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Stromnetzbetreiber überfordert: "Wir fahren die Netze kontinuierlich am Limit"

Martin Fuchs, Geschäftsführer des Netznetzbetreibers Tennet, erklärte nun, dass ein Wegfallen von acht Atomkraftwerken die Betreiber maßlos überfordern würde.

2003 gab es laut Fuchs nur zwei technische Eingriffe, um die Stromleitungen zu stabilisieren. In darauffolgenden Jahren seien es aufgrund der unkonstanten Ökostromproduktion bis zu 300 Eingriffe jährlich gewesen. Alleine seit der Abschaltung der acht Kraftwerke vor drei Monaten seien es 900 gewesen.

Insgesamt kosten diese Anzahl an Eingriffe den Betreiber bis zu 100 Millionen Euro im Jahr. Bis 2020 brauche man außerdem einen Stromspeicher, da der Strombedarf sonst nicht konstant abgedeckt werden kann.


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WebReporter: crzg
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Strom, Energie, AKW, Limit
Quelle: www.merkur-online.de

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08.06.2011 13:25 Uhr von artefaktum
 
+41 | -12
 
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Tennet ist übrigens ein niederländischer Betreiber.

"Insgesamt kosten diese Anzahl an Eingriffe den Betreiber bis zu 100 Millionen Euro im Jahr."

So ist das nun mal. Unternehmer müssen hin und wieder investieren. Beim Strom wird gigantisch verdient. Aber jammern auf höchstem Niveau.
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08.06.2011 13:38 Uhr von derSchmu2.0
 
+16 | -8
 
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Echt...Entgegensteuern statt Investieren: So siehts doch aus...Atomkraft als Bruecken-Energiequelle verstehen, so tun als wuerde man Oekostrom foerdern, aber fuer den Uebergang nichts vorbereiten und dann jammern...

Wir sollten denen echt was mehr Kohle abdruecken, kann ja nich sein, dass die das Ende haben kommen sehen und nun total unvorbereitet sind...
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08.06.2011 13:51 Uhr von applebenny
 
+22 | -10
 
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bla bla bla: die leute labern scheiße am laufenden band um zu jammern und so zu tun als würde die welt untergehn, und wollen alle nur noch mehr geld einsacken. erst heißt es an pfingsten wäre das stromnetz überlastet wegen geringen stromverbrauch, was sich ja irgendwie widerspricht, und jetzt so ein gelump. GLAUBT DEN LEUTEN GARNICHTS MEHR! die verarschen doch die leute die sich net auskennen nur..
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08.06.2011 13:51 Uhr von NilsGH
 
+14 | -1
 
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Ist ja auch verständlich was da erläutert wird:

Hab ich AKWs (oder auch Kohle- oder Gaskraftwerkte), produzieren die mir bequem und vor allem konstant eine gewisse Menge Strom, die ich vorgebe.

Hab ich die Ntur als Lieferanten in Form von Solar- und Windkraft, muss ich regulieren. Überkapazitäten ausgleichen, indem ich auf anderen Netzteile ausgleiche, Versorgungsengpässe durch Umleitungen kompensiere usw.

Ich verstehe nur das Problem nicht:

1. Kostet das jetzt Geld, weil die "Stromwächter", also Menschen dann öfter Hebel umlegen müssen?

2. Kostet das Geld, weil ihre Software (1. war eher ironisch gemeint) mehr zu tun hat, um die Verteilung zu regulieren?

3. Kostet das wieder nur "fiktives" Geld, weil Mehrkosten für Politiker und Wirtschaftsbosse immer ein Totschlagargument sind?

Ich gehe mal davon aus, dass 3. wohl am ehesten der Wahrheit nahe kommt.

Klar müsste die Stromnetzstruktur ausgebaut werden, um diese Schwankungen auch in Zukunft (v.a. bei steigendem Energieverbrauch) adäquat auszugleichen und zu kompensieren - den Strom also im gesamten Bundesgebiet bzw. auch in den europ. Nachbarländern besser verteilen zu können. Für unmöglich, das innerhalb mehrerer Jahre zu realisieren halte ich das jedoch nicht. Wieso auch? Leute ausbilden, Arbeitsplätze schaffen und bauen!

