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Kohlenstoffdatierung: Turiner Grabtuch ist vermutlich eine Fälschung

Jeder weiß sofort worum es geht, wenn man den Begriff "Turiner Grabtuch" hört. Gläubige Christen sehen dort die Abdrücke von Jesus Christus.

Luviano Buso, ein italienischer Kunstexperte, hat jetzt in seinem neuen Buch Beweise veröffentlicht, die widerlegen sollen, dass das Tuch echt ist.

Er behauptet, das "echte" Grabtuch sei bereits im Mittelalter zerfallen und es handele sich bei dem aktuellen um ein Duplikat.


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WebReporter: AllesReinerZufall
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jesus, Fälschung, Kohlenstoff, Grabtuch
Quelle: www.bild.de

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09.06.2011 08:48 Uhr von SNnewsreader
 
+30 | -9
 
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Ist nicht jede Religion eine Lüge? Alle beten Götzenbilder an ..... auch wenn sie Sinnbildlich sind ... Religion ist Macht, aber macht nichts ... mich juckt es nicht ob Mohammed ein KIND als Frau hatte, oder die christliche Kirche Heidnische Tage nahm und Daten verfälscht hat ... Niemand ist vollkommen ohne Schuld... oder wie war das noch mit dem Stein und Glashaus ... oder war es Steinigen?
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09.06.2011 08:58 Uhr von Lucianus
 
+18 | -1
 
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Kann der nicht einfach nur sagen "es ist eine Fälschung"?
Muss da wieder sowas kommen wie: "Das echte Leichentuch ist im Mittelalter zerfallen". Das ist derzeit nicht beweisbar, also darüber einfach schweigen.
Da er anscheinend beide Aussagen in das selbe Buch geschrieben hat, ist dieser Mensch für mich nicht als "experte" zu definieren.
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09.06.2011 09:08 Uhr von Tuvok_
 
+18 | -9
 
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UNd: wieder schlägt gesunde Wissenschaft den Glauben :)
Wissenschaftler 1 : Kirche: 0
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09.06.2011 09:13 Uhr von Jesse75
 
+15 | -0
 
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Falscher Titel: Das ist eine Theorie von Buso und nichts weiter. Die Kohlenstoffdatierung ist von 1988 und wird seitdem auch angezweifelt.
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09.06.2011 09:16 Uhr von Lykantroph
 
+8 | -3
 
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Kann mal jemand den ganzen News-Autoren und Checkern nen Gratiskurs in "HIRN" schenken?

"Kohlenstoffdatierung beweist: Turiner Grabtuch ist einer Fälschung"

Oh MAN!
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09.06.2011 09:48 Uhr von jens3001
 
+10 | -1
 
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Religion und Geschichte: Leute... was hat denn ein Stoffetzen mit "Religion" zu tun?

Es ist ein Grabtuch. Und es ging darum ob dieses Grabtuch vom Alter her das Grabtuch Jesu hätte sein können oder nicht.

Selbst wenn der Test ergeben hätte, das es ca. 2000 Jahre alt ist hätte noch lange nicht festgestanden das es wirklich von Jesu ist.


Abgesehen davon muss man "Jesus" nicht als Hirngespinst abtun.
Es kann ihn wirklich gegeben haben. Aber nicht im religiös verklärten Sinn, sondern als reale Person.

Im Laufe von 2000 Jahren kann es schonmal vorkommen, das die sozialen Hilfeleistungen einer Person als "göttliche Hilfe" interpretiert werden.

Generell also mal wieder alles als Unfug abzutun, nur weil eine Kirche dahintersteht ist sehr engstirnig.
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09.06.2011 10:19 Uhr von Klecks13
 
+18 | -5
 
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Wat nu? "Kohlenstoffdatierung beweist: Turiner Grabtuch ist einer Fälschung"
"hat jetzt in seinem neuen Buch Beweise veröffentlicht, die widerlegen sollen, dass das Tuch echt ist."

Beweise, die widerlegen SOLLEN? Tun sie es nun oder nicht?

