer bzw. der Geschwindigkeitsunterschied geringer.
Es ist nun mal anscheinend so (ich finde das auch nicht toll), dass derjenige, der schneller als 130 unterwegs war, nachweisen muss, dass der Unfall auch mit 130 passiert wäre und nicht umgekehrt.

@ Jolly: das sind nicht meine Gedanken, sondern die Gedanken eines ADAC-Menschen, der sich als Verkehrsrechtsexperten betrachtet.
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16.06.2011 00:03 Uhr von KingPR
 
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So leicht: kommt man also in die Nachrichten... einfach nen Auto in nen Laster fahren. Passiert ja nicht andauernd -.-

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