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Hinweise auf bislang unbekannten Teil eines Spiralarms der Milchstraße entdeckt

Von der Erde aus lassen sich die Strukturen unzähliger Spiralgalaxien wie der Andromedagalaxie (M31) aufgrund der Beobachtungsperspektive sehr gut untersuchen. Bei der Milchstraße gestaltet sich dieses Vorhaben etwas schwieriger, weil unser Blick durch Staub in der galaktischen Ebene eingeschränkt wird.

Tom Dame und Pat Thaddeus vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) konnten dieses Problem umgehen, indem sie Radiowellen analysierten. Sie sind imstande, die dichten Staubwolken zu durchdringen und liefern wertvolle Hinweise über die chemische Zusammensetzung der beobachteten Regionen.

So entdeckten die beiden Wissenschaftler Anzeichen für einen bislang unbekannten Teil eines Spiralarms der Milchstraße. Dieser neue Teil würde bei Bestätigung das verlängerte Ende des Scutum-Centaurus-Arms bilden und tiefere Einblicke in die Struktur und die Symmetrie unserer Heimatgalaxis gewähren.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Teil, Gas, Astronomie, Staub, Milchstraße, Radiowelle
Quelle: www.astropage.eu

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2011 05:55 Uhr von alphanova
 
+11 | -1
 
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Man muss nicht immer die leistungsfähigsten Instrumente benutzen, um neue Entdeckungen zu machen. Wenn sich der Fund bestätigt, fehlen nur noch zwei Teile von den beiden Hauptspiralarmen der Milchstraße, die auf der Darstellung extrapoliert wurden.
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15.06.2011 14:17 Uhr von Stefan62
 
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mal ne blöde Frage: Du kennst dich ja in Astronomie blendend aus, deshalb mal die Frage : wie kann man denn wenn man in der Scheibe sitz und nach aussen schaut überhaupt Spiralarme vom Rest der Galaxie unterscheiden ?
( das ist jetzt in keinster weise ironisch gemeint... )
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15.06.2011 15:25 Uhr von alphanova
 
+3 | -0
 
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@Stefan62: Das Prinzip ist eigentlich recht einfach, auch wenn die Auswertung der Daten ziemlich zeitintensiv sein kann.

In den Armen von Spiralgalaxien (auch in unserer eigenen Galaxis) befinden sich ausgedehnte Sternentstehungsregionen, in denen sehr viel Wasserstoff vorhanden ist. Man untersucht also die Größe, Entfernung, Position, Verteilung und einige andere Parameter solcher Ansammlungen von Wasserstoffgas (und anderen Gasen) und kombiniert das mit Positions- und Entfernungsdaten über relativ junge, massereiche Sterne, die sich in solchen Sternentstehungsregionen gebildet haben.

Daraus kann man anschließend ein Modell entwickeln, wie die Milchstraße von außen betrachtet aussehen würde.. so wie die Darstellung oben.
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15.06.2011 15:38 Uhr von alphanova
 
+3 | -0
 
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hmpf toll: manchmal reicht die Editzeit nicht...

also nochmal.

wenn du aus deinem Haus rausgehst und dich umguckst, wirst du erstmal nicht viel über das Aussehen der Stadt sagen können. wenn du aber die Entfernung, Größe und Himmelsrichtung der vielen Hundert Häuser auf eine Karte überträgst, dann kannst du schon ziemlich genaue Aussagen darüber machen, wie die Stadt von oben aussehen würde.

ist nur ne grobe Analogie, ich weiß selbst, dass man im Normalfall nicht durch Häuser durchgucken kann^^

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