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Burschenschaften prüfen auf "rein deutsche Abstammung"

Studentische Burschenschaften sind dafür bekannt, am rechten Rand der Gesellschaft zu stehen, doch nun geht ein Dekret des Dachverbandes selbst vielen der konservativsten Mitglieder zu weit. Schon immer durften nur Deutsche Mitglied werden, doch jetzt wird auch die Abstammung überprüft.

Auslöser des Streits war der Aufnahmeantrag eines Studenten, er hatte alle nötigen Voraussetzungen erfüllt, es gab nur ein Problem: Seine Eltern sind Chinesen, er selbst hingegen besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Er wurde in die Verbindung Hansea aufgenommen.

Nun soll auf dem Eisenacher Burschentag über einen Antrag abgestimmt werden, der die Hansea aus dem Dachverband ausschließen soll. Dies geschieht auf Grundlage eines Papiers der höchsten rechtlichen Instanz des Dachverbandes. Hier wird beschrieben, wie die Abstammung eines Bewerbers zu prüfen ist.


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WebReporter: KerryKing
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Rassismus, Burschenschaft, Abstammung, Dachverband
Quelle: www.spiegel.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2011 13:12 Uhr von KerryKing
 
+20 | -20
 
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Rechtsexperten bewerten das Vorgehen des Dachverbandes als vergleichbar mit der Diffamierung der Juden im dritten Reich. In dem Artikel wird das noch deutlicher, passte leider zu wenig in die News.
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15.06.2011 13:35 Uhr von usambara
 
+68 | -35
 
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lieber ein Geschwür im After als ein deutscher Burschenschaftler.
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15.06.2011 13:45 Uhr von atrocity
 
+41 | -16
 
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Haha: Als ob es ein "deutsches Volk" mit gemeinsamen Ursprung geben würde.

In jedem Deutschen kann ein Sachse, Angelsache, Franke, Mongole, Wikinger, Römer oder sonst was stecken.
So etwas auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen kann nur schief gehen.

Deutschland ist mitten in Europa, hier gab es schon so viele Völkerwanderungen, Eroberungen und sonst was... Aber das hören die rechten nicht so gerne... dann müssten sie ja zugeben das auch Ausländer und die "Vermischung" mit diesen vollkommen normal ist udn schon zig fach in der Vergangenheit passiert.
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15.06.2011 13:47 Uhr von U.R.Wankers
 
+22 | -27
 
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rechtsradikale Truppe: diese Burschenschaften, Corps usw. Die braune Suppe kocht leider auch an Hochschulen. Prinzipiell ist die Freiheit der Wissenschaft ein hohes Gut, es sollte selbstverständlich sein, dass rechtsradikale, rassistische oder faschistische Ideen an einer Hochschule nichts verloren haben.

Der Philosophieprofessor Günther Zehm ist ins Gerede gekommen, nachdem Material zu seinen Verstrickungen im rechts-konservativen Milieu bekannt wurden. Zehm schreibt immer wieder unter dem Pseudonym Pankraz in der Jungen Freiheit und versucht insbesondere den Auschwitz-Leugner David Irving zu verteidigen. Ein kurzer Auszug aus einem Artikel von Zehm für die Junge Freiheit: "Der Holocaust ist an die Stelle Gottes getreten. Über ´das hohe C´ im Namen von Parteien darf man spotten, aber an den Holocaust muß man glauben; wer Zweifel erkennen läßt, verschwindet hinter Gittern. Nicht viel anders steht es mit Multikulti. Das Vaterland, die Polis, darf nach Belieben verhöhnt werden; wer Multikulti ablehnt, wer Zuwanderung begrenzen oder Sozialhilfe für ´Asylanten´ kürzen will, der outet sich als ´Rassist´, und das ist fast so schlimm wie ´Verharmloser des Holocaust´."
In Karlsruhe trat Prof. Klaus Weinschenk (Ex-Rep-Landesvorsitzender Berlin) bei einer Burschenschaft auf, um einen Vortrag mit dem Titel "1848-1998 Zur psychopathologischen Situation der deutschen Patriotenverfolgung". Selbiger Professor hatte schon einen "Aufrufs an alle Deutsche zur Notwehr gegen Überfremdung - der Völkermord am deutschen Volk" mitunterzeichnet und war bei diversen rechtsradikalen Veranstaltungen aufgetreten. Auch für die Burschenschaft war es nicht ihr erster zweifelhafter Vortragsabend.

