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Energieminister von Frankreich besorgt wegen deutschem Atomausstieg

Der französische Energieminister Eric Besson bat vergeblich um ein europäisches Sondertreffen. Grund war seine Verärgerung über den Atomausstieg Deutschlands, der ohne Rücksprache mit anderen Ländern beschlossen wurde. Man müsse wegen des Ausstiegs vorsichtig sein, hieß es von Besson.

Man hatte in den letzten Jahren immer wieder erklärt, die eigene Atomkraft mache das Land unabhängig. Verschwieg aber, dass man mehr aus Deutschland importiert als dorthin zu liefern. Wenn es wegen Trockenheit zu Produktionsausfällen in Deutschland kommt "könnte es für uns eng werden", meint Besson.

Die französische Atomlobby und Präsident Nicolas Sarkozy sind jedoch gelassener und gehen davon aus, dass Deutschland dann Atomstrom importiert. Die Grünen dagegen würden sich wünschen, dass man von Deutschland lernt und ebenfalls aus der Atomenergie aussteigt. Zwei von drei Franzosen wären dafür.


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WebReporter: elpollodiablo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Frankreich, Energie, Atomausstieg
Quelle: www.tagesschau.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2011 09:12 Uhr von atrocity
 
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loool: Tja, müssen die Franzosen ihren Strom halt wo anders kaufen.. oder sich selber mal überlegen wie sie mehr Strom produzieren können.

... Hoffentlich nicht durch mehr AKWs... :/
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10.06.2011 10:42 Uhr von Shan_sn
 
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Grenze: Die Gefahr die von französischen Atomkraftwerken ausgehen betreffen uns genauso stark wie die Franzosen selber. Die haben sie nämlich an den Grenzen zu den Nachbarländern platziert.
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10.06.2011 10:50 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Mehr Tiedekraftwerke: In der Normandie haben die Franzosen vorbildhaft vor Jahrzehnten ein Tiedekraftwerk gebaut. Das produziert eine Menge Strom vor sich hin.

Wer hat den Deal aber stattdessen gemacht? Die Atomindustrie.

Es ist nachvollziehbar, wenn aus militärischen Gründen Plutonium gebraucht wird. Aber in solchen Mengen?

Die vielen Störfälle gehen in der französischen Öffentlichkeit unter.

Da das französische Gesellschaftssystem im Kern elitär ist, ist es nicht verwunderlich, daß eine kleine Minderheit aus den Elite-Ingenieurschulen der Bevölkerung diktiert, was sie zu ertragen hat. Dies ist umso gravierender, als daß die Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague einen Großteil seiner Produkte ins Meer und in die Luft leitet - also auch die außerfranzösische Bevölkerung betrifft.

Die Sorge um die Engpässe ist vorgeschoben, da in Frankreich die Furcht besteht, daß die Investitionen im Bereich der Nuklearindustrie durch den deutschen Ausstieg börsenbezogen entwertet werden. Dabei ist gerade der Ausstieg eine Aufwertung der Zukunft für die Bevölkerung, da die durch sie zu tragenden Risiken reduziert werden. Das nennt man im Deutschen "Daseinsvorsorge". Genau dieses kritisierte kurzfristige Denken hat zur Finanzkrise geführt.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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10.06.2011 11:36 Uhr von cav3man
 
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Auch hier kann ich nur sagen....
wieso sind sie jetzt besorgt und nicht schon seit über 10 Jahren als Rot/Grün den Atomausstieg beschlossen hatte???
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10.06.2011 11:54 Uhr von fallobst
 
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hmm: und wieso wird dann überall davon geredet, dass wir auf jeden fall auch von den franzosen atomstrom kaufen müsssen, um die energiewende durchziehen zu können? das würde doch nach diesem bericht gar nicht möglich sein.

ich dachte die neue abhängigkeit vom franz. atomstrom und die alte, nun weiter ausbauende abhängigkeit vom russischen gas wäre schon schlimm und würde uns in erpressbare situationen bringen. aber scheinbar wirds wohl noch schlimmer kommen können, dass wir nämlich vielleicht wie in einem 3-weltland im winter nicht mehr heizen können...
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10.06.2011 12:29 Uhr von ElkCloner
 
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Zwei von drei Franzosen können mich mal...
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10.06.2011 13:00 Uhr von NilsGH
 
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zur News: Das mit der Trockenheit ist etwas "unglücklich", man könnte auch sagen missverständlich formuliert:

Keine Produktionsausfälle in Deutschland, sondern in FRANKREICH:

1. Wasserkraftwerke der Franzosen (stellen seit Jahrzehnten eine "Grundversorgung") produzieren wg. Trockenheit weniger

2. AKWs können keine Maximallast fahren, weil nicht genügend Kühlwasser da ist.


Die Franzosen machen sich Sorgen, dass SIE selbst ihren Strombedarf nicht mehr denken können. Ich schätze mal, weil sie vertraglich an den Export nach Dt. und Österr. gebunden sind. Deswegen können sie nicht einfach weniger in diese Länder exportieren, um so ihren Strombedarf zu decken.

