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Chaotische EZB-Erklärungen lassen Euro und Griechenbonds abstürzen

Widersprüchliche Aussagen der EZB-Spitze zu einer möglichen Beteiligung privater Gläubiger am nächsten Griechenland-Rettungspaket haben zu deutlichen Irritierungen an den Finanzmärkten geführt. Der Euro fiel am Freitag kräftig, die Renditen griechischer Anleihen legten deutlich zu.

Noch am Donnerstag erteilte EZB-Präsident Begehrlichkeiten aus Berlin eine deutliche Abfuhr. Doch in einer Erklärung von Freitagmittag schloss sein portugiesischer Kollege und EZB-Vize Vitor Constâncio unerwarteter Weise "nicht mehr jede Form einer Laufzeitverlängerung" aus.

In der Folge rutsche der Euro-Kurs um über ein Prozent, dreijährige griechische Bonds legten um 0,68 Prozent auf 26,15 Prozent zu. Freitagabend sah sich Constâncio daher erneut zu einer Stellungsnahme genötigt und erklärte, der EZB-Rat stelle sich "gegen alle Konzepte, die nicht auf reiner Freiwilligkeit beruhen oder die irgendein Element von Zwang umfassen".


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Griechenland, EZB, Staatsanleihe
Quelle: www.ftd.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2011 11:36 Uhr von _Illusion_
 
+5 | -1
 
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Seit Jahren schon heisst es andauernd, dass alles crasht und die Auswirkungen verheerend sein werden.

Es muss auch so sein irgendwann, das ist klar.

Und immer noch halten die das Ganze irgendwie am Laufen, so dass ich mittlerweile kaum noch auf irgendwelche mögliche Bankrott-Meldungen reagiere oder mir Gedanken mache.

Aber es ist erkennbar, dass mit allen Mitteln versucht wird, kein Land der Pleite zu überlassen, weil das wäre der Stein des Anstosses...
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11.06.2011 11:36 Uhr von GLOTIS2006
 
+4 | -0
 
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Zwang?! Zwang? Haha. Normalerweise liegt das Ausfallrisiko jeder Finanzanlage beim Investor und nicht beim Staat oder Bürger.

Nur leider habe ich immer mehr das Gefühl, dass Ackermann und Co. einfach zu gute Kontakte in ihren Blackberrys haben.

"Angela, wir MÜSSEN 25% Eigenkapitalrendite halten. Wenn du dafür sorgst, kannst du nach der nächsten Wahl (die du verlieren wirst) als Beraterin bei der DB anfangen."
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11.06.2011 11:58 Uhr von neminem
 
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ich hab das gefühl: egal wer was sagt, es wirkt sich immer weiter negativ auf die griechenlandsache aus, also selbst auch die dementi ^^... oO
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11.06.2011 16:49 Uhr von TheRoadrunner
 
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Absturz?? "In der Folge rutsche der Euro-Kurs um über ein Prozent..."
Sprich 1-2 Cent. Das ist für mich eine recht normale Fluktuation.

"dreijährige griechische Bonds legten um 0,68 Prozent auf 26,15 Prozent zu"
Bei diesen Größenordnungen sind 0,68% mehr oder weniger auch schon egal.

Je mehr Panik gemacht wird, desto schlimmer wird es. Und diese News liefert einen tollen Beitrag dazu. Denn zwischen "den Euro drücken" (Quelle) und einem "Absturz" (News) liegen an sich Welten.

@bertl: Ein Jahr sind an Finanzmärkten Ewigkeiten.

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