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FDP plant Abschaffung der Budget-Obergrenzen aller Praxen

FDP-Chef Philipp-Rösler lässt seinem Antrittsversprechen "ab jetzt wird geliefert" Taten folgen: Doch das geplante "Versorgungsgesetz" des von der FDP geführten Gesundheitsministeriums dient offenbar mehr der Versorgung der Ärzte als, wie von Rösler vorgeschoben, Patienten auf dem Land.

Die "Financial Times Deutschland" (FTD) kritisiert, das neue Gesetz hebe faktisch die Honorar-Deckelung aller Arztpraxen in Deutschland auf, statt nur bei solchen in unterversorgten ländlichen Regionen. Dies sei eine verfehlte Maßnahme und die Fortsetzung altbekannter FDP-Klientelpolitik.

Die Deckelung, die Versicherte vor ausufernden Gesundheitskosten schützt, diente jahrelang zur Kostenbremse. Der Grund: Im deutschen Gesundheitssektor greift das Marktprinzip nicht. Mit der neuen Regelung, so die FTD, überlasse die FDP den Ärzten die Gestaltung ihrer Einkommen weitgehend selbst.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, Abschaffung, Philipp Rösler, Budget
Quelle: www.ftd.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2011 21:50 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -4
 
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Schon die 4. (!!!) Honorarerhöhung binnen 6 Jahren (diesmal 2,8 Mrd. an 150.000 niedergelassene Mediziner, d.h. ca. 16.000 Euro jährlich pro Arzt) ist schon ein unfassbar starkes Stück.
Doch die de-facto-Aufhebung der Honorar-Deckelung und somit die Rückkehr zu den "goldenen Zeiten", als Mediziner die Gestaltung ihres Einkommens weitgehend selbst in den Händen hielten, sprengt endgültig alle Grenzen. In Zeiten von kontinuierlichen Reallohn-, Sozial- u. Rentenverlusten der Sozialversicherten ein weiterer Beitrag dieser Umverteilungsregierung.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.06.2011 22:10 Uhr von lina-i
 
+7 | -2
 
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Auch ich werde nie wieder: auch nur einen Gedanken verschwenden, bei irgend einer Wahl ein Kreuz bei der FDP zu versenken....
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09.06.2011 22:10 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -3
 
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@Xence: "Ärzte verdienen einen Vernünftigen Lohn für ihre Arbeit"

Zu keinem Zeitpunkt haben die Mediziner geringere Lohnfortschritte gemacht als der Durchschnitt der Bevölkerung - im Gegenteil, sie lagen immer weit über den Durchschnitt, auch in den Jahren vor der großen Honorarreform ab 2007.

Der feste Glaube in der Bevölkerung, dass dies andes gewesen sei, ist das Ergebnis konsequenter und erfolgreicher Lobbyarbeit und zahlreicher Endloskassetten.


Besonders dreist von Rösler ist:
Der gleiche Minister hat bereits erfolgreich dafür gesorgt, dass das Paritätsprinzip in der Sozialversicherung aufgekündigt worden ist.

Und was nutzt alles Sparen bei der einfachen Bevölkerung, wenn auf der anderen Seite nur umverteilt und Finanzierungslücken durch immer größere Steuerzuschuesse geheilt werden müssen?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.06.2011 22:32 Uhr von Klassenfeind
 
+3 | -2
 
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Die FDP gehört abgeschafft !! Keiner brauch diese Pseudopartei die so bestechlich ist wie keine andere.

Und es gibt genug Parteien die ihre "Geldsäcke weit aufhalten"..für alle, die gerne Spenden möchten ..mit der Vorraussetzung, das dann die Partei das macht , was der Spender gerne möchte.


Dieses Klientelgeschenk führt früher oder später zu mehr KK - Pleiten.
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09.06.2011 22:52 Uhr von Sir.Locke
 
+2 | -0
 
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@Baron-Muenchhausen: diese "d.h. ca. 16.000 Euro jährlich..." sind nach meiner kenntnis nicht direkt für den arzt, sondern (auch) für seine "kosten". sprich praxen, sprechstundenhilfe, arzthelferin... wieviel er widerum davon auch an zb seine angestellten weitergibt sei mal dahin gestellt.
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10.06.2011 14:18 Uhr von artefaktum
 
+0 | -1
 
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@Sir.Locke: "diese "d.h. ca. 16.000 Euro jährlich..." sind nach meiner kenntnis nicht direkt für den arzt, sondern (auch) für seine "kosten". sprich praxen, sprechstundenhilfe, arzthelferin..."

Das geht anderen Unternehmern auch nicht anders. Die müssen auch ihre Rechnungen bezahlen.
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10.06.2011 14:20 Uhr von artefaktum
 
+2 | -1
 
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@BastB: "(...) liest sich wie die Propaganda der Linken!"

Das war auch mein erster Gedanke. Wo die "Financial Times Deutschland" ja auch bekanntlich zu den führenden, linken Kampfblättern gehört. ;-)

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