Politikprofessor Hans-Helmuth Knütter (Uni Bonn) machte aus seiner rechtsradikalen politischen Gesinnung nie einen Hehl. Auf dem Treffen der rechten Sammlungsbewegung "Bund Konstruktiver Kräfte Deutschlands" warb Knütter für den Schulterschluß mit vorbestraften Rechtsextremisten: "Wir sollten uns zusammenschließen ohne Berührungsängste. Die sind ja das Schlimmste. Der eine will nicht mit dem anderen, weil der eine zu extrem ist, und der andere einer Sekte angehört.Der dritte ist umstritten, und der vierte ist, von irgendwelchen fragwürdigen Gerichtsurteilen her, vorbestraft. Und daraus folgt: Fünf Finger sind eben keine Faust. Die Finger können gebrochen werden, die Faust nicht." Als er die linke Hand ballt und dabei anhebt, applaudiert die Versammlung.
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15.06.2011 14:06 Uhr von bono2k1
 
+27 | -30
 
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Sind mal wieder ein paar Reichsstricher unterwegs? Wenn man sich mal die Minusse ansieht :) Keinen Kommentar abgeben sondern nur heimlich und leise Minus drücken *lach*

Burschenschaftler sind das [editiert]

Und kommt mir jetzt nicht mit dem Hammbacher Fest...das war einmal..und der Geist der Burschenschaft ist heute nur noch nationalistisch und mehr als braun angehaucht...
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15.06.2011 14:10 Uhr von no_trespassing
 
+17 | -19
 
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Burschenschafts-Kirmes usw. immer aggressiv: Ich besuche gelegentlich in der Gegend Disco-Parties, Kirmes, usw. bei denen sich dann herausstellt, dass sie von irgendwelchen Burschenschaften ausgerichtet werden.

Die wollen unter sich bleiben bzw. es entsteht selbst gegenüber anderen Deutschen eine Grundaggressivität. Hab schon öfter Pöbeleien und sogar Handgreiflichkeiten abbekommen, obwohl man einfach nur dasteht und was trinkt. Die Mädchen dort passen sich der rabiaten Weise einiger Leute an.

Die Dorf-Burschenschaften wollen im Prinzip keine Auswärtigen dort aufkreuzen sehen. Das gilt aber auch für andere alteingesessene Vereine, die ihr Hobby eher nationalistisches Brauchtum sehen, wie z.B. Schrebergartenvereine. Zählt mal die schwarz-weiß-roten Fahnen über den Kleingartenkolonien, wenn man mit dem Zug durch die Lande an Großstädten vorbeifährt!

Diese Vereine sind oft eine Art Rückzugsrefugium für Leute, die sich nicht in die imagebefleckte NPD trauen.
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15.06.2011 14:24 Uhr von atrocity
 
+13 | -10
 
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@no_trespassing: "Dorf-Burschenschaften" ... *hüstel* schlag mal bitte nach was ne Burschenschaft ist. So etwas wie "Dorf-Burschenschaften" gibt es nicht. Bzw ist damit nicht gemeint.

Mit den Vereinen muss ich dir aber recht geben :) Is leider oft das selbe Problem... Braun vom Schuh bis zum Scheitel.
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15.06.2011 14:24 Uhr von Actraiser
 
+11 | -8
 
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wer geht denn noch freiwillig in nicht schlagende burschenschaften?
da gehts doch nur noch um saufspiele in rein männlicher gesellschaft und dazu blöde lieder singen.
ab und zu kommen dann noch die alten säcke vorbei und faseln irgendeinen mist davon wie reich sie ja geworden sind.
nach dem studium wird man dann durch vitamin B in deren unternehmen aufgenommen
weiber flachgelegt hat man dann in der studentenzeit keine einzige.
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15.06.2011 14:57 Uhr von pippin
 
+9 | -7
 
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Mir waren die meisten dieser "Truppen" eh schon immer suspekt.

