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Professor hält Anglizismen in deutschen Geschäftsberichten für strafbar

Wirtschaftsprofessor Michael Olbrich findet Anglizismen in deutschen Geschäftsberichten schrecklich und sogar strafbar.

Im Durchschnitt fand er 14 englische Wörter pro Seite, was seiner Meinung nach gegen den Paragraf 244 des Handelsgesetzbuches verstößt, wonach ein Geschäftsbericht einer deutschen Firma in Deutsch zu verfassen sei.

"Der Verdacht liegt nahe, dass die Konzerne dadurch einige Dinge in den Geschäftsberichten undurchsichtig machen wollen", so Olbrich. Die Unternehmen widersprechen diesem Vorwurf, Begriffe wie "Cashflow" oder "Asset-Management" seien einfach Fachbegriffe.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Recht, Professor, Wahn, Anglizismen
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2011 18:11 Uhr von ChaosKatze
 
+15 | -4
 
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@ ming-ming: da geb ich dir recht, das hat nichts mehr mit fachsprache zu tun, wenn ich mit asset-management oder cashflow um die ecke komme...

erinnert mich an die zeit an der höheren handelsschule, wo uns auch solche begriffe um die ohren gehauen worden sind.. "müsst ihr lernen, gehört zum guten turn .." ... anglizismen haben die deutsche sprache schon genug verhunzt..
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14.06.2011 18:31 Uhr von Dracultepes
 
+9 | -13
 
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Wenn man keine Probleme hat, dann schaft man sich welche.

Schrecklich so ohne Sinn als Professor rumzudümpeln.
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14.06.2011 18:48 Uhr von NGen
 
+9 | -1
 
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ja genau: "cashflow" ist einfach ein fachbegriff und "geldfluss" eher der dichtkunst zuzuordnen, sagt der mann da. großartig.
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14.06.2011 19:30 Uhr von pilzspore
 
+2 | -2
 
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Nein hat er nicht! Es existieren Wörter welche nicht übersetzt werden sollten. In diesem Fall ist der Vorwurf gerechtfertigt. "Cashflow" kann man wunderbar mit "Geldfluss" übersetzen. Der Leser aber auch!
Ich selbst finde die Bezeichnung "Geldfluss" sogar noch schwammiger formuliert als "Cashflow".

Dann habe ich aus meiner "Branche", oder besser gesagt, aus meinem Wirtschaftszweig, noch ein schönes Beispiel:
http://translate.google.de/...|de|Hardware%0A%0A%0A%0A%0A%0A

danke fürs lesen....

wo ist mein dokument mit dem forecast... ich muss zum steering comitée... synergien nutzen... ach scheiß KeyPerformanceIndikators... zu großer overhead... ahh outsourcen ... am besten offshore... ahhh... remote

[ nachträglich editiert von pilzspore ]
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14.06.2011 19:53 Uhr von Jaecko
 
+8 | -6
 
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Schon seltsam aber wenn ein Arzt mit 3824 lateinischen Begriffen um sich wirft, sagt keiner was?
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14.06.2011 20:37 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -4
 
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"warum schreibt eig. kein arsc* mehr leiter für die buchhaltung oder abteilungsleiter für die buchhaltung..."

Na weil sich das nicht so qualifiziert wichtig anhört :)
Ich meine Call Center - Agent hört sich auch besser an wie Telefonist :)


"... aber wenn ein Arzt mit 3824 lateinischen Begriffen um sich wirft, sagt keiner was? "

Wenn ein Arzt damit um sich wirft dann prollt er rum. Die Ärzte die ich kenne haben immer in meiner Gegenwart mit den deutschen Fachausdrücken geredet.
Unter sich können sie reden wie sie wollen. Das gilt auch für das Firmeninterne bei anderen Firmen. Aber sobald Aussenstehende mithören/mitlesen (was bei Arzt bzw. bei Geschäftsberichten der Fall ist) sollten sie die deutschen Begriffe verwenden. Vor allem bei Begriffen des nichtalltäglichen Sprachgebrauch sollte man auf die "coole" ausdrucksweise verzichten. Könnt jedes mal abkotzen wenn ich wegen exotischer Wörter zum Wörterbuch greifen muss obwohl diese Begriffe schon seit Urzeiten in deutsch ausgedrückt werden.
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14.06.2011 21:58 Uhr von sicness66
 
+1 | -1
 
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Tja: Welcher Laie wird wohl je verstehen, dass der Verkäufer der Verkaufsoption bei der Ausübung der Verkaufsoption durch den Käufer der Verkaufsoption der Käufer der Verkaufsoption verkauften Wertpapiere ist?
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14.06.2011 22:00 Uhr von trakser
 
+2 | -0
 
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14 englische Wörter pro Bericht ist harmlos auf spiegel.de steht aber 14 englische Wörter pro Seite.
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14.06.2011 22:15 Uhr von Kappii
 
+2 | -0
 
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@trakser: Das ist immernoch harmlos, in der Bild stehen 14 deutsche Wörter pro Seite. 14,3% davon sind das Wort "Skandal".

