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Dresden: Studenten zu Zensus-Befragungen zwangsverpflichtet

Die Befrager, die derzeit deutsche Bürger bei der Volkszählung Zensus 2011 aufsuchen, werden bezahlt. Doch scheinbar sind es nicht alle, die Geld für die unangenehme Aufgabe bekommen, Bürgern Fragen wie "Haben Sie in den letzten vier Wochen etwas unternommen, um Arbeit zu finden?", zu stellen.

Studenten des Soziologie-Lehrstuhls in Dresden wurden quasi zwangsverpflichtet als Zensus-Befrager durch die Wohnungen zu tingeln. Weil es an Geld für die öffentlichen Befrager fehlt, sollen nun die Studenten ran.

Immerhin bekommen die Studenten nach einigen Protesten nun zwei Credit Points für ihr Studium gutgeschrieben.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Dresden, Student, Helfer, Zensus
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2011 11:38 Uhr von blz
 
+59 | -2
 
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schön, zwei Credit Points. Werden die an der Uni wie Leckerli verteilt, oder was soll das???
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14.06.2011 11:39 Uhr von Delios
 
+19 | -1
 
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Das Schlimme daran: dürfte vorallem auch sein, dass die Studenten sich nen Kopf machen müssen wie sie denn überhaupt zu den Leuten rings um Dresden kommen. Nicht alle werden schließlich über ein Auto verfügen und ob und wie weit die Möglichkeiten gegeben sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Kleckernester zu kommen ist ja auch auch offen.

Der Mann der bei uns war hat uns diese Geschichte mit den Dresdener Studenten auch erzählt. Auch dass sogar Menschen im öffentlichen Dienst bzw. Beamte mehr oder weniger gezwungen werden als Befrager zu agieren...


Ach... ich vergaß noch zu sagen. Die Aufwandsentschädigung von 13 Euro pro Fragebogen bekommt der Befrager nicht alleine... da werden noch mehr von "bezahlt"...

[ nachträglich editiert von Delios ]
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14.06.2011 11:56 Uhr von achjiae
 
+27 | -5
 
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Gewissen? Ich finde es ein Unding, dass in Deutschland jemand dazu gezwungen werden kann, eine Tätigkeit für den Staat gegen sein Gewissen auszuführen.

Also ich hätte da gewisse ethische Bedenken, solche Fragen zu stellen.
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14.06.2011 12:15 Uhr von Marco Werner
 
+9 | -7
 
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Wer ehrlich antwortet,ist der Dumme denn m.E. ist die ganze Volkszählung doch nicht nur zu statistischen Erhebungen gedacht,sondern dazu,daß sämtliche Behörden ihre Datensätze damit abgleichen können. Das Arbeitsamt würde sich sicher sehr dafür interessieren,ob sich ihre Kunden in den letzten Wochen tatsächlich um Arbeit bemüht haben. Und das Finanzamt fände es sicher auch interessant,ob der Firmenwagen wirklich nur für Dienstfahrten genutzt wird. Usw usw usw...
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14.06.2011 12:32 Uhr von plonkkkkk
 
+1 | -2
 
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schieben: es gibt ja noch die möglichkeit eine prüfung zu schieben. und ein zensus 2012 wirds nicht geben.. aber ene möglichkeit, die CP zu bekommen muss ja gegeben sein.
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14.06.2011 13:14 Uhr von haguemu
 
+11 | -0
 
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Studenten sollen studieren! Auch wenn es zum Glück nur Soziologen getroffen hat, sollte man nicht vergessen das ein wissenschaftliches Studium eine Vollzeitbeschäftigung ist, meistens zumindest.
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14.06.2011 13:45 Uhr von jschling
 
+11 | -4
 
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selber schuld: da hätte ich Studenten ja für cleverer gehalten :-))
wenn mich jemand zwingen würde zu so ner Arbeit, dann... würd keine Stunde dauern, bis ich meine 100 Fragebögen fertig hätte und das ganze ohne nur vor die Tür zu gehen *g*
moralisch definitiv OK - wer selber bescheisst, den darf man auch bescheissen
und mal ehrlich: glaubt irgendwer auch nur ansatzweise, dass unser Merkel und die restlichen Torfköpfe auch nur eine einzige Entscheidung anders treffen würden, egal wie die Antworten ausfallen ?
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14.06.2011 17:16 Uhr von Facemeltor
 
+6 | -0
 
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@jschling: studiere im 2. semester soziologie und ganz so einfach das zu fälschen ist das auch wieder nicht. Erstens werden die wahrscheinlich zufällige Kontrollanrufe bei den leuten machen ob da auch einer da war, zweitens gibts bei fälschungen ne geringere varianz, daran kann mans dann auch merken, und eventuell dann kontroll anrufe machen.
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14.06.2011 20:11 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -5
 
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@ achjiae: In erster Linie führen Beamte diese Tätigkeit aus. Wer für den Staat arbeitet, muss natürlich auch mal Aufgaben für ihn ausführen, die nicht ins eigentliche Tätigkeitsfeld fallen, wenns mal nötig ist. Das bekannteste Beispiel dürften Wahlhelfer sein.
Das ist genau wie bei jedem anderen Beruf, und genau wie bei jedem anderen Beruf steht es den Beamten natürlich frei, ihren Beruf zu wechseln.

Ähnlich ist es im Studium: bestimmte Module sind eben verpflichtend. Wenn einem das nicht passt: Pech gehabt. Da wird immer der fehlende Praxisbezug im Studium bemängelt, und wenn dieser mal da ist, ist es auch wieder nicht recht?
Natürlich ist die Aktion nicht 100%ig glücklich und es wäre vielleicht geschickter, das auf freiwilliger Basis zu machen und Alternativen anzubieten, aber der Professor scheint mir der Quelle zufolge nur gute Absichten gehabt zu haben.
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14.06.2011 21:16 Uhr von Winkle
 
+3 | -0
 
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Normalerweise würde man ja sagen, man hilft gerne.

Wenn, ja wenn, wirklich sichergstellt wäre, dass mit Hilfe der gewonnenen Daten vernünftige Politik im Sinne des Volkes betrieben und vernünftige Entscheidungen getroffen werden.

Aber so, wie der deutsche Staat momentan seine eigene Bevölkerung verarscht, würde das bei mir jede Hilfsbereitschaft im Keim ersticken lassen.

[ nachträglich editiert von Winkle ]
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14.06.2011 23:15 Uhr von DerMaus
 
+0 | -0
 
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Ist hier nicht jemand Jurist der dagegen klagen möchte? Ich will auch 2 Credits für son Müll!
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15.06.2011 07:43 Uhr von pippin
 
+0 | -0
 
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Diese "News" ist alt! Wer sich ein wenig mit dem Zensus befasst, dürfte auf der Seite der Zensusgegner schon am 10.05.2011 auf den folgenden Artikel gestoßen sein:

http://zensus11.de/...

Da frag´ ich mich doch, wie der Spiegel seine Themen recherchiert.

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