Allein wie die seinerzeit, als ich mich an der Uni eingeschrieben habe, schon aufgeführt haben, hat mich von vornherein abgeschreckt.
Neben mir waren noch etliche andere Studenten im Sekretariat, um sich einzuschreiben. Unter anderem auch zwei Afrikaner und ein Asiate. Die Blicke, die die drei Burschenschaftler diesen dreien zuwarfen, sprachen mehr Bände als der Brockhaus hat.

Allerdings muss ich auch erwähnen, dass es etliche Verbindungen gibt, die sich deutlich zum Positiven von diesen Burschenschaften abgrenzen und deren Gebaren ebenfalls ablehnen.

Man kann also nicht alle über einen Kamm scheren.
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15.06.2011 15:09 Uhr von von_Thronstahl
 
+9 | -12
 
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Burschenschaften 1: Hier ein kleiner geschichtlicher Umriss der Burschenschaften und derer Tradition.:

Die Burschenschaft ist eine Studentenverbindung die sich durch Patriotismus und politisches Engagement definiert. Die Deutsche Burschenschaft fühlt sich dem deutschen Volk verpflichtet.

Die Burschenschaften entstanden nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und waren in der Zeit des Vormärz wegen ihrer Ziele wie der Abschaffung der deutschen Kleinstaaterei und der Durchsetzung der Demokratie insbesondere seit den Karlsbader Beschlüssen von 1819 schärfster Verfolgung ausgesetzt.

Die ( 1815 ) gegründete Urburschenschaft war eine national-christlich-freiheitliche Bewegung die auf den Werten "Ehre-Freiheit-Vaterland" fußend gleichzeitig staatsbürgerliche Verantwortung ethnische Solidarität und individuellen Freiheitsrechte einforderte. Möglich war diese Synthese widersprüchlicher Elemente durch den elitären Ansatz der in erster Linie die Pflicht des Einzelnen für das Ganze einzutreten betonte.

Der vaterländische Gedanke war die wichtigste Idee für die sich sehr viele Studenten begeistern konnte. Um diese Gesinnung der ganzen Welt mitzuteilen wurde am 17.10. 1817 auf der Wartburg bei Eisenach ein Burschenfest gefeiert. Bleibende Bedeutung gewann dieses Wartburgfest durch die von einigen Teilnehmern auf dem Fest ausgearbeiteten Grundsätze und Beschlüsse:

Forderung nach politischer religiöser und wirtschaftlicher Einheit Deutschlands. (Aufhebung der Zollbeschränkungen)
Ausbau der Wehrkraft
Entwicklung konstitutioneller Monarchie mit vaterländischer Verfassung
Gleichheit vor dem Gesetz
Forderung von Nulla poene sine lege
Schutz von Freiheit und Eigentum
Forderung nach Rede- und Pressefreiheit Freizügigkeit

Diese Grundsätze finden sich heutzutage in vielen europäischen Verfassungen auch die der Bundesrepublik Deutschland wieder. So kam es innerhalb eines Jahres an vielen Universitäten zur Gründung von Burschenschaften die diese Grundsätze vertraten.

Die burschenschaftliche Bewegung griff weit über den deutschen Raum hinaus nach Mitteleuropa und zog Gründungen burschenschftlicher Studentengemeinschaften in Polen Russland und Ungarn nach sich. Von diesen haben nach 1989 die Esten Letten Polen und Ukrainer wieder ein aktives Verbindungsleben aufgenommen.

Burschenschaften waren eine treibende Kraft der Revolution von 1848 .

