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Putin zwingt Autobauer zur Produktion in Russland

Russland ist der am stärksten wachsende Automarkt in Europa. Umso verheerender ist die Gesetzesnovelle. Sie zwingt ausländische Automobilhersteller, mindestens 300.000 Fahrzeuge pro Jahr in Russland zu produzieren, auch sollen mindestens 60 Prozent der Teile aus Russland stammen.

Viel große Automobilhersteller aus aller Welt ziehen nun in Erwägung, in Russland zu produzieren, da sonst Strafzölle drohen. Natürlich werden nun auch die Zulieferer von den Konzernen aufgefordert, in Russland zu produzieren.

Auf Grund mangelnder Qualität der russischen Produktion schrecken jedoch noch viele Hersteller und Zulieferer vor diesem Schritt zurück. Wegen des enormen Wachstums des russischen Markts stehen die Firmen jedoch unter wirtschaftlichem Druck.


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WebReporter: KerryKing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Russland, Unternehmen, Produktion, Autobauer
Quelle: www.wiwo.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2011 16:28 Uhr von KerryKing
 
+11 | -1
 
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Der Schritt in Russland zu produzieren wird wohl für viele Automobilhersteller unumgänglich sein, vor allem da der nordamerikanische Markt schwächelt und ander Absatzmärkte gesucht werden. Interessant wird, ob die vielen mittelständischen Zulieferer die nötigen Investitionen für den Aufbau eine Produktion in Russland stemmen können oder ob sie durch, bereits bestehende, russische Produzenten ersetzt werden.
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12.06.2011 17:32 Uhr von TheEagle92
 
+7 | -14
 
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Russland: Ich sage nur das wir damals den Lada aus Russland erhalten haben und der Wagen auch nicht wirklich was war... und jetzt sollen wahrscheinlich so Konzerne wie BMW, VW oder Opel oder noch andere dort in Russland produzieren ?? Das ist meiner Meinung nach total lächerlich und überzogen von Putin
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12.06.2011 17:38 Uhr von kirgie
 
+9 | -9
 
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@Siel: wenn jedes Land so denken würde wären wir aber ganz schön im Ar****.
Als Exportweltmeister würden wir nichts mehr exportieren weil alle anderen in ihrem eigenen Land bauen, um IHRE Arbeitsplätze zu schützen.
Und wenn wir nichts exportieren, dann können wir auch nichts mehr importieren. Und wenn wir nichts mehr importieren, dann fehlen uns die Rohmaterialien für "unsere" Arbeitsplätze.
Ich hoffe selbst du erkennst wo das hinführt....

Dieses System wurde schon einmal ausprobiert und es ist gescheitert.
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12.06.2011 18:08 Uhr von dragoneye
 
+6 | -4
 
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Russland möchte der WTO beitreten: Wenn Russland, wie geplant 2011, der WTO beitreten sollte, werden mit Sicherheit solche Handelshemmnisse wie sie im Text erwähnt werden, wieder abgebaut werden.

Im ersten Moment klingt es ganz gut, was Putin von den "bösen" Ausländern verlangt. Aber im Grundsatz wird damit den Menschen geschädigt, indem minderwertige Ware bzw. die gleiche Ware viel zu teuer hergestellt wird.

Beispiel: Jeder weiss, daß die heimische deutsche Bananenindustrie niemals den deutschen Bedarf decken könnte. Also wozu die auländischen Unternehmen dazu zwingen Bananen in Deutschland anzubauen, da sie hier nicht gut wachsen, anstatt sie gleich aus geeigneten Gebieten zu importieren?
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12.06.2011 18:29 Uhr von sicness66
 
+3 | -3
 
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@Siel: Schön, dass du nichts zu sagen hast. Was bringt es dir die komplette Produktion ins Inland zu verlegen ? Was Russland hier betreibt ist Aussenwirtschaftlicher Protektionismus und wird sie am Ende nur selbst treffen...
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12.06.2011 19:09 Uhr von zanzarah
 
+2 | -0
 
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schlau vom putin: damit schafft er arbeitsplätze im eigenen land und zugleich die hersteller die nicht in russland produzieren wollen sind auf dem russischen markt viel teuerer als die die in russland produzieren oder die heimischen hersteller, somit quasi konkurrenzunfähig auf dem russischen markt... klar gefällts vielen nicht aber für russland isses gut und jeder politiker sollte erst an das eigene land denken bevor man an die anderen denkt... leider läufts in deutschland anders rum, erst die anderen und das eigene volk soll den bach runtergehen...
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12.06.2011 19:16 Uhr von sicness66
 
+3 | -0
 
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@Siel: Ja die Autobauer kotzen ganz schön ab...Die Löhne und Anforderungen besonders bei den Spezialisten sind teilweise höher als in Deutschland. VW hat heute noch teilweise riesige Probleme in ihrem Werk in Kaluga.

Viel schlimmer trifft es ja dann die Zulieferer die eigentlich existenziell entscheiden müssen, was sie tun.

Aber die Autoriesen werden diesen Weg beschreiten müssen, um den wichtigen Markt nicht zu verlieren.

Und das soll jetzt Vorbild für Deutschland sein ?

