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Angst vor Pleite: Banken übertragen Griechen-Anleihen massenhaft dem Staat

Deutsche Banken und Versicherungen trennen sich massenhaft von griechischen Staatspapieren, obwohl man bislang offiziell von Solidarität mit Griechenland predigte. Immer mehr Bonds privater Unternehmen landen so in den Tresoren der EZB oder deutschen Landesbanken.

Mittlerweile soll der Bestand griechischer Staatsanleihen bei den deutschen Versicherungshäusern auf 2,8 Mrd. Euro gesunken ein, dies ist weniger als die Hälfte als noch vor 12 Monaten. Auch die Banken säubern ihre Bestände: Statt Bonds im Wert von 16 Mrd. Euro schlummern nur mehr Bestände von 10,3 Mrd. Euro in den Tresoren.

Noch zu Wochenanfang hieß es, hiesige Kreditinstitute hätten ihre Bestände griechischer Papiere nur dezent reduziert. Doch die Behauptung basierte auf einer Statistik aus 2010. Somit trägt nun vor allem der Steuerzahler die Risiken des Griechenland-Desasters, die Privaten haben sich wider anderslautender Ankündiungen längst verabschiedet.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Griechenland, Angst, Staat, Pleite, EZB
Quelle: www.spiegel.de

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