Die burschenschaftlichen Farben Schwarz-Rot-Gold wurden zu den Farben der Demokratiebewegung in Deutschland. Zum ersten Mal wurden die Farben auf dem Hambacher Fest 1832 verwendet. Sie wurden später zu den Farben der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland als auch der DDR .

Nachdem Fürst Metternich als Staatskanzler von Österreich praktisch den führenden Einfluss in Deutschland hatte verhängte er mit Hilfe der Karlsbader Beschlüsse ein Verbot über die Burschaften. 1832 wurde dieses Verbot komplettiert und alle politischen Vereine und Versammlungen Fahnen und Abzeichen Feste und Reden wurden verboten. Erst nach und nach kam es zu Lockerungen der Beschränkungen.

Nach der Einigung des Reiches 1871 sahen die Burschenschaften ihr wichtigstes Ziel den Zusammenschluss der deutschen Staaten als erreicht an und zogen sich aus dem politischen Leben Schritt für Schritt zurück. Zum Teil näherten sich die Burschenschaften nationalsozialistischen Gedankengut.

Auf Druck der Nationalsozialisten wurden die Burschenschaften im Rahmen der Gleichschaltung wie alle Studentenverbände in den NS-Studentenbund eingegliedert obwohl die Burschenschaften zum Teil anfangs gefördert wurden. Nach 1945 kam es zu Wiedergründungen.

Die Burschenschaften sind heute organisiert in den Korporationsverbänden Deutsche Burschenschaft und Neue Deutsche Burschenschaft . Die Deutsche Burschenschaft sieht sich in der patriotischen Traditionslinie und vereint Verbindungen aus der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich sowie der Republik Chile. Die Neue Deutsche Burschenschaft betont vor allem ihre Verbundenheit mit dem politischen System der Bundesrepublik Deutschland.

Daneben existieren noch weitere Arten von Studentenverbindungen die sich Burschenschaft nennen insbesondere im Schwarzburgbund und im Ring katholischer Deutscher Burschenschaften.
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15.06.2011 15:10 Uhr von von_Thronstahl
 
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2 Irrtümer über Studentenverbindungen: Irrtum 1: »Studentenverbindung« und »Burschenschaft« sind dasselbe

Falsch!

Richtig ist: Die Burschenschaften sind nur eine bestimmte Art von Verbindung; der richtige Oberbegriff ist »Verbindung« oder »Korporation« (lat.: »Körperschaft«; falsch: »Kooperation«). Es gibt akademische Korporationen – Studentenverbindungen – und pennale Korporationen – Schülerverbindungen.

In Deutschland gibt es mehr als 1.100 aktive Studentenverbindungen. Davon tragen überhaupt nur ca. 250 die Bezeichnung »Burschenschaft«.

Von diesen wiederum sind nur etwa hundert aktive Verbindungen in dem Korporationsverband »Deutsche Burschenschaft«, Abkürzung: DB, zusammengeschlossen, von deren Mitgliedsburschenschaften einige immer wieder negativ von sich reden machen.

Die Burschenschaften sind weder der älteste Verbindungstyp noch stellen sie die größte Gruppe dar, geschweige denn, daß Wesen und Ausrichtung repräsentativ für die große Zahl unterschiedlicher Verbindungen wären.

Unter den schlagenden Verbindungen vertreten die akademischen Landsmannschaften und Turnerschaften des Coburger Convents und die Corps das Toleranzprinzip und sind unpolitisch. Eine große Zahl von Verbindungen ist katholisch und nichtschlagend, andere sind allgemein christlich. Wieder andere pflegen das musische Prinzip, segeln oder rudern. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Verbindungen.

Zu den Unterschieden zwischen den wichtigsten Verbindungsarten und den historischen Entwicklungslinien: http://www.frankfurter-verbindungen.de/...

Leider hat die Konfusion über die Begriffe »Studentenverbindung« – »Burschenschaft« zur Folge, daß Vorfälle im Umfeld von DB-Burschenschaften zu Unrecht auf alle Verbindungen zurückfallen.

Gleichwohl ist eine Pauschalverurteilung aller DB-Burschenschaften nicht angemessen.