Das Thema behandle ich grade für ne Prüfung. Interessant finde ich, dass Frankreich immer behauptet (und ihre Statistiken das auch untermauern), dass sie mehr Strom exportieren, als sie importieren. Nun gestehen sie den umgekehrten Fall ein? Ja was denn nun? gefälschte Statistiken?!

Dass wir verdammt viel Strom von den Frankzosen importieren (müssen) ist ja klar. Wenn Dt. AKWs abschaltet kann man einen gewissen Teil noch mit den konventionellen Kraftwerken (Gas & Kohle) kompensieren. Irgendwann ist aber auch da mal Schluss, also muss zugekauft werden.

Das ist immer das Lustige bei den "Grünen", die propagieren "seht ihr, es geht auch ohne AKWs" -> Ist leider FLASCH, ihr Birkentsockträger! Kappt doch auch mal die Leitungen zu den Nachbarländern, die AKWs in Betrieb haben. Dann wirds hier zeitweise ganz schön finster!


[NACHTRAG]: @Sag_mir_Quando_sag

Tidenkraftwerke sind recht effizient und produzieren "relativ" gleichmäßig Strom, von daher wären sie ein Gewinn für das Energiesystem. Problematisch sind jedoch die Folgen für die Natur. Les dir mal einige Beiträge zu den DIngern durch. Genau wie Windkraftwerke für Vögel schädlich sein können ist das mit den Dingern auch für Fische. Nur leider noch extremer.

Die schimmen da rein bzw. werden eingesogen und zerhächselt. Der weltweite Fischbestand ist ja eh schon kurz vorm Niedergang. Und dann noch Fischhächsler ins Meer zu stellen ist entsprechend auch nicht grade clever.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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10.06.2011 13:13 Uhr von elpollodiablo
 
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@NilsGH: Stimmt, hast recht. Die Trockenheit wäre ein Problem in Frankreich. Trotzdem sagte er auch, dass Produktionsausfälle in Deutschland zum prblem werden könnten. Insofern ist es nur halb faslch. ^^
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16.06.2011 11:40 Uhr von KingPR
 
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Läppsche Franzmänner: Wir lassen uns doch von Euch und eurem geschminktem Präsidenten nichts sagen :D
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29.06.2011 09:43 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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@NilsGH: Das ist einleuchtend.

Das ist aber nicht der Grund, warum sie nicht gebaut wurden.

Betreffend des Atomstroms: Jahrzehnte von Aktivitäten haben nicht dazu geführt, ihn sicherer zu machen. Der Film "Unter Kontrolle" gibt einen guten Einblick in die derzeitigen Verhältnisse. Die Versprödung der Materialien gehört zum Geschäft. Hinzu kommt, daß jedes Land seine eigene Sicherheitskultur hat. Aufgrund des militärischen Aspekts ist das Atomthema der politischen Spitze des jeweiligen Landes vorbehalten. Selbst im verbissenen Deutschland gab es Vorfälle, wie z.B. das Herausschmuggeln von Plutonium aus der Karlsruher Anlage zeigte. Die angeblich sichere Verwahrung von Abfällen in Asse hat gezeigt, welch brisantes Thema dieses Thema in der dicht besiedelten Bundesrepublik ist. Der große Unfall der Fünfziger Jahre in der Sowjetunion hat ein riesiges Gebiet zum Versuchslabor verkommen lassen. Von Tschernobyl gar nicht zu sprechen. La Hague lässt nukleare Abfälle ins Meer und in die Luft, ohne daß man in Deutschland ein Wörtchen mitreden darf. Sellafield ist ein ähnliches Problem. Die Gegend um Hanford ist mit Tritium verseucht. Wie Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima gezeigt haben, kann es eine noch so ausgeklügelte Technik geben: Es kann trotzdem schief gehen. Nun, es gibt überschaubare Risiken, aber es gibt auch unüberschaubare Risiken. Wenn beispielsweise Chemiewerke in die Luft gehen, ist das Risiko einer solchen Anlage überschaubar, da die Folgewirkungen beherrschbar sind. Dies ist bei der Kernspaltung nicht der Fall, auch wenn man meint, sie im Griff zu haben. Und das Schlimme an der Situation ist, daß immer mehr Müll produziert wird. D.h. es wird nicht besser, sondern immer schlechter. Bei einem Fusionsreaktor beispielsweise gibt es solche Probleme in diesem Ausmaß nicht. Es gibt sogar die Perspektive in den folgenden Entwicklungsstadien einer Fusionsreaktortechnologie ganz auf Tritium zu verzichten.

Was nun die Fische betrifft: Die großen Fischschwärme befinden sich im Meer und nicht am Ufer. Diese werden durch Industriefang und nicht durch Tidekraftwerke vernichtet.

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Windkraftwerken. An ihren Standorten werden die bestehenden Kraftwerke nach und nach durch leistungsfähigere Generatoren ersetzen. Growian hatte 1981 schon 5 MW. In Ostfriesland ist ein russischer Investor und Ingenieur aktiv, der es mittlerweile geschafft hat, offshore 3 MW zu installieren. Das gibt Hoffnung.

Das Fraunhofer-Institut ist bei den Solarzellen mittlerweile bei einer Ausbeute von 24 Prozent der eingehenden Strahlung angelangt, wie in der Süddeutschen Zeitung zu vernehmen war.

Übrigens, das Minus war nicht von mir.

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