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Griechenland-Rettung: EZB kündigt Ausstieg an - Schäuble steht alleine da

In Brüssel wirbt Wolfgang Schäuble vergeblich für seine Sichtweise, dass die Beteiligung des Privatsektors ein "natürlicher Bestandteil" eines neuen Rettungspaketes für Griechenland sei. Die Idee wird auf breiter Ebene abgelehnt, so dass Schäuble mittlerweile Positionen räumt und Kompromissbereitschaft andeutet.

Derweil warnen die Ratingagenturen vor jeder Variante einer Beteiligung des Privatsektors an den Kosten der Krise. Selbst ein freiwilliges Engagement werde als Kreditausfall gedeutet, so die unmissverständliche Ansage der Schuldenwächter.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann erklärte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass sich EZB und nationale Notenbanken künftig nicht länger an der Griechenland-Rettung beteiligen wollen. Fortan sei es alleine Aufgabe der Politik, neues Geld für Athen zu organisieren, so Weidmann.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Griechenland, Rettung, Finanzen, EZB, Ausstieg
Quelle: www.rp-online.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2011 20:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+21 | -4
 
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Zur Erinnerung: Die EZB hatte in den vergangenen 12 Monaten des öfteren den Kollaps auf den europäischem Anleihemarkt durch selbstlose Aufkäufe von Ramschanleihen diverser PIGS verhindert. Alleine im Falle Griechenlands handelte sich die EZB damit Ramsch im Wert von 50-70 Mrd. Euro ein. Die Initiative für dieses Schrottankauf-Programm ging von EZB-Präsident Trichet und Paris aus, die Kanzlerin hat willig abgenickt.
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14.06.2011 21:10 Uhr von CrazyT
 
+5 | -1
 
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Na hoffentlich hat er genug Geld gebunkert ;)
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14.06.2011 21:12 Uhr von shadow#
 
+18 | -1
 
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Und nun? Tauschen die Griechen künftig wieder Muscheln wenn die Euros alle sind und essen trockenes Brot aus Getreide-Hilfslieferungen?
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14.06.2011 21:14 Uhr von tsffm
 
+20 | -2
 
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Das heißt nichts anderes als das die Politik jetzt freie Bahn hat eine " Europa - Solidaritäts - Steuer " einzuführen.
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14.06.2011 21:33 Uhr von Gotovina
 
+38 | -2
 
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Der Titel Schäuble steht alleine da. Jo!
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14.06.2011 21:45 Uhr von shadow#
 
+17 | -2
 
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Schluss mit Lustig: Immerhin kommt so langsam mal die Realität ins Spiel und die sagt: Wir können entweder den griechischen Beamten die üppigen Renten retten oder den restlichen Staaten die Stabilität des Euro.
Die Griechen sind mittlerweile jedenfalls ziemlich am Ende...
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14.06.2011 21:55 Uhr von TestoBoost
 
+30 | -7
 
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Entweder Griechenland gibt freiwillig alles her, was sich zu Geld machen lässt bis alle Schulden beglichen sind. Oder wir müssen es uns militärisch holen.

Ich sehe es nicht ein für diese faule, koruppte Bande noch mehr zu bezahlen.

Meine Familie ist kurz davor ihr Auto verkaufen zu müssen, was für uns organisatorisch die Hölle bedeutet (Kindergarten, Lebensmittel für 5 Leute, Arbeit). Und meine Frau und ich arbeiten beide 40 stunden die Woche und haben Kinder.

Wie soll das gehen? Wie kann das sein? Ich explodiere vor Hass und Wut.

Was soll ich machen? Mein Kreuz Rechts setzten, damit Natonal gedacht wird? Irgendwen auf der Straße vermöbeln um meine Wut kund zu tun? Sachen anzünden?

Was sollen wir machen?
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14.06.2011 22:08 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+29 | -3
 
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@TestoBoost: Nicht Athen - sondern Berlin müsste das Ziel Deiner militärischen Intervention sein.

Denn woran liegt es, dass am Ende des Geldes in Griechenland immer noch soviel Monat übrig ist?

Vielleicht an den Hilfen aus Berlin?

Während man hierzulande Armutskinder mit 10 Euro "Bildungspaket" und zahnlose Hartzer mit immer weniger Mitteln abgespeist, werden in Hellas fleißig weiter tote Rentner, Frühpensionäre, steuerflüchtige Milliardäre und korrupte Politiker finanziert.

Hauptsache die Abnehmerländer deutscher Lohn-, Sozial- und Rentendumping-Exporte bleiben liquide. Das freut auch Blasenbanker, deren Investoren sowie Aktionäre.

Das Problem ist halt, dass Deutschland seit Kohl stillschweigend in ein gigantisches Ponzi-System "eingewilligt" hat, dass so nur mit dem Euro funktionieren kann.

Für die Macht- und Geldelite in Deuschland läuft es bestens! Gerade sind wir dabei, die Blase mit Transferleistungen zu etablieren! Lafontaine hatte uns über 10 Jahre davor gewarnt!

