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Robert Gates: Europas NATO-Beitrag zunehmend irrelevant

In scharfen Worten prangerte am Freitag US-Verteidigungsminister Gates den mangelnden Beitrag Europas innerhalb der NATO an, die USA fühlten sich mit einem NATO-Beitrag von 75 Prozent zunehmend militärisch ausgenutzt. Die Krisenherde in Libyen und Afghanistan offenbaren fehlende militärische Fähigkeiten auf Seiten der Europäer.

Gates nannte es eine "ungeschminkte Wahrheit", dass die finanziell unter Druck stehenden USA allmählich die Geduld verlieren, notwendige Verteidigungsausgaben für solche Staaten mitzufinanzieren, die sich offenbar bewusst sträuben, "ernsthafte und fähige Partner zu ihrer eigenen Verteidigung zu sein".

Lediglich Großbritannien, Frankreich, Albanien und das quasi insolvente Griechenland leisteten den vereinbarten NATO-Beitrag von zwei Prozent ihres Bruttoinlandproduktes, so Gates. Europa sei kaum in der Lage, 25.000 bis 45.000 Soldaten in Afghanistan einsatzfähig zu halten und erweise sich auch im Libyen-Einsatz wieder hoffnungslos überfordert.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: NATO, Beitrag, Verteidigungsminister, Robert Gates
Quelle: www.ftd.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2011 10:43 Uhr von shadow#
 
+19 | -1
 
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Andersrum: NATO für Europa zunehmend nutzlos.
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11.06.2011 11:11 Uhr von Perisecor
 
+3 | -8
 
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http://www.spiegel.de/...

Eine meiner Meinung nach bessere deutsche Quelle hierzu.


Bemängelt wird vor allem, dass manche Verbündete überhaupt nicht in der Lage sind, sich zu beteiligen, obwohl sie das gerne würden, und anderen schon nach kurzer Zeit die Munition ausging.

Gleichzeitig möchte Gates zu einer Politik wechseln, bzw. anregen, welche die USA nur noch "vitale Konflikte" führen lässt. Das würde dann u.a. auch die UNO massiv schwächen.


@ shadow#


"NATO für Europa zunehmend nutzlos. "

Jaja. Kaum gibt´s mal ein paar Jahrzehnte Frieden in Deutschland, wird so getan, als ob dies ein Dauerzustand wäre.

Aber gut, dass wir Experten wie dich haben. Mit dir an der Spitze gäb´s schon längst keine NATO mehr, keine Bundeswehr.. und auch kein Europa oder Deutschland.
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11.06.2011 11:13 Uhr von usambara
 
+3 | -0
 
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zunehmend irrelevant? solange die USA (seit bestehen der NATO) den "Supreme Allied Commander Europe", sprich den militärischen Oberbefehl haben, wird die USA die NATO nicht aufgeben.
Der Generalsekretär der NATO (den die Europäer stellen) ist wohl eher als Werbefigur zu sehen.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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11.06.2011 11:17 Uhr von neminem
 
+0 | -0
 
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jetzt wo einem: das geld ausgeht, bzw. man merkt, dass der hebel für das eigene wirtschaftswachstum nicht groß genug ist, fällt einem auf einmal wieder ein, dass man ja bündnispartner hat.
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11.06.2011 11:23 Uhr von Gorli
 
+1 | -0
 
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2%? ganz schön happig, das wäre nur für deutschland schon 60 Mrd Euro.
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11.06.2011 11:47 Uhr von Pils28
 
+8 | -1
 
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Wir haben auch eine Verteidigungsarmee, die ist halt nicht so mobil und begeisert dabei, wenn sie in jeder zweiten Wüste Einheimische niedermetzeln soll.
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11.06.2011 12:09 Uhr von Misuke
 
+1 | -0
 
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kriegen die dann Geld ?? das quasi insolvente Griechenland leisteten den vereinbarten NATO-Beitrag von zwei Prozent ihres Bruttoinlandproduktes

hrhrhr die sind doch beinahe im Minus
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11.06.2011 12:22 Uhr von hofn4rr
 
+3 | -0
 
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gates redet sich da leicht im gegensatz zu den vsa hat europa keinen goldesel wie die fed, die dem pentagon von jahr zu jahr rekordausgaben beschert, auf pump natürlich.