Mal davon ab ist das mit der C14-Datierung ein alter Hut. Sie wurde bereits Mitte der 90er weltweit an mehreren Institiuten unabhängig voneinander durchgeführt und bestimmt das Alter auf etwa 800-900 Jahre. Und jetzt kommt das große Aber:
- Das Tuch war mehrfach Bränden ausgesetzt, die den C14-Gehalt verfälschen können.
- Es wurde häufig beschädigt und immer wieder ausgebessert; teilweise derart proffesionell, dass man kaum zwischen altem und "neuen" Stoff unterscheiden kann.
- Bis heute gibt es keine Erklärung, wie die Abbildung in das Tuch gekommen ist; sie ist nicht nur oberflächlich sondern durchdringt den Stoff. Daher kann auch kein Mensch sagen, in wie weit das Einfuß auf die Chemie genommen hat.
Aus genau diesen Gründen haben selbst die in aller Welt an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftler die Messungen für unsicher und daher nicht aussagekräftig erklärt.

Andere Fakten sprechen sogar eher für die Echtheit:

- Die verwendete Webtechnik war zur Zeitwende im hebräischen Raum weit verbreitet, im europ. Mittelalter jedoch unbekannt.

- Es wurden Pollen von Pflanzen gefunden, die in Nahost weit verbreitet sind aber in Europa nicht vorkommen.

- Die Abbildung stimmt mit heutigen Erkenntnissen und Theorien überein, widerspricht aber den damals verbreiteten Jesusdarstellungen:
Alle Darstellungen zeigen die Wunden Jesu mitten in den Händen und Füßen, der Person auf dem Tuch wurden die Nägel jedoch durch die Gelenke getrieben. Leichenversuche haben gezeigt: Dies ist die einzige Möglichkeit, jemanden mit Nägeln aufzuhängen; direkt an Händen und Füßen würden die Nägel durchs Fleisch reissen.
Jesus wird auf gängigen Bildnissen als eher schmächtig und mit Leidensmine, auf Kruzifixen sogar als abgemagert dargestellt. Tatsächlich -sofern es ihn gegeben hat- dürfte er als Zimmermann wohl eher sehr kräftig gewesen sein. Die Händler im Tempel z.B. hätten sich von so einem Spargeltarzan wohl kaum vertreiben lassen. Die Aussage im NT, Jesus überragte die anderen, ist also nicht nur sinnbildlich zu sehen. Das Tuch zeigt einen 1,80m großen, muskulösen Mann.
Die Spuren der Geiselung wurden auf Darstellungen gerne vernachlässigt, bestenfalls als Striemen angedeutet. Das Tuch zeigt dagegen Abbilder schwerer Fleischwunden, wie sie durch die Bleispitzen der Geißel entstehen.

- Die Abbilder der Wunden sind durch menschliches Blut entstanden. Der Blutfluß war jedoch bereits gestoppt, die Person muss zu diesem Zeitpunkt also bereits tot gewesen sein. Sämtliche Wunden sind so angelegt, wie sie bei den im NT geschilderten Folterungen tatsächlich entstehen.

- Auf dem Tuch sind zunächst nur schemenhafte Umrisse zu erkennen, lediglich die Blutflecken sind relativ deutlich. Erst mit einem Schwarzweiß-Negativ wird das Bild richtig sichtbar; mit einer nahezu fotografischen Detailgenauigkeit.

Wenn es also eine mittelalterliche Fälschung ist, dann war der Fälscher ein Genie und gleichzeitig Psychopath: Er musste im nahen Osten ein Tuch weben lassen, mit einer Technik die bereits seit Jahrhunderten aus der Mode war, anschließend einen käftigen Mann zu Tode foltern und dabei Kenntnisse anwenden, die sonst niemand zu seiner Zeit hatte, und zum Schluß mit einer bis heute unbekannten Technik das Abbild dieses armen Kerls in ein Tuch bringen. Und das alles nur um ein Bildnis zu schaffen, das erst viele hundert Jahre später durch fotografische Technik wirklich sichtbar wird.

