Potenzielle Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn gilt als wenig gesetzestreu
Die französische Finanzministerin Christine Lagarde und der mexikanische Notenbankchef Agustín Carstens gehen in die Endrunde um die Nachfolge des früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn. Dabei werden Lagarde die besseren Chancen eingeräumt.
Allerdings gibt es auch Zweifel an der Französin. Zum einen scheint sie, trotz ihres Berufs als Anwältin, einen laxen Umgang mit Gesetzen zu haben. Zudem wird gegen sie möglicherweise ein Verfahren eröffnet, in dem es um die angebliche Beihilfe zur Veruntreuung von Staatsgeldern geht.
Traditionell steht ein Europäer an der Spitze des IWF. Der Mexikaner Carstens will die Flinte aber nicht einfach ins Korn werfen und hat eine Werbetour für seine Kandidatur gestartet. Ihm gehe es darum, den IWF unabhängiger von politischen Abhängigkeiten zu machen, begründete er seine Kandidatur.