Ich bin auch kein "Grüner", also ein radikaler Gegner der Atomkraft. Ich denke nur, dass wir mittlerweile alternativen haben, die uns in Zukunft Kosten und vor allem langzeitlich gefährliche Abfälle sparen können. Deshalb halte ich die Abschaltung von AKWs nicht unbedingt für eine schlechte Sache. Ob das jetzt so "hopla die hopp" beschlossen und gefeiert werden muss jedoch schon:

- Man kürzt die Subventionen für Solardächer,

- baut Windparks, wo man nicht unbedingt sicher sein kann, dass sie keine Gefahr für die Umwelt (v.a. für Vögel) sind

- beschließt den "Atom-Ausstieg" im absoluten Alleingang, ohne die ach so tollen "Partnerstaaten in der EU mitzunehmen

Wer am Ende wieder dran verdient kann ich euch sagen: Wegen der Schnellschüsse unserer Politik müssen wir - weil nicht in die Netze und in den Ausbau der anderen Energieformen investiert wird - in einigen Jahren unseren Strom von den Nachbarn kaufen, die ihn schön "sauber" in AKWs produzieren.

Das wird teuer, zusätzlich zu den Kosten der Beseitigung unserer AWKs und den Mehrkosten wegen den anderen Energieformen. Klasse!
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08.06.2011 14:12 Uhr von Feuerfaenger
 
+9 | -0
 
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Wenn ich so was lese und im selben Augenblick rüber zu den sich nicht drehenden Windkrafträder schaue, fühle ich mich ein wenig verat***t.
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08.06.2011 14:16 Uhr von Ginseng
 
+18 | -3
 
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Mal ein Überblick: Die deutschen Stomerzeuger hatten 2009 einen REINGEWINN von 80 Milliarden Euro. Zum vergleich, der Gigant Microsoft hatte im gleichen Zeitraum einen Rekord-Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der Gewinn dazu ist mir grad nicht bekannt, dürfte aber ca. 10% von diesen 4,4 Mia betragen haben.

80 Mia Reingewinn ist schon mehr als unanständig, bitte das immer im Hinterkopf haben wenn sie wieder in der Presse rumjammern!
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08.06.2011 14:19 Uhr von Finalfreak
 
+11 | -3
 
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Es wird noch viel passieren: Da ich in der Energiebranche arbeite sehe ich auch Probleme kommen.
Das größte Problem der Ökoenergie ist die Unregelmäßigkeit.
Wo soll der Strom denn in der Nacht bei Windstille herkommen?
Es müssen ganz dringend "Stromspeicher" gebaut werden, wie z.B. Pumpspeicherkraftwerke.
Desweiteren müsste fast das komplette Stromnetz Deutschlands ausgebaut werden um den Schwankungen entgegen zu wirken.
Ein weiteres Problem wird sein, die Netzfrequenz von 50Hz stabil zu halten, da bei Photovoltaik
Gleichspannung anfällt, die durch einen Wechselrichter in netzkonforme 50Hz gewandelt werden.
Das wird sehr interessant in den nächsten Jahre, werde mir dann auch einen guten Generator besorgen sowie ein paar Autobatterien ....
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08.06.2011 14:31 Uhr von FlatFlow
 
+5 | -4
 
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Der Ausstieg: ist doch vor Jahren von der Rot/Grünen Regierung beschlossen, das bedeutet man hätte schon längst mit dem Ausbau von "Stromautobahnen" anfangen müssen. Das Problem ist, es ist wenig bis nichts passiert, weil die Verantwortlichen auf die CDU/CSU/FDP gewartet und dann auch ende 2010 den Ausstieg aus dem Ausstieg durch geboxt haben. Jetzt wo Angie, Guido & Konsorten eine Rolle zurück machen, kriechen alle unter den Steinen und Jammern.
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08.06.2011 14:37 Uhr von Nebelfrost
 