Völlig religionsbefreit bleibt unterm Strich als Fakten: Das Tuchist laut C14-Messung keine 1000 Jahre alt und besteht aus einem vor 2000 Jahren in Judea üblichen Stoff, in den ein nach vor 2000 Jahren üblichen Methoden gefolterter Mann eingewickelt war. Widersprüchlicher geht´s eigentlich kaum.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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09.06.2011 10:40 Uhr von Lucianus
 
+3 | -2
 
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Falsch verstanden würde ich sagen... @klecks: Es geht nicht darum das, dass Tuch komplett erfunden wurde.

Es geht darum das das Tuch nicht Jesus eingewickelt hatte.

Deine gesamte Argumentation beruft sich auf den vergleich:
Echtes Leichentuch (und damit unumstritten das von Jesus) oder überhaupt kein Leichentuch sondern eine Fälschung.

Das dieses durchaus ein echtes Leichentuch sein kann, das aber nicht Jesus zeigt sondern irgendjemanden fehlt in deiner "Beweisführung" gänzlich.

[ nachträglich editiert von Lucianus ]
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09.06.2011 10:56 Uhr von Klecks13
 
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@ Lucianus: Nein, es geht darum, ob das Tuch erst im Mittelalter entstand oder tatsächlich das Leichentuch Jesu sein KÖNNTE. Meine Argumentation bezieht sich daher nicht darauf, ob es ein Leichentuch ist sondern wo und wann es entstanden sein kann. Und zumindest die Blutflecken beweisen, dass da ´ne Leiche drin war. Also ist es ein Leichentuch ;-)


Was immer noch nichts darüber aussagt, wer die Leiche war. Ich habe auch nirgens behauptet, dass es unbedingt Jesus gewesen ist sondern nur, dass das Abbild exakt der Schilderung im NT und den damaligen Gegebenheiten entspricht.

Und wie jens3001 schon festgestellt hat: Man sollte die historische Person Jesus von der religiösen Figur trennen. Dass Jesus tatsächlich gelebt hat, gilt heute als nahezu sicher; ebenso, dass er mit seinem Auftreten ein politischer Störfaktor war.
Ob er sich selbst als Messias dargestellt hat oder erst nach seinem Tod dazu verklärt wurde, ist wieder eine andere Frage.
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09.06.2011 11:03 Uhr von Lucianus
 
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gut: Mit dieser Aussage gehe ich konform.

In der obigen Aussage beziehst du dich bei der Vergleichsperson direkt auf Jesus.

Ich wollte Klarstellen, das es durchaus ein Leichentuch sein wird (recht sicher). Nur das es völlig ungeklärt ist wen es zeigt und wann diese Person gelebt hat bzw. gestorben ist.
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09.06.2011 11:32 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
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@ Lucianus: "In der obigen Aussage beziehst du dich bei der Vergleichsperson direkt auf Jesus"

Eigentlich nur in einem Punkt: Der Abweichungen des Tuches vom mittelalterlichen Jesusbild. Die Abbildung im Tuch kommt schon eher dem (angenommenen) historischen Jesus nahe, wie er dem heutigen Stand der Forschung entspricht.
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09.06.2011 12:14 Uhr von Maedy
 
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Von der Kirche: wurde dieses Tuch bis heute nicht als Reliquie anerkannt und das muss einen Grund haben.Ich habe vor Jahren schon Berichte gelesen,dass dieses Tuch einige Ungereihmtheiten aufweist.Insbesondere das *Bild* ansich stimmt so nicht,als Abdruck eines Einbalsamierten.
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09.06.2011 12:18 Uhr von Floppy77
 
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Der Handel mit solchen Relikten war im: Mittelalter ein Riesengeschäft...so manche Fälschung wird es da geben.
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09.06.2011 12:19 Uhr von Maedy
 
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Es gibt sogar: Heiligenreliquien,die mehr Knochen aufweisen,als ein *normaler* Mensch...
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09.06.2011 12:43 Uhr von lucas22
 
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ist: doch klar, dass das nicht echt sein kann. legt man mir ein tuch auf die fresse und sieht sich das tuch danach an, ist mein gesicht ja auch verzerrt abgebildet
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09.06.2011 13:07 Uhr von Brotmitkaese
 
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Religionen: an sich sind eine Fälschung.
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09.06.2011 13:33 Uhr von Klecks13
 
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Maedy & lucas22: Zumindest gilt es mittlerweile als sicher, dass es tatsächlich das Abbild einer Leiche ist; eines zu Tode gefolterten Mannes.