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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12.06.2011 20:07 Uhr von Rexmund
 
+0 | -0
 
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so oder so: Dieses System wird gerade seit Jahren ausprobiert aber wird ebenfalls scheitern.
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12.06.2011 23:03 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -3
 
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für mich klingt diese nachricht nach einer mischung aus quatsch und spekulation.

enormes wachstum in russland? bestimmt nicht bei der durchschnittsbevölkerung. 90% der russen leben doch in armen verhältnissen und können sich vielleicht gerade mal 10 jahre alte schrottautos leisten - nicht umsonst blüht der handel mit hier längst ausrangierten karren da immernoch.
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12.06.2011 23:29 Uhr von kirgie
 
+2 | -0
 
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@Siel: Zu deinem Argument die Autobauer müssten "nur" 300.000 Autos in Russland bauen:
und wenn es nur 10 wären, dafür muss man extra eine Fabrik aufbauen, Fachkräfte ausbilden, und zuverlässige Zulieferer suchen - und weil die Autos qualitativ genauso gut sein müssen wie in Deutschland muss man das ganze (Fabrik, Arbeiter, Zulieferer) auf deutsche Standards bringen - ja die deutschen Autobauer werden sich über Putins Geniestreich freuen...

Putin geht es doch nur um eins Hightech Industrie und Knowhow nach Russland schaffen, erst wollten sie Opel und damit das ganze Wissen kaufen, das ging in die Hose, jetzt will er das ganze frei Haus geliefert haben. Er muss noch nicht einmal Etwas verstaatlichen oder stehlen, die Zulieferer die wir auf deutsche Standards bringen werden einfach in 5 Jahren plötzlich nur noch für Ladas liefern und die Ausgebildeten Fachkräfte kriegen ein Angebot von Lada das sie nicht ablehnen können.

Putin will uns unsere Technologie stehlen (die Grundlage unserer Exporte und damit unseres Wohlstandes) und du freust die auch noch darüber und befürwortest das ganze...
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13.06.2011 00:26 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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Dann wird das eben so enden wie bei Aeroflot und anderen russischen Fluggesellschaften.

Da ausländische Flugzeuge und Teile importiert werden müssten und darauf extremste Zahlungen stünden, sind die Maschinen in den USA oder anderen Ländern zugelassen. Die Wartung bzw. große Reparatueren finden ebenfalls in Drittstaaten statt.


Gibt´s halt bald in Deutschland noch ein paar Millionen zugelassene Autos mehr...

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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13.06.2011 02:11 Uhr von smg03
 
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Lach: die reichen bezahlen die strafzölle, bei lkw´s z.Zt. 2€ pro kubik hubraum, heißt bei nem lkw mit ca. 15000 kubik 30000 $ und die armen fahren weiterhin lada...
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13.06.2011 14:23 Uhr von Maglion
 
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Putin ist ein dummer Mensch: Er versuch alles über Verbote und Strafen zu regeln und diejenigen, die es sich leisten können dürfen sich freikaufen, wie z.B. die vielen kriminellen russischen Geschäftleute, die Millionen und Milliarden scheffeln, währen ihre Mitmenschen in Armut dahinvegetieren.

Wenn Putins Ideen so toll sind, muss man sich doch Fragen wieso es in Russland so schlecht läuft und die meisten Bewohner in Armut leben und unterdrückt werden.
Menschenrechte und Meinungsfreiheit sind dort nahezu unbekannt.

Zu Putins Plan:
Die großen Hersteller sind gar nicht in der Lage 60% in Russland zu fertigen, da sie fast alle Teile von Zulieferern zukaufen, die nicht nach Russland gehen können / wollen.
Russland ist für kleine und mittlere Unternehmen ein gefährliches und riskantes Pflaster, da in Russland die Mafia und die Korruption herrscht.

Wie sollen hochtechnisierte Firmen in Russland gute und bezahlbare Autos bauen, wenn die Russen keinequalifizierten Fachkräfte haben. Alles was Russland zu bieten hat, ist doch qualitativer und technischer Müll. Deshalb müssen sie ja nahezu alle Konsumgüter importieren.
Putin möchte jetzt sein eigenes Versagen von ausländischen Konzernen ausbügeln lassen. Das was er aus Unfähigkeit nicht geschafft hat, sollen jetzt andere erledigen - was für ein toller großer Staatsmann.

Ich denke diese Rechnung geht für Russland nicht auf und sie werden so weiter ins Abseits driften. Deutsche Firmen konzentrieren sich lieber auf die Märkte in China und Indien, damit haben sie die nächsten Jahrzehnten genügend zu tun.
Zwar haben die Chinesen auch strenge Vorschriften in Bezug auf Importgüter, was viele dazu bewegt hat, ihre Produkte in China zu fertigen, aber in China werden dafür ganz andere Voraussetzungen geschaffen, die eine Produktion/Montage in China attraktiv machen.

Nach Russland werden nur die größten Hersteller gehen, z.B. VW. Aber selbst Firmen wie BMW und Mercedes werden wohl nicht so schnell Putins Forderungen erfüllen. Denn diejenigen, die BMW, Mercedes oder Porsche fahren wollen, zahlen auch deutlich überhöhte Preise inkl. Strafzöllen - es gibt ja keine Alternativen aus Russland.
Und selbst das normale Volk, kann sich kaum einen VW-Polo leisten. Der Markt für hochwertige Autos ist in Russland noch relativ klein und wird auch nicht so schnell wachsen, denn dazu muss Russland erst mal dafür Sorgen, dass ihre Bevölkerung auch genügend Geld verdient, um sich Westautos leisten zu können.

Nur dumme Menschen, wie Siel, die keinerlei Backgroundwissen haben, können solche populistischen Maßnahmen gut heißen.
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13.06.2011 21:22 Uhr von LLCoolJay
 
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ich lach mich schlapp: "Auf Grund mangelnder Qualität der russischen Produktion schrecken jedoch noch viele Hersteller und Zulieferer vor diesem Schritt zurück"

Und die Produktion, die Kompetenz der Arbeiter und Angestellten in Marokko und Tunesien ist besser?

So ein Unsinn.
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14.06.2011 11:21 Uhr von Maglion
 
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@LLCoolJay: welche Autos werden denn in Marokko und Tunesien gebaut? ;-)

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