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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14.06.2011 22:11 Uhr von Sessel
 
+8 | -5
 
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Bei jeder Insolvenz wird das Tafelsilber verscherbelt, bis nichts mehr da ist oder
die Gläubiger abgefüttert sind.

Wieso soll das nicht auch bei Griechenland gehen ?

Wieso sollen die Käufer der Staatsanleihen mit hohen Zinsen gefüttert werden, die am Ende von ( deutschen ) Steuerzahlern getragen werden sollen ?

Wie kommen wir nun wieder raus aus dieser idiotischen Situation ?

Die Griechen haben in Saus und Braus gelebt. Jetzt müssen die Griechen eben alles Hab und Gut verscherbeln, bis nichts mehr da ist.

Die Zinsen der Gläubiger müssen ausgesetzt werden, sonst wird das ein Fass ohne Boden.
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14.06.2011 22:25 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+15 | -2
 
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@Sessel: Du schreibst: "Die Zinsen der Gläubiger müssen ausgesetzt werden, sonst wird das ein Fass ohne Boden."

Der größte Gläubiger ist längst die Bundesbank und somit der Steuerzahler.

Und "Aussetzen" bedeutet, wir zahlen den dauerhaft den kompletten Schuldenzins und Risikoprämien für korrupte Regierungen zum Wohle einer reiche Elite in Griechenland, die sich bis heute einen Kehricht um die explodierenden Staatsschulden kümmert. Das gleiche werden Spanien, Irland und Portugal demnächst auch fordern.

Wie es aussieht, hat sogar Papandreou aktiv gegen sein Land gewettet (siehe: http://is.gd/...).

Die Konsequenzen sind schon so herbe genug, da wir faktisch bereits eine Vergemeinschaftung der Schulden betreiben - weil wir in der Praxis schon längst den Zins Griechenlands mitüberweisen. Schäuble gab am Samstag selbst zu, dass die griechischen Milliarden nie zurückbezahlt werden können.

Auch in Deutschland steigen daher längst die Refinanzierungskosten, so etwa haben sich CDS auf Bundesanleihen verfünfzehnfacht.

Vor dem Hintergrund ohnehin steigenden Zinsniveaus erst recht keine billige Sache: Pro Prozentpunkt mehr verteuern sich die eigenen Refinanzierungskosten um über 10 Mrd. Euro.

Die Transferunion - sie lebt längst!

Auch für Deutschand heißt es bald: Abwertung der Bonität. Und dann gnade Gott....
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14.06.2011 23:42 Uhr von dumm78
 
+5 | -0
 
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griecheland wurde gerettet weil die banken es wollten, und nun ...

alle aufhängen, mehr kann man da nicht mehr sagen
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15.06.2011 01:33 Uhr von mr.sky
 
+12 | -3
 
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Wählt Lafontaine und/oder die Linken.
Dieses Parteien kümmern sich in erster Line um uns deutsche, dannach um unsere Kinder, dann um unsere KindesKinder und erst dann um die EU.
Und in dieser Reihenfolge ist es auch richtig. Die Exporte laufen auch ohne, dass wir in der EU allen in den Arsch kriechen "müssen". Made in Germany wird auch verkauft, wenn Germany zunächst mal an sich denkt. Das ist für alle normal denkende Menschen weltweit logisch.

Ich habe kein Bock mehr auf die Merkel und deren Marionetten-Kabinet. Ich möchte eine Partei die sich in erster line um uns deutsche kümmert. Unsere Kinder sollen ein vernünftiges Schul und Bildungsystem haben. Wir sollen gute soziale Absicherungen haben. Wir haben scheinbar Milliarden an Geldern doch schon bei Keramikfüllungen zahlt man beim Arzt aus eigener Tasche. Bei anderen Krankheiten muss man mit den Krankenkassen Jahrelange prozesse führen, wo schon zig Ärzte gesagt haben, das die OP nötig sei. Aber nein...das zahlt die Kasse nicht weil kein Geld da ist. Unglaublich!. Kein Geld da, aber die HRE-Bank mit Milliarden "retten" und der "Chef" der aller verbockt hat bekommt 50 Millionen Abfindung + Rente + Firmenwagen samt fahrer UND dann klagt er noch für weiters Geld!!!.
Das ist deutschland heute.

Griechenland soll pleite gehen und portugal, italien und spanien auch. Was dann wird werden wir ja sehen. Alle "Experten" die nun schreinen "oh gott blos nicht..." wissen auch nicht 100% was dann sein wird. Lass es uns einfach mal machen....dann schauen wir ob unsere "theorien" eingetroffen sind. Ich glaube nämlich nicht.
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15.06.2011 04:55 Uhr von no_trespassing
 
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Brutaler Mechanismus: Begreift eigentlich jeder, was hier abläuft?

Aus der Quelle:

"Er (Schäuble) will, dass Banken, Pensionsfonds und Versicherungen die Laufzeiten der Griechenlandkredite um sieben Jahre verlängern und damit deutliche Abschläge hinnehmen. Am Dienstag bekräftigte er, die Mithaftung der Privatgläubiger sei "natürlicher Bestandteil" eines neuen Rettungspaketes."