Wie das Bild allerdings da rein (NICHT drauf!) gekommen ist, weiß bis heute keiner, da versagen alle Erklärungsansätze. Wenn es eine Fälschung ist, dann die perfekteste aller Zeiten.

A propos Reliquienfälschung: Würde man alle angebliche echten Splitter des "heiligen Kreuzes" aneinander legen, muss Jesus ein wahrer Herkules gewesen sein: Bei 30cm Stärke wäre der Balken gut 80m lang und mindesten 3 Tonnen schwer ;-)

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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09.06.2011 17:56 Uhr von Dracultepes
 
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@klecks13: Wenn du sagst es wurde so oft ausgebessert und zwar so das man kaum zwischen alt und neu unterscheiden kann. Wird es jemanden gegeben haben der den Stoff weben kann. Ansonsten kann man die Stellen schon anhand der Webtechnik unterscheiden.

Das aber wiederspricht deinem:" Es gab niemandem der zu der Zeit so gewebt hat".

Zumindest ist das für mich ein Wiederspruch ;)

Und der Kirche trau ich durchaus zu das sie für eine replik, weil das alte ding am zerfallen war, auchmal jemanden foltert um ein neues zu machen.

Es ist mir allerdings relativ egal. Möglich ist alles.
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09.06.2011 19:57 Uhr von cheetah181
 
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Zeus: Christentum ist vermutlich eine Fälschung: "Einige Anhänger einer Frühdatierung behaupten, dass das Feuer von 1532 die Ergebnisse der Datierung verfälscht habe. Solche Behauptungen, speziell, dass durch das Feuer verursachter Isotopenaustausch das Radiokarbonalter verfälscht habe, wurden in Publikationen von Dmitri Kusnezow und anderen vertreten.[38] Diese Behauptungen wurden von den Vertretern der Radiokarbonlabors umgehend als inkorrekt und in von den Radiokarbonlabors durchgeführten Tests als nicht reproduzierbar zurückgewiesen.[39] Zudem haben sich die Arbeiten von Dmitri Kusnezow und anderen nach Überprüfung durch Gian Marco Rinaldi als wissenschaftlich unseriös erwiesen.[40]"

Auch gut:
"Auch wurde die Hypothese aufgestellt, dass durch die Auferstehung eine große Zahl von Neutronen erzeugt worden sei, die den C-14-Anteil im Tuch erhöht habe.[45]" ;)

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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09.06.2011 20:01 Uhr von Again
 
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@klecks: "Bei 30cm Stärke wäre der Balken gut 80m lang und mindesten 3 Tonnen schwer ;-)"
Du hast ja gesagt, dass der Mann im Grabtuch recht stattlich wirkte ^^

@Dracultepes:
"Wird es jemanden gegeben haben der den Stoff weben kann. Ansonsten kann man die Stellen schon anhand der Webtechnik unterscheiden."
Guter Einwand. Aber wenn man das Muster vor sich hat, kann man es wohl nachweben. Wenn man heute etwas restauriert, passt man sich auch an und benutzt entsprechende Werkstoffe. Und ich denke nicht, dass die Technik so schwer zu erlernen ist (allerdings hab ich genau null Ahnung vom Weben).

