09.06.11 11:45 Uhr
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Angst vor Pleite: Banken übertragen Griechen-Anleihen massenhaft dem Staat

Deutsche Banken und Versicherungen trennen sich massenhaft von griechischen Staatspapieren, obwohl man bislang offiziell von Solidarität mit Griechenland predigte. Immer mehr Bonds privater Unternehmen landen so in den Tresoren der EZB oder deutschen Landesbanken.

Mittlerweile soll der Bestand griechischer Staatsanleihen bei den deutschen Versicherungshäusern auf 2,8 Mrd. Euro gesunken ein, dies ist weniger als die Hälfte als noch vor 12 Monaten. Auch die Banken säubern ihre Bestände: Statt Bonds im Wert von 16 Mrd. Euro schlummern nur mehr Bestände von 10,3 Mrd. Euro in den Tresoren.

Noch zu Wochenanfang hieß es, hiesige Kreditinstitute hätten ihre Bestände griechischer Papiere nur dezent reduziert. Doch die Behauptung basierte auf einer Statistik aus 2010. Somit trägt nun vor allem der Steuerzahler die Risiken des Griechenland-Desasters, die Privaten haben sich wider anderslautender Ankündiungen längst verabschiedet.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Griechenland, Angst, Staat, Pleite, EZB
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2011 11:45 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -0
 
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Somit haben offenbar die Banken ihre „Selbstverpflichtung“ aufgekündigt und nutzen nun ihrerseits die im Mai 2010 dreist geschaffene Möglichkeit, Staatsanleihen minderwertiger Bonität und hochbrisante Asset-Backed Securities (ABS) (Hauptauslöser von Finanzkrise 1.0!) der EZB als Sicherheit gegen Kredite zu hinterlassen. Mehr dazu siehe mein Posting.
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09.06.2011 11:47 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -0
 
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Bürgerverarschung 2.0 -organisiert bei Merkel & Co: Somit haben offenbar die Banken ihre „Selbstverfplichtung“ aufgekündig und nutzen nun ihrerseit die im Mai 2010 dreist geschaffene Möglichkeit, Staatsanleihen minderwertiger Bonität und hochbrisante Asset-Backed Securities (ABS) (Hauptauslöser von Finanzkrise 1.0!) der EZB als Sicherheit gegen Kredite zu hinterlassen. Die EZB ist mittlerweile zu einer riesigen Müllhalde für Schrottpapiere verkommen ("Supersized Badbank")

Siehe hier: http://www.spiegel.de/...)

Im Falle eines griechischen Kollaps passiert folgendes: Alleine Athen steht bei der EZB zur Zeit mit 200 Millliarden in der Kreide (zw. 50-70 Mrd. besichert durch Ramschanleihen aus oben genannter Praxis). Ein realisitscher Haircut liegt bei 50%, denen nicht Ansatzweise Sicherheiten in der genanten Höhe als Aktiva entgegenstehen.

Da die EZB nicht insolvent gehen kann, tragen die in ihr zusammengeschlossenen nationalen Zentralbanken die Verluste nach ihrer jeweiligen Gewichtung. Kurzum: Vor allem Angela Merkels Wahllemminge als Eigentümer der Bundesbank.

Durch das im Mai 2010 durch Trichet, Paris und der Hosenträgerin geschaffene Absozialisierungsverfahren für Banken, Versicherungen und sonstige Privatinvestoren tragen die Bundesbürger also somit nicht nur erneut die Spekulationsverluste deutscher Banken, Versicherungen und sonstigen Vermögenden, sondern zu milliardenschweren Ánteil auch der französischen, italienischen, griechischen etc...

Siehe ---> http://www.welt.de/...

und hier ---> http://www.spiegel.de/...).

Und das ist erst der Anfang: Es ist abzusehen, dass auch andere Staaten in den Sog der irritierten Geldmärkte gezogen werden, das riesige Ponzi-System sie wie Domino-Steine kippen lässt und sie somit als Hafter ausfallen.

Die EZB bunkert alleine ABS im Werte von 480 Mrd. Es sieht sehr finster für die Hosenträgerin und ihre Wahllemminge in Deutschland aus. Es wird am Ende auf Enteignung der hiesigen Steuerzahler und eine extrem hohe Monetarisierung der Schulden, sprich Inflation herauslaufen: Unzählige Landesbanken hochverschuldeter Staaten wie Spanien vertragen keine höheren Zinsen - doch genau das steht uns im Zuge dieser Blase bevor.

Siehe auch hier ---> http://www.finanzwirtschafter.de/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.06.2011 12:26 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
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Also mal ganz kurz zusammengefasst: Der Steuerzahler am unteren Ende der Nahrungskette haftet mal wieder für alles.

Mir soll noch mal auch nur ein Politiker irgendwas von mehr Eigenverantwortung faseln. Banken haben ja mittlerweile so was wie eine Vollkaskoversicherung in der Politik
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09.06.2011 13:15 Uhr von linuxu
 
+3 | -0
 
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und was können wir: als kleine Bürger und Steuerzahler tun? Nichts!!!
Das ist das schlimmste.Wir werden verheizt von unsern Politiker
und können nur zusehen.
Leider gibt es auch keine wählbare Partei hier in Deutschland die etwas ändern könnte.

[ nachträglich editiert von linuxu ]
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09.06.2011 13:29 Uhr von derNameIstProgramm
 
+1 | -0
 
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Anders gefragt: wer ist der leidtragende wenn Banken und Versicherungen daran pleite gehen? Doch auch nur der kleine Mann, weil die Entscheider in den entsprechenden Unternehmen entweder schon weg sind oder einfach gekündigt werden. Solange hier nichts geändert wird, braucht sich eigentlich keiner beschweren. Letztendlich springt der Staat nur ein, um Unternehmen und damit Anleger und Arbeitnehmer zu schützen.
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09.06.2011 13:35 Uhr von artefaktum
 
+1 | -0
 
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@derNameIstProgramm: Du darfst dabei aber nicht vergessen, dass du als Bank mit so einer "Vollkaskoversicherung" im Rücken auch höhere Risiken eingehst.

Zudem: Müsste es dann nicht so eine "Versicherung" für andere Unternehmen auch geben, z.B. auch im Mittelstand? Da stehen auch Arbeitsplätze auf dem Spiel.
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09.06.2011 15:14 Uhr von Loxy
 
+2 | -0
 
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@ linuxu: "Leider gibt es auch keine wählbare Partei hier in Deutschland die etwas ändern könnte."

Genau...

Leute die Parteien wählen, die die von der Mehrheit als richtig angesehenen Zielsetzungen vertreten gelten in Deutschland schließlich als linke Spinner und demokratiefeindlich... und wer will schon als linker Spinner gelten in diesem Lande.

*Sarkasmus off

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