Selbstverständlich müssen Privatgläubiger an der Haftung beteiligt werden!!!

Es zeigt:

- Die Mahner, die sagen: "Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert", haben hiermit mehr als eine Referenz.
Dieser Spruch ist weder polemisch noch in irgendeine politische Ecke zu stellen - er ist schlicht und ergreifend zutreffend.

- Die Macht der US-Ratingagenturen und wie sie Europa erpressen. Sollte der Privatsektor beteiligt werden - und dazu gehören auch amerikanische Banken - kündigen sie damit gleichzeitig an, Griechenland so weit zurückzustufen, dass Europa keinen Fuß mehr vor den anderen bekommt.

Wir brauchen DRINGEND eine EU-staatliche Ratingagentur, um den US-Big-Playern die Fingernägel zu schneiden.

- Schaumschlägerei und Volksbetrug: Die Ratingagenturen warnen, dass selbst eine freiwillige Haftung der Privaten als Kreditausfall gedeutet würde. Kreditausfall ist, wenn ein Land nicht mehr die Schulden bedienen kann, egal, wer da am Schluss die Haftung übernimmt. Die Ratingagenturen wirken hier aber politisch und stellen die gegenseitige Haftung aller EU-Länder für anderer Länder Schulden als einzig hinnehmbare Variante, den Kreditausfall nicht als solchen anzusehen. Logisch total daneben und pervers sowieso.
Es zeigt, wer hier die Direktive hat, nämlich die Ratingagenturen aus Übersee.

Dass andere EU-Länder für die Schulden anderer Mitgliedstaaten haften, wurde vor der Einführung sogar vertraglich ausgeschlossen. Jetzt machen die Ratingagenturen den Vertragsbruch zur Bedingung (!).

- Wird der Privatsektor nicht in Haftung genommen, heißt das Zocken ohne Risiko. Am Schluss tritt immer der Staat ein. Dabei haben die Privaten IMMER regelrecht gebrüllt: Der Staat sei ein schlechter Wirtschafter, er solle sich aus dem Marktgeschehen heraushalten. Jetzt sagen die Ratingagenturen (die gehören ja schließlich auch zu den Privaten Wirtschaftssubjekten), dass allein der Staat haften und den Privatsektor um jeden Preis verschonen solle.

Hört auf mit diesem perversen, verlogenen System!
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15.06.2011 08:41 Uhr von :raven:
 
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Könnte es nicht sein, dass das kleine Griechenland als Pleitegeier nur eine gelungene Ablenkung von den USA ist?

Die USA sind in einem weit größerem Umfang pleite als Griechenland. Ein US-Staatsbankrott hätte in der Tat globale Auswirkungen. Eine GR-Pleite wäre mit Sicherheit ein sehr schlechtes Zeichen für den Euro, aber eine US-Pleite würde den Euro so sicher wie das Amen in der Kirche mitreissen.

Nur mal so ein Gedanke...
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15.06.2011 09:04 Uhr von bassmensch
 
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Solidarisieren: Für alle Dünnbrettbohrer, welche nicht differenzieren und immer auf "Die Griechen" schimpfen:
Begreift ihr nicht, dass der griechische Otto-Normalverbraucher genau von dem selben Pack beschissen wird wie ihr? Es ist genau der selbe "Finanzabschaum" der auch euch den €uro aus dem Geldbeutel zieht!
Es wäre an der Zeit sich zu solidarisieren um dem Finanzheinis mal anständig mit Anlauf ins Hinterteil zu treten!
Und was ich jetzt schreibe hat mit Kommunismus und Sozialismus nichts zu tun, sondern wäre ein Weg um denen zu zeigen dass sie mit uns nicht machen können was sie wollen - Proletarier aller Länder vereinigt euch!
Wer nich weiß was ein Prolet ist sollte es mal hier nachlesen und in den Spiegel schauen. http://de.wikipedia.org/...
So - her mit den Minusen....

[ nachträglich editiert von bassmensch ]
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15.06.2011 09:48 Uhr von Gorion86
 
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Ach was! Die EZB kann sich also einfach so da rausnehmen und jetzt sollen halt die Steuerzahler die Zeche zahlen. Liegt vielleicht einfach daran, dass wir ja ohnehin immer mit beiden Händen die Kohle rausschmeissen, daran sind schon alle gewöhnt. Deshalb hält die EZB das jetzt auch für normal.

Desweiteren sitzt Schäuble wohl eher alleine!
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18.06.2011 16:56 Uhr von Tek-illa
 
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wenn wir die Griechen nicht weiter unterstützen ist nicht nur unser geliehenes Geld weg sondern es steht auch die nächste3 richtig dicke Finanzkrise vor der Tür. Deutsche Banken haben den Griechen Milliarden von Euro geliehen, sollte Griechenland nun pleite gehen und aus der Währungsunion austreten wars das. Dann gibt es kein Land mehr das finanziell noch liquide wäre, wir hängen also richtig tief mit drin und müssen immer die Konsequenzen unseres Handelns hinterfragen.

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