@cheetah:
"Auch wurde die Hypothese aufgestellt, dass durch die Auferstehung eine große Zahl von Neutronen erzeugt worden sei, die den C-14-Anteil im Tuch erhöht habe."
Selten sowas geiles gehört! Erinnert mich stark an die Hypothese, dass die Fossilienfunde zur Sintflut passen, weil man in den tiefen Schichten die vermeintlich langsamen Dinos (und Co.) findet und weiter oben dann die schnelleren TIere. Das soll widerspiegeln, wie sich die schnellen Tiere zunächst auf Hügel retten konnten (und dabei scheinbar Dinos von den Hügel nach unten trieben, aber alte, kranke und tote "schnelle" Tiere Huckepack nahmen, um sie auf die Hügel zu schaffen).

[ nachträglich editiert von Again ]
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10.06.2011 09:17 Uhr von brumm0370
 
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warum: verweigert die Kirche denn weitere Testreihen ?
vieleicht weil sonst bald nix mehr übrig wäre von dem Tuch wenn sie jeder nachfrage nachgeben würden???
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10.06.2011 10:14 Uhr von Klecks13
 
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@ Dracultepes, Again, Mister-L: @ Again:
"Du hast ja gesagt, dass der Mann im Grabtuch recht stattlich wirkte ^^ "

Und da er Gottes Sohn war, hat er den Balken vermutlich nicht mal selbst getragen sondern einfach schweben lassen ;-)))

@Dracultepes:
Auf "Das aber wiederspricht deinem:" Es gab niemandem der zu der Zeit so gewebt hat"."

hat Again schon genau das geschrieben, was ich auch antworten wollte :-)

"Und der Kirche trau ich durchaus zu das sie für eine replik, weil das alte ding am zerfallen war, auchmal jemanden foltert um ein neues zu machen."

Grundsätzlich ja; im MA war ein Menschenleben sowieso nicht viel wert.. Dazu hätten sie allerdings erst mal wissen müssen, wie das Original entstanden ist, und dies auch reproduzieren können müssen.
Dagegen spricht: Das benötigte Wissen und der Aufwand an zu dieser Zeit bereits lange vergessenen Techniken. Der oder die Fälscher hätten selbst solche Dinge mit einbeziehen müssen, die erst in unseren Tagen überprüfbar sind (z.B. Pollen).
Es ist ja nicht nur die Webtechnik, die auf eine Entstehung um die Zeitwende hinweist. Auch z.B. die Wunden durch die Geiselung; die römische Geisel gab es im MA nicht mehr. Natürlich gab es auch im MA Geiseln, diese unterschieden sich aber im Detail von der antiken römischen; vor allem in der Form und Anzahl der Bleigewichte. Entsprechend hätte eine mittelalterliche Geisel andere Wunden gerissen als auf dem Tuch zu sehen.

@ Mister-L:
Schönen Gruß an Clever&Smart ;-)

Falscher Ansatz. Blut ist nur an den Wundspuren nachweisbar, das restliche Abbild enthält kein Blut. Auch Öle und Fette (Einblsamierung) scheiden aus. Es wurden auch keine Farbpartikel gefunden; das Abbild ist nachweislich nicht gemalt.
Es gibt bis heute keine schlüssige Erklärung, wie das Abbild entstanden ist. Und so lange das nicht geklärt ist, wird sich auch die Frage nach der "Echtheit" nicht klären lassen.
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10.06.2011 11:11 Uhr von Dracultepes
 
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@Klecks13: Nein ihr habt mich einfach nur falsch verstanden. Bzw. Again hat schon das angemerkt was ich eh gesagt habe.

Also entweder es gab im Mittelalter niemanden der den Stoff weben konnte. Dann kann auch niemand das Tuch ausbessern. Und man hat keine Erklärung für die C14 Datierung.

Oder es gab jemanden der das Tuch flicken konnte und zwar mit der gleichen Webtechnik, ob nun durch kopieren oder sonstiges ist ja egal, dann kann es natürlich sein das man an den Stellen datiert hat.

Der Fall würde aber wiederrum dazu führen das nichts dagegenspricht das einfach das ganze Tuch gefälscht wurde und die C14 Methode das Tuch richtig auf das Mittelalter datiert hat.