+5 | -10
 
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schwachsinn. deutschland hat genügend strom. das ist nur propagandageschwätz von den energiebonzen, die angst haben, dass sie sich dieses jahr mal nur 2 anstatt sonst jährlich 3 luxuskarossen kaufen können.
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08.06.2011 14:45 Uhr von Floppy77
 
+7 | -0
 
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Weiss nicht warum die jammern, am Ende trägt eh der Kunde die Kosten für diese Eingriffe.
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08.06.2011 14:56 Uhr von Rigo15
 
+4 | -3
 
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lol: lol

"2003 gab es laut Fuchs nur zwei technische Eingriffe"

"Abschaltung der acht Kraftwerke vor drei Monaten seien es 900 gewesen."

lol jetzt ist das geld machen woll nicht mehr so einfach :)

Geschäftsführer Martin Fuchs: "hilfe ich muss was tun um Geld zu verdienen"
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08.06.2011 14:58 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+8 | -3
 
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Klar trägt der Kunde die Kosten.

Er hat ja die Abschaltung der AKW und Stromproduktion mittels nicht kontinuierlich zur Verfügung stehenden Energiequellen gewollt.

Wenn man keine echten Alternativen hat, sollte man keine Schnellschüsse starten.

Ob jetzt die Grundversorgung mittels Kohle, der Zukauf von AKW-Strom aus dem Ausland und die Verschandelung ganzer Landstriche mit Windrädern so sinnvoll ist? Ich habe meine Zweifel.

Ich wäre dafür, die Forschung nach alternativen Energiequellen zu pushen und erst umzustellen, wenn etwas Sinvolles gefunden ist.

Die heutigen "Ökostrom"-Quellen greifen nicht unwesentlich in die Ökosysteme ein (Windräder, Wasser- und Gezeitenkraftwerke) und die Ökobilanz einer Solarzelle sieht, wenn man die Produktion mit betrachtet, auch nicht mehr so rosig aus.

"Erst denken, dann handeln" wäre hier wohl angebracht!

[ nachträglich editiert von Jean_Luc_Picard ]
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08.06.2011 15:07 Uhr von spatenkind
 
+7 | -7
 
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wahnsinn wie hier immer genau die Leute groß tönen, es würde nichts passieren, die am wenigsten Ahnung von der Technik haben.

Die Überlastung der Netze geschieht dadurch, dass Geschäft, Firmen, usw... nur wenig Strom nutzen und dadurch mehr Strom produziert als benötigt wird. Auch muss der Strom zu den Ballungsgebieten geleitet werden und zwar aus ganz unterschiedlichen Ecken der Umgebung. so kommt es auf den Trassen zu Engpässen.

Technisch gesehen ist der "Öko Strom" das reinste Gift für die Netze.
Wie Finalfreak schon schrieb: Photovoltaik erzeugt Gleichstrom und muss erstmal in einen sauberen und konstanten Wechselstrom mit 50 Herz gewandelt werden. Das ist technisch ein riesen Aufwand.

Strom aus der Windkraft ist noch ineffizienter. Ein Windrad erzeugt zwar einen Wechselstrom, allerdings in keiner direkt nutzbaren Wechselstromfrequenz (Windrad dreht sich mal schneller, mal langsamer). Daher wird der Strom erstmal gleich gerichtet (Gleichstrom) und DANN wie bei der Photovoltaik in Wechselstrom gewandelt.

Der Unterschied zu den großen Kraftwerken ist, dass bei einem Kraftwerk direkt ein schöner sauberer Strom rauskommt und in einem Umspannwerk einfach nur noch verteilt werden muss. Bei dem Öko Strom muss der Strom erstmal von vielen verteilten Stellen zentral gesammelt und dann in Netzqualität gewandelt werden, bevor er überhaupt zu gebrauchen ist.
So, ich hoffe ich konnte es für jeden Anschaulich erklären.
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08.06.2011 15:22 Uhr von artefaktum
 
+10 | -6
 
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@spatenkind: Die bisherigen Netze sind der aktuellen Technik der Energieerzeugung angepasst. Neue Techniken der Energieerzeugung benötigen eine andere Netzstruktur. Das liegt in der Natur der Sache.