das sich die europäer kaputtsparen, unter anderem auch beim wehretat, gefällt wohl niemandem, zumal die geschichte immer wieder aufzeigt wie überlebenswichtig es ist aggressoren die stirn bieten zu können.

andererseits kann es auch nicht angehen, dass sich die europäer in jeden durch wirtschaftlichen interessen getriebenen konflikt verwickeln läßt.

ansonsten wäre es mir ohnehin lieber, wenn die vsa ihren krempel samt kernwaffen wieder mit nach hause nehmen würden.
den kernwaffenschrott bei der eifel zu allererst.

wenn es schon kernwaffen für unsere verteidung braucht, dann bitte eigene und "seegestützt".

die engländer waren ja auch nicht so blöd, ihr kernwaffenarsenal aufs festland zu verlegen.
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11.06.2011 12:38 Uhr von J4CK
 
+4 | -0
 
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den groessten nutzen hat spaeter wieder die USA, deren Firmen spaeter die zusagen fuer den wiederaufbau bekommen...
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11.06.2011 12:47 Uhr von Pils28
 
+4 | -0
 
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@J4CK: Nein, das machen hinterher die Chinesen und Inder und die Amis sind empört, dass die befreiten Länder nicht exklusiv mit ihnen Handel treiben.. ;-)
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11.06.2011 13:22 Uhr von AnotherHater
 
+6 | -0
 
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Warum sollten wir die USA denn in ihren unzähligen Kriegen unterstützen, die nur darauf abzielen Völker zu unterjochen und ihnen ihre Bodenschätze abzupressen? Wir haben mit den USA ja nicht einmal einen Friedensvertrag! Die USA ist eine Diktatur, denn der Präsident darf mittlerweile:

• die Ermordung amerikanischer Bürger anordnen;
• geheime Militärtribunale einrichten;
• foltern lassen;
• zeitlich unbegrenzte Inhaftierung ohne Prozess anordnen;
• Razzien und Beschlagnahmungen ohne richterliche oder sonstige Anordnung durchführen und damit den vierten Verfassungszusatz (Schutz des Bürger vor staatlichen Übergriffen) aushöhlen;
• die 60-Tage-Frist verstreichen lassen, innerhalb derer entsprechend der »War Power Resolution« (ein Gesetz aus dem Jahr 1973) dem Kongress über die Ziele jeglicher Militäroperationen berichtet werden muss;
• das missbräuchliche PATRIOT-Gesetz ohne jegliche Kontrolle weiterhin anwenden;
• nach Belieben Krieg führen;
• alle Amerikaner wie Terrorverdächtige behandeln und an Flughäfen durch die TSA
• abtasten lassen oder durch den Nacktscanner schicken.

[ nachträglich editiert von AnotherHater ]
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13.06.2011 20:15 Uhr von alexanderr
 
+0 | -0
 
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Die wollten es doch so...oder?

und die USA ist nun mal auch die Nation mit dem höchsten BIP auf der Welt.
Da kann es halt auch mal vorkommen, dass man bei einem Prozentsatz von 2% einen Großteil der Kosten übernehmen muss!
bei einem BIP von 14bio sind das immerhin noch 280 mrd. $....
denn wenn es so wäre, dann könnte es doch so rein theoretisch wirklich so sein, dass die USA ca. 75% der Gesamtkosten für diesen Einsatz zu übernehmen hat....

demnach.: verstehe ich das richtig? jedes Land sollte nach dieser Vereinbarung etwa 2% an Geldern des BIP´s bereitstellen??

[ nachträglich editiert von alexanderr ]
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13.06.2011 20:19 Uhr von alexanderr
 
+0 | -0
 
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edit: kleiner fehler.
man kann ja nur einmal editieren.......

Die wollten es doch so...oder?

und die USA ist nun mal auch die Nation mit dem höchsten BIP auf der Welt.
Da kann es halt auch mal vorkommen, dass man bei einem Prozentsatz von 2% einen Großteil der Kosten übernehmen muss!
bei einem BIP von 14bio sind das immerhin noch 280 mrd. $....

demnach.: verstehe ich das richtig? jedes Land sollte nach dieser Vereinbarung etwa 2% an Geldern des BIP´s bereitstellen??
denn wenn es so wäre, dann könnte es doch so rein theoretisch wirklich so sein, dass die USA ca. 75% der Gesamtkosten für diesen Einsatz zu übernehmen hat....

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