Irrtum 2: Studentenverbindungen nehmen keine Ausländer auf, sind ausländerfeindlich und rassistisch

Richtig ist: Daß eine Verbindung Ausländer aufnimmt, ist der Normalfall. Die ausländischen Mitglieder deutscher Studentenverbindungen gehören oftmals zu den glühendsten Befürwortern des Verbindungswesens!

Abgesehen von sicherlich nicht wenigen DB-Burschenschaften, dürfte es in Deutschland höchstens ein paar Dutzend weitere Verbindungen geben, die keine Ausländer aufnehmen. Jedoch ist es unzulässig, von der Nichtaufnahme von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit zu schließen.

Lektüretip: Franco Zizzo, Die internationale Komponente des Korporationsstudententums, in: Zwischen Weltoffenheit und nationaler Verengung, Historia Academica, Band 39, Würzburg, 2000, ISBN 3-930877-34-1.

Irrtum 3: Studentenverbindungen stehen alle mehr oder weniger rechts

Richtig ist: Das ist schon lange Vergangenheit.

Der Rechtsruck der Verbindungen war eine Erscheinung des Kaiserreichs und setzte sich in der Weimarer Republik fort.

Die heute noch existierenden Klischees stammen aus dieser Zeit, und es wird gerne suggeriert: Verbindungen waren damals so, und heute sind sie nicht anders.

Doch das ist falsch! Wenn man ein zutreffendes Bild der Verbindungen in der heutigen Zeit gewinnen will, muß man sich von solchen Vorstellungen freimachen.

Die Zeit vor der Reichsgründung 1871 und die heutige Zeit belegen eindrucksvoll, daß es nichts dem Konzept Verbindung innewohnendes »Rechtes« gibt.

Auch und gerade in schlagenden Verbindungen – namentlich den akademischen Landsmannschaften und Turnerschaften des Coburger Convents sowie den Corps – herrscht ein Klima der Geistesfreiheit und Toleranz, das Außenstehende – selbst Angehörige anderer Verbindungen – immer wieder erstaunt, sei es gegenüber linken politischen Einstellungen, Ausländern, auch Farbigen!, anderen Religionen oder Schwulen.

Vor ein paar Jahren ist zum Beispiel in eine Heidelberger Verbindung – übrigens eine, die bekannt dafür ist, daß sie besonderen Wert aufs Fechten legt – ein Punk eingetreten, mit Irokesenschnitt und buntgefärbten Haaren! Das ist sicher eine Ausnahme, zeigt aber, daß man nicht vorschnell meinen sollte, nicht in eine Verbindung zu passen.

Mehr dazu: http://www.frankfurter-verbindungen.de/...
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15.06.2011 15:12 Uhr von von_Thronstahl
 
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3 Irrtümer über Studentenverbindungen: Irrtum 4: Und Wehrdienst muß man auch geleistet haben

Richtig ist: Den weitaus meisten Verbindungen ist es völlig gleichgültig, ob jemand bei der Bundeswehr war oder nicht. Es ist aber auch kein Makel, wenn man Wehrdienst geleistet hat.

Es gibt keine Statistik, aber man kann wohl davon ausgehen, daß die Anteile sich nicht großartig von denen in der Gesamtstudentenschaft unterscheiden. Auch in schlagenden Verbindungen werden reihenweise Leute Mitglied, die keinen Wehrdienst geleistet haben.

Wenn auch heute noch durch die Medien geistert, daß man als Verbindungsstudent nicht den Wehrdienst verweigert haben dürfe, dann beruht diese Information auf einer bereits vor Jahren abgeschafften Vorschrift der Deutschen Burschenschaft. Unabhängig davon gibt es einzelne Verbindungen, die nach wie vor auf der Ableistung des Wehrdienstes bestehen.


Irrtum 5: Studentenverbindungen sind frauenfeindlich

Richtig ist: Der überwiegende Teil der Studentenverbindungen nimmt keine Frauen auf. Mit Frauenfeindlichkeit hat das jedoch nichts zu tun.

