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Die "Tote Zone" im Golf von Mexiko erreicht Rekordgröße

Die "Tote Zone" im Golf von Mexiko war in diesem Frühjahr so groß wie noch nie. Wissenschaftler befürchten, dass sich die Ausdehnung dieser Zone noch erhöhen wird und damit Rekordausmaße erreicht.

Die Forscher glauben, dass sich diese Zone auf 24.500 Quadratkilometer ausdehnen könnte. 2002 erreichte diese Zone mit 22.000 Quadratkilometer Ausdehnung ihren bisherigen Rekord.

Grund für die Situation ist nach Angaben der Wissenschaftler das Frühjahrshochwasser des Mississippis. Dabei kamen mehr Dünger und auch mehr Abwässer aus den Städten in den Golf, was zu mehr Algenwuchs führte. Diese entziehen den Sauerstoff im Wasser. Dadurch erholt sich der Golf auch schwerer von der Ölkatastrophe.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mexiko, Golf von Mexiko, Tote Zone
Quelle: www.ovb-online.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2011 09:41 Uhr von Albi.K
 
+5 | -4
 
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News-Titel: Müsste der News-Titel nicht eher heißen "... so groß wie NIE zuvor ..."?
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15.06.2011 11:05 Uhr von Clemens1991
 
+9 | -5
 
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hmm "Grund für die Situation ist nach Angaben der Wissenschaftler das Frühjahrshochwasser des Mississippis. "

Ähm war nicht vor nicht langer Zeit mal irgentwas im Golf von Mexiko? Eine kleine Umweltkatastrophe mit Öl oder so?

Könnte es nicht auch unter Umständen daran liegen, dass sich die tote Zone ausbreitet?
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15.06.2011 12:15 Uhr von little_skunk
 
+15 | -0
 
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@Clemens1991: Hauptsächlich liegt es an den Algen. Dünger aus der Lanwirtschaft und Seifenreste etc aus unseren Haushalten gelangen über die Flüsse in Seen und Meere. Dort sorgen sie für ein übermäig starkes Algenwachstum.
Am Anfang ist das nicht weiter schlimm. Das Wasser wird trübe und Grün. Die Algen erzeugen sogar Sauerstoff. Das funktioniert aber nur solange wie genug Sonnenlicht vorhanden ist. Wenn dann eine Wolke die Sonne verdeckt, haben die Algen ein Problem. Sie haben nicht genug Energie. Also nehmen sie die alternative Energiequelle und verbennen Sauerstoff. Ab da beginnt ein Wettrennen. Irgendwann ist im Wasser einfach kein Sauerstoff vorhanden. Der Teich, See oder auch Meer kippt um und alle Fische schwimmen mit dem Bauch nach oben.

Erdöl hat dagegen keine Auswirkung auf die Algen. Algen leben vom Sonnenlicht wie ein Baum. Schonmal einen Baum mit Erdöl gegossen und gedüngt?
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15.06.2011 12:30 Uhr von Clemens1991
 
+4 | -4
 
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@ little_skunk: "Schonmal einen Baum mit Erdöl gegossen und gedüngt? "

Nö noch nicht! :P
Danke für deine Erklärung!
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15.06.2011 13:01 Uhr von nachoben
 
+6 | -3
 
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Und was ist eine Tote Zone?
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15.06.2011 13:17 Uhr von Destkal
 
+4 | -1
 
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Schön: Und wenn jetzt jemand nicht weiß wie man eine Tote Zone definiert der kann mit dieser News nichts anfangen.
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15.06.2011 13:31 Uhr von Baran
 
+0 | -9
 
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Mein gott: wenn es so wichtig ist dann Pestizide gegen algen dann verlegt kilometer lange schleuche und Pumpt luft das würde die zone verkleinern.
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15.06.2011 14:11 Uhr von Stefan62
 
+5 | -3
 
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Tja selbst schuld Ich frag mich , was noch alles passieren muss bis die blöden Amis einsehn, dass sie mit der Natur nicht machen können was sie wollen. In den 70gern sah der Bodensee auch aus wie eine tote Zone , aber wir haben wenigstens was gelernt
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15.06.2011 14:53 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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Shit: Und gleich kommen wieder die die behaupten dass sich das Meer nicht erwärmt und die Fische vor Langeweile sterben...
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15.06.2011 15:18 Uhr von Baran
 
+1 | -3
 
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15.06.2011 14:17 Uhr von ephemunch: Wozu ist ne supermacht wenn man sich die Hollywood filme anschaut dann kommt ein 5 jähriger mit 20 navyseals erfahrung und anschließend 5 jahre secret service dienstzeit und knallt die Algen ab.

Ist mir doch wursch ob die dort leiden.
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15.06.2011 16:30 Uhr von little_skunk
 
+3 | -0
 
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@nachoben und @Destkal
Tote Zone ist der Bereich in dem wegen Sauerstoffmange keine Fische mehr leben. Grund für den Sauerstoffmangel siehe oben.

@Baran
Luft reinpumpen ist ungünstig.
In einem gesunden See haben Algen nicht genug Nährstoffe um sich übermäßig zu vermehren. Dann kommt wie gesagt eine Wolke und die Algen verbrauchen Sauerstoff. In einem gesunden See ist mehr Sauerstoff verfügbar als die Algen verbrauchen. Die Wolke verzieht sich und die Algen produzieren wieder Sauerstoff. Ein schönes Gleichgewicht. Alle Fische können überleben.
Spielen wir das ganze mal mit einem überdüngten See bzw dem Golf von Mexiko durch. Dort haben die Algen mehr Nährstoffe als nötig. Die Algen wachsen dann in einem unvorstellbaren Tempo. Wenn die Wolke kommt, verbrauchen sie alles an Sauerstoff was ihnen zur Verfügung steht und sterben. Was würde passieren wenn man da Sauerstoff reinpumpt? Die Algen würden die erste Wolke noch überleben und können sich weiter vermehren. Sagen wir mal auf die Doppelte Größe. Damit verdoppelt sich auch der Sauerstoffverbrauch bei der nächsten Wolke. Je mehr Sauerstoff man also reinpumpt um so größer wird die Todeszone. Das ganze dreht sich erst, wenn man mehr Sauerstoff als Dünger reinpumpt. Das dürfte schwierig werden. An vielen anderen Orten hat man das Problem viel einfacher Lösen können. Man muss den Fluss sauber bekommen. Dann haben die Algen garnicht die Nährstoffe für eine Todeszone.

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