Da hättest du genau so bei der Einführung des Automobils argumentieren können, es gäbe zu wenige asphaltierte Straßen.

Technik wandelt sich ebenso wie die Welt sich wandelt. Jeder Wechsel hat nicht nur Vorteile sondern birgt auch Hindernisse und Probleme. Das ist auch bei alternativen Energien nicht anders.

"Der Unterschied zu den großen Kraftwerken ist, dass bei einem Kraftwerk direkt ein schöner sauberer Strom rauskommt ..."

Lass mich mal tippen: Für dich sind Atommülldeponien auch Restenergieparks. ;-)
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08.06.2011 15:29 Uhr von mort76
 
+7 | -6
 
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spatenkind, und irgendwann macht der schöne, saubere Atomstrom eine häßliche, strahlende Wüste aus unserem Land.
Aber, mein Gott, warum sollte man deswegen auf seine 80 Milliarden Euro Gewinn verzichten?
Warum sollte man das Geld denn investieren, wenn man es auch genausogut behalten kann?

Mit 80 Milliarden Euro ließe sich so manche Innovation finanzieren, und das ist UNSER Geld, das uns die Konzerne nur dank ihrer Monopolstellung abzocken können...also, sollen die Heinis mal was tun für UNSER Geld!

Systematisch haben die Konzerne den Stromnetzausbau sabotiert, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wären...aber jetzt wird gejammert, dabei sind sie SELBER schuld an den Mißständen...
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08.06.2011 15:42 Uhr von spatenkind
 
+5 | -6
 
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@ artefaktum: aha einführung des Autos, soso...
hat die Regierung damals dann gesagt: so in den nächsten 11 Jahren werden alle Kutschen verbrannt und nur noch Autos dürfen fahen? Ist uns egal wie wir den Sprit dafür bekommen und wie sie der Umwelt schaden, hauptsache wir sind vorreiter?
NEIN!

Hier wird einfach ein Wandel beschlossen, ohne Rücksicht auf Verluste. Windräder werden mitten in Wälder und direkt an Naturschutzgebiete gebaut, Anwohnern wird die Lebensqualität genommen, Immobilienbesitzer haben einen riesigen Wertverlust ihrer Immobilie, keiner kann genau sagen wie die Tierwelt darauf reagiert, die Photovoltaik parks spiegeln so extrem, dass Anwohner regelrecht gegrillt werden, die neuen Stromtrassen werden aus Kostengründen oberirdisch verlegt und verschandeln wieder das Landschaftsbild...
Bald ist es so dass wenn man an den Horizont guckt, einem Kotzübel wird weil sich überall alles dreht.

Achja und es gibt Technologien die die Meiler ablösen können, nur müssen diese noch weiter erforscht werden. Stichwort: Kernfusion.
Für diese Zeit, bis die Kernfusionsreaktoren effizient laufen, brauchen wir die Atomkraft.
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08.06.2011 15:54 Uhr von artefaktum
 
+8 | -3
 
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@spatenkind: Darüber, inwieweit das zu schnell geht, diskutiere ich gerne.

Wichtig war mir aber ein anderer Punkt: Du wirst jede Technologiewende damit behindern können indem du argumentierst, es würde ihr an den (technischen) Voraussetzungen fehlen.

Als der Verbrennungsmotor erfunden wurde, mussten Raffinerien gebaut werden, als der Strommotor und elektrisches Licht erfunden wurden, musste man eine Infrastruktur für Herstellung und Weiterleitung von Strom schaffen.