Schon vor Jahrzehnten gab es Versuche, die Verbindungen für Frauen zu öffnen. Diese Versuche wurden von den übrigen Verbindungen sehr genau beobachtet und vermochten offenbar nicht zu überzeugen.

Daraus den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit abzuleiten, ist albern. Mit demselben Argument könnte man behaupten, daß Taubenzüchtervereine briefmarkensammlerfeindlich wären.

Wenn es am Ort keinen Briefmarkensammlerverein gibt, sucht man ein paar Gleichgesinnte und gründet einen, wenn einem der Sinn danach steht. So einfach ist das.

Irrtum 6: Studentenverbindungen bilden Karrierreseilschaften

Richtig ist: Verbindungsstudenten sind erfolgreich, aber der Vorwurf der Seilschafterei ist nicht haltbar.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß man jede Menge Leute kennenlernt, und es wäre etwas wirklichkeitsfern, zu fordern, seine Kontakte nicht auch zu nutzen, wie das jeder tut. Allerdings soll keiner glauben, daß deswegen Nullen Aussicht hätten, auf irgendwelche gutbezahlte Posten gehievt zu werden. Der Mechanismus ist ein anderer:

Wer in einer Verbindung ist, bekommt dort das Rüstzeug mit auf den Weg, das notwendig ist, um erfolgreich zu sein. Heutzutage sind über das Fachliche hinaus sog. Schlüsselqualifikationen gefragt, die man bei der Aktivität in einer Verbindung fast automatisch erwirbt. Deshalb muß jemand, der in einer Verbindung aktiv war, sich auch deutlich weniger Gedanken um Assessment Center und ähnliche Einstellungsverfahren machen als jemand, der im Studium nur hinter den Büchern gehockt hat.

Wer viele Leute kennt und sich häufig über berufliche Dinge austauscht, hat allerdings einen Informationsvorsprung; das ist aber keine Seilschafterei.

Es kommt hinzu, daß Verbindungen eher auf Leute anziehend wirken, die beruflichen Erfolg nicht als verwerflich betrachten.

Irrtum 7: Verbindungen sind Saufclubs

Richtig ist: Der Alkohol nimmt bei den meisten Verbindungen einen weitaus geringeren Stellenwert ein, als ein Außenstehender sich das vielleicht vorstellt. Man muß außerdem wissen, daß bei Studentenverbindungen harte Sachen verpönt sind.

Abgesehen davon gibt es in den weitaus meisten Verbindungen Leute, die, aus welchen Gründen auch immer, überhaupt keinen Alkohol trinken. Es gibt sogar abstinente Verbindungen!

Bei den Trinkzeremonien, die es gibt, muß man nicht unbedingt Bier im Glas haben. Sinn der Sache ist schließlich nicht die kollektive Alkoholisierung.

Im übrigen trinken auch nichtkorporierte Studenten, und es darf bezweifelt werden, daß sie weniger trinken als ihre korporierten Kommilitonen.
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15.06.2011 15:19 Uhr von von_Thronstahl
 
+11 | -6
 
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Klarstellung: Ich möchte darauf hinweisen das ich in keinsterweise das Vorgehen des Dachverbandes der Burschenschaften unterstütze oder Gut heisse . Nur es gibt viele die halt nichts über Burschenschaften Wissen .

Es gibt allerdings auch ähnliche Gruppierungen im Ausland wie zb. in England oder Amerika die eine Mitgliedschaft auch auf die Herkunft und soz. Status stützen .