Das heisst du musst dir für deine Argumentation aussuchen ob es mit dem gleichen Stoff geflickt wurde.Was zulässt das es auch voll gefälscht sein kann. Oder ob es nicht geflickt wurde, aber dann hast du Probleme mit der C14 Methode ^^

Es spricht auch nichts dagegen das die Geisel einfach imitiert wurde und auch sonstiges. Und auch die Pollen können durch kontakt übertragen worden sein.

Kann alles, muss nicht. Es ist eh nur ein Tuch um irgendwelche Geisteskranken anzustacheln das irgendwann irgendwo von jemandem gemacht wurde.
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10.06.2011 13:33 Uhr von cheetah181
 
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Restaurierung: Wikipedia (bzw. die Experten, die dort zitiert werden) sagt übrigens auch was zur vermeintlichen Ausbesserung im MA:
"Auch das „Invisible Reweaving“, das sowohl Rogers als auch Benfords Hypothesen voraussetzen, wird als äußerst unplausibel angesehen, da selbst mit heutigen Mitteln eine solche Restaurierung ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen nicht möglich ist, so etwa die Textilexpertin Mechthild Flury-Lemberg. Nach Flury-Lemberg, welche 2002 für die Restauration des Grabtuch verantwortlich war, wurde der Ausdruck „Invisible Reweaving“ als Versprechen für den Kunden von heutigen Restaurationsunternehmen kreiiert; Experten würden eine mit dieser Technik restaurierte Stelle jedoch mit Sicherheit auch mit dem bloßen Auge als ausgebessert erkennen. Die Webstruktur des Grabtuches ist nach ihren Angaben zusammenhängend und unangetastet, und zwar auch an den Ecken wo die Proben entnommen wurden.[36]"

Und dass man an Blutflecken auf dem Tuch die Art der Folterinstrumente erkennen soll kann ich ja bei den Einschlagstellen der Nägel noch nachvollziehen aber unterschiedliche Geißeln zu erkennen? Das klingt mir doch nach einer sehr "eifrigen" Quelle.

@Again:
"Selten sowas geiles gehört! Erinnert mich stark an die Hypothese, dass die Fossilienfunde zur Sintflut passen, weil man in den tiefen Schichten die vermeintlich langsamen Dinos (und Co.) findet und weiter oben dann die schnelleren TIere. Das soll widerspiegeln, wie sich die schnellen Tiere zunächst auf Hügel retten konnten (und dabei scheinbar Dinos von den Hügel nach unten trieben, aber alte, kranke und tote "schnelle" Tiere Huckepack nahmen, um sie auf die Hügel zu schaffen)."

Gottes Wege sind eben unergründlich. ;)
PS: Getschi3.0?
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10.06.2011 16:09 Uhr von Klecks13
 
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@ cheetah181: OK, das habe ich so noch nicht gelesen. Bzgl. der Ausbesserungen gebe ich mich also geschlagen :-)

Bei
"Und dass man an Blutflecken auf dem Tuch die Art der Folterinstrumente erkennen soll kann ich ja bei den Einschlagstellen der Nägel noch nachvollziehen aber unterschiedliche Geißeln zu erkennen? Das klingt mir doch nach einer sehr "eifrigen" Quelle."
allerdings noch nicht:

Römische Geißeln hatten an den Enden einfache Bleikugeln, manchmal waren auch drei davon an einer Schnur aufgereiht. Harte Schläge lassen die Haut aufplatzen, reißen aber keine allzu tiefen Wunden. Bei den Römern war Geißelung eine Lebendstrafe; der Tod sollte vermieden werden.
Mittelalterliche Geißeln waren viel aufwändiger: Oft war der gesamte Strang mit Gewichten besetzt, die zudem nicht mehr einfache Kugeln sondern sternförmig mit scharfen Kanten waren, oft auch als Haken ausgeformt. Diese Folterwerkzeuge sollten im wahrsten Sinne die Haut in Streifen vom Leib reißen - und genau das taten sie auch. Die Wunden sind ungleich größer und gefährlicher; im MA war eine Geißelung oftmals die Vollstreckung eines Todesurteils.
Die Blutspuren würden also ganz anders aussehen, weil der gesamte Rücken offen gewesen wäre.