Und auch dieses mal ist es nicht anders. Inwieweit das zu schnell geht, darüber rede ich wie gesagt gerne. Eine neue Schlüsseltechnologie allerdings per se für untauglich zu erklären, nur weil sie in eine Welt kommt, die aufgrund ihrer bisherigen Abwesenheit nicht auf sie ausgerichtet ist, das ist ein Todschlagargument.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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08.06.2011 15:58 Uhr von Finalfreak
 
+5 | -5
 
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@spatenkind: Deine Meinung unterstreiche ich.
Sehr schön erläutert! :)

@artefaktum
Du hast auch recht, aber ich sehe die Ökotechnologie als
umweltschädlich an.
Die Produktion "verschwendet" wertvolle Resourcen, die Technik braucht extrem viel Platz (Photovoltaik).
Das schlimmste ist der niedrige Wirkungsgrad.
Klar sollte man diese Technik weiterhin erforschen, aber jetzt komplett umschwanken ist einfach nicht möglich und sollte sehr sehr langsam durchgeführt werden.
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08.06.2011 16:02 Uhr von artefaktum
 
+2 | -2
 
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@Finalfreak: "Klar sollte man diese Technik weiterhin erforschen, aber jetzt komplett umschwanken ist einfach nicht möglich und sollte sehr sehr langsam durchgeführt werden."

Da kann ich dir auch folgen. Wie gesagt, inwieweit der Zeitplan da in der Praxis funktioniert, ist nicht so einfach zu beantworten.

"Die Produktion "verschwendet" wertvolle Resourcen, die Technik braucht extrem viel Platz (Photovoltaik). Das schlimmste ist der niedrige Wirkungsgrad."

Da war vor etwa zwei Monaten eine interessante Doku im ZDF über die Entwicklung des Dieselmotors. Vielleicht hast du sie ja gesehen. Der wurde auch nicht an einem Tag erschaffen.
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08.06.2011 16:12 Uhr von spatenkind
 
+4 | -3
 
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artefaktum: und alle deine Beispiele haben haben sehr sehr lang gedauert, bis sie Vollendet waren.
Zusätzlich waren dies neue Technologien die nach und nach die alte Technologien abgelöst haben und nicht wie in unserem Fall, zack und weg ist die Lebensgrundlage.

Auch ist der Öko Strom keine Schlüsseltechnologie. Ist es nicht und wird es auch nie sein. Photovoltaik und Windkraft sind völlig ineffizient, auch wenn die Grünen immer meinen "die Leistund die direkt aus dem Windrad kommt, kann voll genutzt werden..." das ist absolut Falsch. Durch das Gleichrichten und umwandeln geht so viel Leistung verloren (Wärme) dass nur ein kleiner Teil im Netz auch wirklich genutzt werden kann.

Wie gesagt: die Schlüsseltechnologie ist die Kernfusion und irgendwann auch mal die Kalte Fusion (könnte dann jeder im Wohnzimmer seinen eigenen Strom generieren), aber bis diese technologie so weit ist, BRAUCHEN wir die Kernkraftwerke. Denn Windräder und Photovoltaik hat keine Zukunft aus den bereits genannten Gründen.


Edit:
Dein Beispiel mit dem Dieselmotor an einem Tag erfinden ist schön.
Klar wurde er lange entwickelt und immer wieder verbessert aber es wurde nicht gesagt "so, bis der dieselmotor entwickelt ist, tretet ihr schön in die pedale..." Der Dieselmotor wurde zusätzlich und nebenher zum Ottomotor entwickelt und immer weiter verbessert.

[ nachträglich editiert von spatenkind ]
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08.06.2011 16:48 Uhr von Schwertträger
 
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@Spatenkind: Mal sehen, ob sich in dem Atemzug auch was in Richtung Gleichstromnetz tut. Die damit verbundenen Schwierigkeiten liessen sich heute ja schon wesentlich besser handlen als damals.
Dazu kommt, dass heutige Maschinen und Haushaltsgeräte alle keinen Wechselstrom brauchen und ihn sehr oft erst wieder im Gerät gleichrichten, ehe sie ihn verwenden. Das macht das Ganze noch ineffektiver.
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08.06.2011 17:01 Uhr von Schwertträger
 
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@mort76: Solche emotionalen Statements halte ich immer für kontraproduktiv.