Es ist eine Blödsinnige Regelung weil niemand kann was für seine Abstammung letzendlich zählt nur der Mensch und die Leistung egal welcher rassischen oder soz. Abstammung.
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15.06.2011 15:26 Uhr von JesusSchmidt
 
+13 | -18
 
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kurz zusammengefasst: burschenschaften auf´s maul!
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15.06.2011 15:36 Uhr von liptonws
 
+6 | -9
 
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Demnächst sollte man in der rechten Szene, sich nur untereinander "mischen", so würde man dann nach jahrelanger Zucht, eine große Familie werden, Inzest vom feinsten :) !
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15.06.2011 15:43 Uhr von angryman
 
+5 | -10
 
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@news: Was soll man dazu noch sagen. Dummheit in Ihrer reinsten Form. Zum Glück bleiben die Kerle zum Wohl aller meistens unter sich.
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15.06.2011 15:46 Uhr von angryman
 
+4 | -7
 
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@liptonws: Dann würden die aber sehr schnell aussterben - sind ja nur Kerle in so einer Bruderschaft.

Aber sollen sie sich ruhig mischen, wie du so schön sagst, hab nichts gegen Schwule! :D
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15.06.2011 16:06 Uhr von sicness66
 
+4 | -8
 
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Burschenschaften: Sind das Relikt aus einer Zeit, die nicht mehr wiederkommt. Bei uns haben die nur mit Säbeln gefochten und dem heiligen deutschen Bier gefröhnt. Waren also eher harmlos, oder sagen wir so: nutzlos. Schlimm nur die, die sich offen rechtsextrem geben, wie in Teilen Baden-Württembergs. Aber immer wieder lustig wie sich sich alle deutschen Ursprungs bezichtigen und in einer Reihe mit blond-, schwarz-, und rothaarigen Burschen stehen :)

BTW: es heisst Burschenschafter !
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15.06.2011 18:01 Uhr von Muu
 
+3 | -7
 
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hahaa: was für deppen und haustier darf es auch nur ein rein rassiger deutscher schäferhund sein oder was xD
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15.06.2011 18:15 Uhr von Stechpalme
 
+9 | -3
 
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So viel unwissenheit ganz im ernst Leute... mein beste Freundin... ja Freund"in" - weiblich... war 3 Jahre in einer Burschenschaft in Bingen. Die Burschenschaften dort nehmen Frauen auf ebenso Afrikaner, Asiaten oder wo man sonst her kommt. Alles ist ziemlich locker, spaßig und ich hatte einige sehr gute Feiern dort bei denen ich nicht selten schmerzen in der Brust vor lachen hatte.

Differenziert mal bitte zwischen den einzelnen Burschenschaften, es gibt solche und solche. Und der nette Dachverband hat da auch nicht viel zu melden. Die Burschenschaften in Eisenach (mein derzeitiger Heimatort) ist da eine ganz andere Geschichte. Wobei die auch nur aus jungem Volk bestehen die genauso feiern und Blödsinn machen wie nahezu alle hier.

Manche haben hier Vorstellungen die offensichtlich nur nachgeplappert sind, oder aus Büchern heraus gelesen wurden die mit der Realität nichts gemein haben.
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15.06.2011 18:16 Uhr von Jack_Sparrow
 
+4 | -4
 
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Hehe lol reine Deutsche. Seit der Völkerwanderung ist nix mehr "sauber und rein". Idioten.
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15.06.2011 18:42 Uhr von Serverhorst32
 
+0 | -6
 
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lol yeah fett die checker: die können sich freuen wenn ich mal studieren und komme da können die viel prüfen.
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15.06.2011 19:11 Uhr von ThorstenKipp1971
 
