09.06.11 09:43 Uhr
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Griechenland: Angela Merkel wirbt für neues Rettungspaket

Die griechische Rezession zieht sich in die Länge, Reformen kommen nur schleppend voran. 2010 betrug das Staatsdefizit 10,5 Prozent und ein Abbau der Staatsschulden ist angesichts schrumpfender Wirtschaft nicht in Sicht. Auch für 2011 erwarten EU, EZB und IWF insgesamt ein negatives Wachstum.

Athen ist faktisch pleite und hängt am Tropf der Steuerzahler anderer Eurostaaten. Fachleute halten diesen Zustand auch in der Zukunft für alternativlos, da sie den Fortbestand der Eurozone sowie Schocks an den Finanzmärkten befürchten. Eine Rückkehr Griechenlands schließen sie auch für 2012 aus.

Somit scheitert Griechenland jedoch auch an den Voraussetzungen für weitere IWF-Gelder, da eine Staatspleite binnen zwölf Monaten nicht auszuschließen ist. Angela Merkel und Wolfgang Schäuble beabsichtigen nun, für ein neues Rettungspaket, nach Möglichkeit unter Beteiligung privater Gläubiger, zu werben.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wirtschaft, Europa, Griechenland, Angela Merkel, Hilfe, Bericht, Rettungspaket
Quelle: www.spiegel.de

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09.06.2011 09:43 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -0
 
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Offenbar betrachtet der IWF Griechenland mittlerweile als hoffnungslosen Fall. Da man nun eine Entlarvung der EZB als Müllhalde für Schrottpapiere (Zitat Spiegel!) fürchtet, scheint es für Berlin nur noch den Weg nach vorne zu geben. Schon bei seriöser Besicherung der EZB-Papiere, was offenbar keinesfalls der Fall ist, entstünde der EZB günstigsten Falles ein Verlust von 35 Milliarden Euro (d.h. den Steuerzahlern der noch solventen Staaten), aufgrund der minderen Sicherheiten eher ein Vielfaches. Ganz zu schweigen , die anderen PIGS-Staaten taumeln infolge der Irritationen an den Finanzmärkten.

Ohne massive Transferleistungen aus Deutschland, ohne derbe Inflation, ohne Lohnverzicht in Deutschland, ohne Vergemeinschaftung des Schuldzinses, ohne Stundung der Kredite und ohne Schuldenschnitten geht hier gar nichts mehr. Merkel und ihr favorisierter Neoliberalismus stehen längst mit dem Rücken an der Wand.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.06.2011 09:56 Uhr von RitterFips
 
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Hmm: Wie stehen denn die griechischen Bürger selbst zu diesen ganzen Hilfen. Man bekommt ja in letzter zeit oft vermittelt das sie einerseits schon gerne das Geld annehmen auf der anderen Seite selbst nicht persönlich auf etwas verzichten möchten.
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09.06.2011 10:05 Uhr von nyquois
 
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@RitterFips: Dann lies weniger Bild. Die Griechen (also das Volk) sind gegen die Hilfen.
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09.06.2011 10:21 Uhr von RitterFips
 
+0 | -1
 
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@nyquoris: bin kein bild Leser. Alles was ich brauche finde ich hier^^
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09.06.2011 10:57 Uhr von tafkad
 
+2 | -2
 
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@nyquois: Und das kann man wo nachlesen? Ich frage nur weil in allen Medien eher das Gegenteil gezeigt wird. Und ehrlich, wenn Sie dagegen sind, dann wäre ich dafür auch keine zu geben und vor allem endlich D aus dem Euro scheiß zu entfernen, sonst kracht es hier bald aber richtig.
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09.06.2011 12:09 Uhr von jens3001
 
+5 | -1
 
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Leute: die Griechen sind arme Schweine. Aus unserer Perspektive haben sie über ihre Verhältnisse gelebt.

Aus deren Perspektive wird ihnen der Lebensstandard heruntergeschraubt.

Und weshalb? Weil einige Wenige (= Ratingagenturen und Banken) den Hals nicht voll genug bekommen.

Korruption gehört in Griechenland dazu. Wer sich nicht bestechen lässt oder selbst besticht hat nicht genug zum Leben.
Das zu bekämpfen bedeuted eine Lebensphilosophie zu bekämpfen.
Das geht nicht von heute auf morgen und auch nicht in 1 Jahr.


Die Griechen demonstrieren gegen den "Diktator EU". Und hierzulande beschwert man sich über das Selbe.

Und dennoch sind hier 2/3 der Poster der Meinung die Griechen sind faul, unfähig und allgemein sowieso unsympathisch.

Wacht doch mal auf!! Die Probleme in Griechenland kommen nicht allein von dem Volk dort.
Das Volk hat einige Jahrtausende überlebt.

Das grösste Problem sind diejenigen, die spekulieren an den Finanzmärkten.
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09.06.2011 17:01 Uhr von Nullachtfuffzehn
 
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@ cortexiphan: Blödsinn...Griechenland braucht die EU, die EU jedoch Griechenland nicht...

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