>Aber, mein Gott, warum sollte man deswegen auf seine 80 Milliarden Euro Gewinn verzichten?<

WER verzichtet denn.
Du gehst davon aus, dass die tollen Gewinne alle bei den "Heinis" aus der Energiebranche bleiben. Tatsache ist aber, dass die "lediglich" sehr, sehr gute Gehälter kriegen, während der Rest des Gewinns an Banken und Einzelanleger weiterverteilt wird. Das heisst, aus solchen Gewinnen finanziert sich DEINE private Altersvorsorge, auf deren kontinuierlichen Gewinn Du ja angewiesen bist.


>Warum sollte man das Geld denn investieren, wenn man es auch genausogut behalten kann?<

Niemand investiert gerne, auch Du nicht. Es sei denn, es dient häheren Gewinnen. Das ist bei Dir selber höchstpersönlich auch nicht anders.
Ich gebe Dir ja recht, dass es wünschenswert wäre, aber dieses distanzlose Geschimpfe auf diffuse "die da oben" nervt mich immer.


>Mit 80 Milliarden Euro ließe sich so manche Innovation finanzieren, und das ist UNSER Geld, das uns die Konzerne nur dank ihrer Monopolstellung abzocken können...also, sollen die Heinis mal was tun für UNSER Geld!<

Nein, es ist nicht unser Geld.
Du hast dafür etwas bekommen bzw. wir haben dafür etwas bekommen. Niemand hat uns gezwungen, den Strom zu dem Preis abzunehmen. Die Gründung eines unabhängigen Energieunternehmens wäre möglich gewesen. Und protestieren hätten wir auch können. Eine Demo vor den Energiezentralen habe ich aber nie gesehen. Somit haben wir den Preis akzeptiert.
Ganz zu schweigen davon (siehe oben), dass gar nicht die vollen 80 Milliarden für Investitionen zur Verfügung stehen. Du tust ja fast so, als wenn die das Geld in ihre riesigen Tresore a´la Dagobert schaufeln. Dem ist aber nicht so.

Wie gesagt, unabhängig davon, dass auchich mehr Investitionen für angebracht halte, ist Deine Sichtweise einfach viel, viel zu schmal und zu uninformiert.


>Systematisch haben die Konzerne den Stromnetzausbau sabotiert, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wären<

Tja, da haben wir und die von uns geschaffenen Aufsichtsinstanzen wohl geschlafen. Da hätten wir ja drauf bestehen können. Dem Durchschnittsmenschen ist das Thema Netze aber sogar jetzt noch egal. Wenn wir uns also jetzt beschweren, müssen wir der Gegenseite auch das Jammern gestatten. Immerhin haben wir sie vor sich hin werkeln lassen.

Wichtig sind vernünftige Gesetze ohne Schnellschüsse und die interessierte und unabhängige Überwachung ihrer Einhaltung und Durchführung!
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08.06.2011 17:05 Uhr von artefaktum
 
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@spatenkind: Wir wechseln die Technologie ja auch nicht von heute auf morgen. Das letzte AKW wird erst in ca. 10 Jahren vom Netz gehen, Kohle-, und Gaswerke werden deutlich länger laufen. Eine Welt, die komplett aus alternativen Energien gespeist wird, ist eine langfristige Entwicklung von Jahrzehnten. Das leugnet niemand. Ich werde da halt nur manchmal das Gefühl nicht los, dass Befürworter von alternativen Energien da auch ganz gerne als naiv hingestellt werden.