+4 | -4
 
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keine Ahnung was mache hier für Vereine kennen aber son einen Unsinn bzgl. Gartenvereine hab ich noch nie gehört und auch noch nie erlebt. Abhängig vom Vorstand mag es im Einzelfall Vereine geben, die sich der Traditionspflege hingeben. In der Mehrzahl der Vereine ist man den verschiedensten Nationalitäten sehr aufgeschlossen;- sogar dann, wenn die südländischen Nachbarn permanent mit 12 bis 15 Leuten anwesend sind und ungeachtet jeder Mittagszeit eine anhaltend hohe Geräuschkulisse erzeugen. Rote Fahnen sehe ich in der Tat sehr häufig. Bei genauer Betrachtung erkennt man auch den weissen Halbmond darauf. Leider fällt es auf, dass im Besonderen die Mitglieder aus dem islamischen Kulturkreis nur äusserst selten bis nie an Gemeinschaftlichen Aktivitäten und Feiern teilnehmen. Wahrscheinlich liegts daran, dass dort Popmusik gespielt wird und Bratwurst und Bier dargereicht wird. Wahrscheinlich würde eine formlose Anfrage beim Vorstand ausreichen, damit diese Mitglieder auf dem Jahresfest einen eigenen Halal - Grillstand aufmachen dürfen. Leider geht von den Mitgliedern mit Migrationshintergrund seit Jahren so gut wie keine Initiative aus. Garten als billigen Erholungsort und Gemüseplantage: Ja / Gemeinsame Aktivitäten mit den deutschen: Nein
Und um ganz ehrlich zu sein: Überall gibt es diese aufgesetzte und teilweise dümmlich wirkende political correctness und ganze Stadtteile werden von Migranten bewohnt. Da lob ich es mir, dass es noch vereinzelte Vernstaltungen gibt, wo die anderen meine Sprache sprechen, mit mir ein Bier trinken, den gleichen Humor haben und wo man sich zurecht findet weil alles den Gewohnheiten entspricht.
Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die türkische Großfamilie von nebenan würde ich sofort auf meine Party einladen. Einen linksautonomen Neurotiker dagegen würde ich mit dem Knüppel aus der Anlage prügeln.
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15.06.2011 19:25 Uhr von funnymoon
 
+2 | -3
 
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Stellungnahme der Deutschen Burschenschaft: Deutsche Burschenschaft http://www.presseportal.de/...


15.06.2011 | 17:04 Uhr

Eisenach (ots) - Zu dem rufschädigenden Artikel auf "Spiegel Online" und in anderen Medien über die Deutsche Burschenschaft, nimmt die
Vorsitzende Burschenschaft, die Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania, wie folgt Stellung. Der Sprecher der Deutschen
Burschenschaft, Stefan Dobner, erklärt dazu:

"Die heute auf "Spiegel Online" aufgetauchten Vorwürfe gegen die Deutsche Burschenschaft und das interne Rechtsgutachten bezüglich
der Aufnahmebedingungen von Neumitgliedern sind ideologisch überzogen. Innerhalb des Verbands werden das Gutachten und darauf
begründete Anträge zum Burschentag kritisch gesehen und bereits im Vorfeld des Burschentages kontrovers diskutiert. Jedoch ist der
Vorwurf, es handele sich gleichsam um die Einführung eines "Arierparagraphen" überzogen, faktisch falsch und kommt Rufmord gleich.
Das Gutachten orientiert sich an dem in der Bundesrepublik über Jahrzehnte geltenden Abstammungsprinzip - dem ius sanguinis. DiesesPrinzip gilt heute noch der Schweiz, in Israel sowie in den meisten EU-Staaten wie Österreich. Das Rechtsgutachten trägt somit auch denMitgliedsvereinigungen in der Republik Österreich und der dortigen Rechtsauslegung Rechnung.

Die Deutsche Burschenschaft mit Rassismus in Verbindung zu bringen entbehrt jeder Grundlage. Die Prinzipien der Deutschen
Burschenschaft verpflichten jeden Burschenschafter zur Achtung der Würde jedes Menschen als Grundlage unserer Verfassung. Die
Deutsche Burschenschaft steht unverbrüchlich in der freiheitlich-demokratischen Tradition der Revolution von 1848 und wird sich weiterhin
für Meinungsfreiheit, Demokratie und Selbstbestimmung einsetzen, wie es ihre Verfassung von jedem Mitglied fordert."
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15.06.2011 20:02 Uhr von JagdSieAlle
 
+8 | -9
 
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du liebe Güte: hier sind wieder ne Menge gehirngewaschene Spinner unterwegs die überall Nazi´s zu sehen glauben.
Alle Völker dürfen National sein - nur Deutsche sind immer Nazis ?
Ihr seid nichts weiter als [editiert]...

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