@ Dracultepes:
"Es spricht auch nichts dagegen das die Geisel einfach imitiert wurde und auch sonstiges. Und auch die Pollen können durch kontakt übertragen worden sein."

"Einfach" imitiert ist so locker gesagt; wir sprechen hier über die Übergangszeit vom Früh- zum Hochmittelalter. Da wurde zwar viel gefälscht aber auch nicht so genau hingeschaut. Eine Reliquie galt schon als echt wenn sie eine plausible Geschichte aufweisen konnte. Wobei auch Wunder als plausibel galten.
Dazu kommt, dass das Wissen über die Antike nur noch sehr dünn war. So etwas wie Museen und Sammlungen oder gar Archäologie gab es nicht. Schau dir mal mittelalterliche Darstellungen der Bibelgeschichten an: Sie zeigen eine rein mittelalterliche Umgebung; die Akteure sind zeitgenössisch gekleidet und bewaffnet, im Hintergrund sind mittelalterliche Burgen und Städte zu sehen. Kein Mensch wusste mehr, wie die Leute in der Antike gelebt haben, welche Kleidung sie trugen oder welche Waffen und Werkzeuge sie benutzten. Es hat auch niemanden interessiert. Wozu auch? Bilder und Reliquien -egal ob echt oder gefälscht- sollten die Heilsgeschichte greifbar machen, nicht die Realität zeigen.
Ein mittelalterlicher Fälscher hätte nicht einmal gewusst, dass eine römische Geißel anders aussah (und wirkte). Er wäre auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass 1000 Jahre früher in Judäa vielleicht andere Stoffe verwendet worden sein könnten. Und dass vielleicht mal jemand nach Blütenpollen auf dem Tuch suchen könnte, wäre sowieso ausserhalb seiner Vorstellungskraft gewesen.

Es wäre auch gar nicht nötig gewesen, derart perfekt zu arbeiten; einpassendes Tuch mit schemenhafter Zeichnung und Blutspuren drauf hätten gereicht. Er hätte nur eine gute Geschichte dazu gebraucht.
Wobei ein damaliger Fälscher wohl eher deutlicher gemalt hätte; den Menschen damals wäre ein erkennbares Antlitz Christi lieber gewesen.

Fasst man alles zusammen, ergibt sich für mich folgendes Bild:
1. Stoff und Pollenanalyse deuten darauf hin, dass das Tuch aus der Region um Judea stammt.
2. Es handelt sich nicht um das zufällig gefundene Grabtuch eines Unbekannten. Zwar waren Geißelung und Kreuzigung übliche Strafen für dahergelaufene Unruhestifter (in den Augen der Römer war oder wäre Jesus nichts anderes gewesen), die Dornenkrone ist aber eine exklusive Sonderanfertigung für Jesus, um ihn als "Rex Judea" zu verspotten. Das Tuch ist also entweder tatsächlich das Grabtuch Jesu oder eine bewusste Fälschung.
3. Das Tuch passt exakt zur Passionsgeschichte; und zwar nicht in die der mittelalterlichen Vorstellung sondern mit den Gegebenheiten in Judea zur Zeitwende. Auch das Abbild des Mannes ist schlüssig für einen Zimmermann der damaligen Zeit.
Wenn das Tuch eine Fälschung ist, dürfte diese daher eher zu frühchristlicher Zeit angefertigt worden sein. Die frühen Christen lebten in der entsprechenden Religion unter den entsprechenden Bedingungen. Sie webten täglich solche Stoffe, kannten die römische Geißel und wussten, wie eine Kreuzigung abläuft (was bis heute nicht im Detail rekonstruiert ist). Alles, was ein mittelalterlicher Fälscher erst mühselig rekonstruieren müsste, war für sie Alltag. Nicht nur, dass kaum jemand im MA so einen Aufwand betrieben hätte, der Fälscher hätte auch über ein für seine Zeit wohl einmaliges Wissen verfügen müssen.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]

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