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Griechenland-Krise: EZB will keine weiteren Risiken übernehmen

Bundesbank-Chef Weidmann schreibt in einem Gastbeitrag für die ´Süddeutsche Zeitung´ (Dienstag), dass für die Geldpolitik jetzt wesentlich sei, keine weiteren Lasten oder Risiken auf das Eurosystem zu verschieben.

Entsprechend würden die Euro-Notenbanken weder einer Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen zustimmen, noch als insolvent bewertete Staatspapiere als Sicherheit akzeptieren.

Weidmann folgend würde eine Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen die Zahlungsfähigkeit und Liquidität griechischer Banken sogar signifikant verschlechtern.


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WebReporter: Dommo
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Krise, Griechenland, EZB, Jens Weidmann
Quelle: www.wallstreet-online.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2011 11:12 Uhr von Dommo
 
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Auf der einen Seite die Bundesregierung, die weitere Staatshilfen nur unter einer Beteiligung privater Gläubiger bereitstellen will. Auf der anderen Seite die EZB, die sich gegen jegliche Art zwanghafter Beteiligung wehrt und eine Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen mit Blick auf Zahlungsfähigkeit und Liquidität griechischer Banken negativ wertet. Was ist nun die richtige Maßnahme?
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14.06.2011 16:16 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Zur Quelle: Auf über 90 bis 120 Mrd. Euro wird der neuerliche Finanzbedarf Griechenlands mittlerweile geschätzt. Ursprünglich erklärte die Bundesregierung, das nächste Rettungspaket nur dann finanzieren zu wollen, wenn auch die EZB einen Beitrag leistet und die Beteiligung privater Gläubier akzeptiert. Diese lehnt jedoch dankend ab.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann argumentierte gegenüber der "Welt am Sonntag", für die Geldpolitik sei es wesentlich, dass keine weiteren Lasten oder Risiken auf das Eurosystem verschoben werden". Bei einem Kreditereignis wie Zahlungsausfall oder Laufzeitverlängerung wären griechische Bonds als Sicherheiten künftig tabu.

Berlin beabsichtigt nun auf komplette Freiwilligkeit der Gläubiger zu setzen. Doch Experten erwarten durch diesen Schritt keine signifikante Entlastung...

...zumal absehbar ist, dass Berlin das erforderliche Rettungspaket ohnehin zur Verfügung stellen wird – ergänzt um eine unverbindlichen "Freiwilligkeits-Klausel" für Gläubiger.

Und genau dieser letzte Abschnitt ist die Crux, den ich in der News doch ein wenig vermisse.

IWF weigert sich, EZB weigert sich, private Gläubiger weigern sich....all die, die an "Verantwortung" in Berlin appellieren, haben sich schon vom Acker gemacht. Die Regierung in Athen lässt einen Fluchttunnel graben, die Medien in den USA äußern bereits seit Monaten ihr Unverständnis, dass Berlin trotz langjähriger Radikalkur und wachsender Armut im eigenen Lande nun das Schicksal ihrer Arbeitnehmer und Steuerzahler an das Schicksal der PIGS kettet und ohne Aussicht auf Besserung für Schuldenstaaten bluten lässt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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16.06.2011 00:25 Uhr von shadow#
 
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@bertl058: Die dürfen sie solange behalten wie sie noch welche vorrätig haben um sich davon warme Mahlzeiten zu kaufen.
Mit der zu erwartenden Inflation dort werden sich die vermehrt ins Ausland verflüchtigen.
Aus dem Euro jedenfalls kommen sie so schnell nicht raus, da das dem Rest der Eurozone langfristig noch teurer käme als mal eben den gigantischen Schuldenberg Griechenlands zu übernehmen.
Sieht ziemlich beschissen aus für die Griechen...

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