@Topic
Ich habe Verständnis dafür wenn im Unternehmensalltag Anglizismen benutzt werden, die sind meist kürzer und griffiger als die deutschen Begriffe. Aber für einen Geschäftsbericht kann man sich doch wirklich mal die Zeit nehmen...
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15.06.2011 00:28 Uhr von dotaxx
 
+1 | -0
 
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Der Herr liegt zwar nicht hundertprozentig falsch mit seiner Meinung, dennoch ist es gerade in "modernen" Branchen teilweise unmöglich nicht Anglizismen zu verwenden. Beispielsweise im IT- oder Werbesektor basiert die Fachsprache auf dem Englischen.

Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man eben nicht diese Anglizismen verwendet schnell als inkompetent abgestempelt wird, aber das ist wohl eher ein Problem unserer Gesellschaft.
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15.06.2011 00:47 Uhr von LocNar
 
+0 | -0
 
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Ok, ich gebe ihm ja Recht, irgendwie..... aber: es gibt heutzutage viele Menschen, welche tagtäglich mit der englischen Sprache zu tun haben.

Ich selbst arbeite seit 1994 mit der US-Army zusammen, dass heisst meine Sprache tagsüber ist amerikanisch. Egal ob in Sprache oder Schrift.

Und ich persönlich merke es teilweise gar nicht mehr ob ich nun in deutsch oder englisch/amerikanisch schreibe.

Klar, man kann es auch übertreiben mit den anglizismen, aber so ein Drama daraus machen ?

Wobei ich bemerken möchte, dass sich so manches amerikanische Wort in einem Satz sogar besser anhört als ein Deutsches ....... na gut, dies kann durch meinen langem Kontakt mit dieser Sprache natürlich auch viel zu tun haben.

Aber irgendwie schon mies, wenn man sich jedes Buch doppelt kaufen muss....... denn ich lese jedes Buch sowohl in englischer Sprache als auch auf Deutsch....... und ein HOCH auf die DVD....... da sind beide Sprachen drauf :)))

Ich könnte auch auf Kölsch schreiben (ist ja auch eine Fremdsprache...... habe ich gemerkt als ich meiner Frau en kölsche Lied jesunge hät...... aber ich musste es ihr dann drei Mal ins Deutsche übersetzen ^^
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15.06.2011 01:29 Uhr von Floxxor
 
+1 | -5
 
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Das beweist doch nur, dass Wirtschaftsprofessoren unnütz sind.
Erst massenhaft marktliberale Theorien in Doktorarbeiten aufstellen und dafür Professor werden und jetzt über so einen Käse jammern. Z.B. Die oben genannten Beispiele sind Fachbegriffe, die man sogar als Ingenieur kennt, aber ok das ist ja auch eine echte Wissenschaft...
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15.06.2011 08:43 Uhr von U.R.Wankers
 
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Denglish & Dummlaberei: in Kombination mit Deppendeutsch, aufgepustete inhaltsleere Blasen und leere Worthülsen.

http://www.stupidedia.org/...

Dann gibt natürlich auch Menschen die stammeln unter ignorieren der Orthographie ohne Punkt und Komma schwer verständlichen Brei zusammen.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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15.06.2011 10:52 Uhr von artefaktum
 
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@BastB: "In der IT und auch in der Wirtschaft ist Englisch ein Muss und die Leute, die mit Geschäftsberichten und ähnlichen Sachen zu tun haben, sollten mit diesen Begriffen umgehen können."

Kapitalgesellschaften haben ihre Berichte in der Verkehrssprache Deutsch zu verfassen, damit sie jedem (vor allem den Anlegern) verständlich sind. Gebräuchliche (meist englische) Fachbegriffe (die üblich sind) sind da kein Problem, aufgeblasenes Möchtegern-Englisch hat da nichts zu suchen (da lachen auch englische Muttersprachler drüber). Solche Berichte sind keine Werbebroschüren.
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19.07.2011 04:31 Uhr von LocNar
 
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Bleibt doch bei Fenster XP oder Fenster 7 oder sagt immer noch jemand von den Anti-Denglischern zu dieser Weichware "Windows" ???

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