P.S.: Was ich bisher von Fusionsreaktoren gehört hab ist, dass da nichts sicher ist. Weder ob das je überhaupt klappt und wenn ja, ob es dann auch wirtschaftlich rentabel ist. Und so ganz umweltneutral ist das ja nun auch nicht. Ich persönlich geb dem ganzen aber trotzdem alle Chancen, weil man nichts unversucht lassen sollte.
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08.06.2011 17:53 Uhr von spatenkind
 
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artefaktum: atomkraftwerke wurden damals eingeführt weil sie keinen CO2 austoß haben, sprich "saubere" Energie. Dachte man damals zumindest.
Jetzt wieder auf Kohle und Gaskraftwerke umzusteigen wäre ein echter Rückschritt und in meinen Augen wäre dies eine Ohrfeige für jeden Autofahrer. Denen wird immer ezählt sie müssten am besten ELEKTROAUTOS fahren und Autos mit etwas höheren CO2 Austoß dürfen in viele Städte garnicht mehr reinfahren.

Welche alternativen Energien sollen uns denn versorgen? Und bedenke bitte: weder kann man alles mit Windrädern oder Solarparks zupflastern, noch wird unser Energiebedarf sinken.

Zu den Fusionsreaktoren hatte ich mal einen riesen Text geschrieben. Kurz:
-Die Reaktoren sind absolut sicher, wenn sie plötzlich abgeschaltet werden, dann entsteht keine gefährliche Kettenreaktion sondern das Magnetfeld bricht zusammen und das Plasma verteilt sich wieder. Es kann nichts explodieren, überhitzen oder ähnliches.
-die Forschung ist absolut auf dem Vormarsch und in Frankreich wird gerade ein Reaktor gebaut, der Produktiv laufen KÖNNTE, wenn er nicht zur Forschung da wäre.
-es wird in der Tat ein leicht Atomarer Stoff verwendet (Tritium) der allerdings eine Halbwertszeit von 12,6 Jahren hat. Daher werden die Kraftwerke dann so gebaut, dass das Kraftwerk selber als Endlager dient.

DAS ist für mich die Zukunft und ich Wette in den nächsten 10 - 15 Jahren wird der erste produktive Reaktor ans Netz gehen. Nur leider werden wir bis dahin unsere Landschaft mit Windrädern und Pumpspeicherwerken zugepflastert haben =(

[ nachträglich editiert von spatenkind ]
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08.06.2011 20:08 Uhr von zanzarah
 
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@spatenkind: meine unterschrift hast du auch nur leider was ändert das wenn das komplette land nur noch hohl ist? die menschen haben keine ahnung von der materie und glauben den ganzen müll was in der glotze gesagt wird... hatte vor paar wochen einen praktikanten bei der arbeit der meinte doch glatt ard und zdf sind die größten sender die müssen die wahrheit sagen die können gar nicht lügen, da ist mir glatt das gesicht eingeschlafen... richtig ist dass kernspaltung die zukunft ist, natürlich sind alternative energien ne gute sache nur die liefern nie und nimmer den konstanten strom den wir brauchen wir haben immerhin auch industrie die unmengen an strom braucht! auf einer seite dürfen autofahrer sich dumm und dümmlich zahlen wegen co2 auf der anderen seite werden neue kohlekraftwerke und der ganze rotz gebaut und das werden noch mehr! eine rückentwicklung vom feinsten... aber was soll man sagen das ist genau wie mit biotechnologie und genfohrschung alles weg am besten gleich noch zurück zu den dampfloks die verbrauchen ja kein öl da sind wir unabhängig und dann bei kaufland nen elektroroller kaufen den man dann nach paar km schieben kann...

liebe grünen... frage: was soll die scheisse? wären eigene fohrschung und eigene sichere anlagen nicht besser als hier alles abzuschalten dann den strom in nachbarländern kaufen die mit atom produzieren? wo man keine ahnung hat wie sicher deren anlagen sind? pass ich da lieber nicht auf die eigenen hochmodernen anlagen auf? das ist so wenn ich mein rasenmäher dem nachbar schenke und mir denn dann in nem dreckszustand wieder für geld ausleihen darf weil ich nicht mit ner schere mein ganzen rasen schneiden kann...

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