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Autismus war in Vorzeit Überlebensstrategie und keine Krankheit

Ein amerikanischer Hirnforscher hat eine neue These zum Thema Autismus aufgestellt, wonach Menschen in der frühen Vorzeit dieses zwanghafte und einsame Verhalten als Überlebensstrategie nutzten und brauchten.

Jared Reser ist davon überzeugt, dass Autismus sich somit im Erbgut bewährt hat und erst heute als Krankheit gilt. Früher zeigte sich autistisches Verhalten im einsamen und konzentrierten Sammeln von Essen, heute sind Autisten auf besondere Spleens fixiert.

"Die Neigung zum Zwanghaften, Wiederholten und Systematischen beim Autismus, die sich heute fälschlicherweise auf Aktivitäten wie Klötzchenstapeln richtet, könnte in der Vorzeit durch Hunger und Durst auf erfolgreiche Nahrungssuche fokussiert worden sein", so der Wissenschaftler.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Krankheit, Forschung, Autismus, Vorzeit
Quelle: www.welt.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.06.2011 14:32 Uhr von nightfly85
 
+29 | -8
 
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Aber: warum sollten Einzelgänger in der Evolution erfolgreich gewesen sein? Essen sammeln konnten ja sicherlich auch die, die nicht ein derart zwanghaftes Verhalten zeigten.
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07.06.2011 14:33 Uhr von FunkyVogelfutter
 
+22 | -4
 
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Also ich finde das ist eine sehr interessante Theorie.

Ich habe auch schon mit mehreren Autisten gearbeitet und wenn man die Verhaltensweisen dieser Personen unter diesem neuen Aspekt betrachtet, macht das schon Sinn.

Sieht man das ganze Verhalten als Überlebensstrategie, kommt man doch sehr schnell zu dem Schluss, dass unter Umständen ein Autist früher eine "höhere" Lebenserwartung gehabt haben könnte. Meiner Erfahrung nach sind viele Autisten auch sehr, sehr intelligent, jedoch fehlt ihnen eine gewisse Sozialkompetenz, welche sich im Umgang mit Menschen als enorm essenteill erweist. Dies spricht für die Theorie, da Sozialkompetenz als Einzelgänger nicht so die tragende Rolle spielt, wie z.B. in einer Gemeinschaft.

Das Thema wird mich wohl noch eine Weile beschäftigen ;)

[ nachträglich editiert von FunkyVogelfutter ]
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07.06.2011 14:48 Uhr von Miem
 
+27 | -9
 
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Glaube ich nicht: dasselbe habe ich auch von ADS gehört. Ich habe selbst ADS, meine Kinder auch, der beste Freund meiner Tochter ist Autist. Bei allen drei Kindern beobachtet ich, dass sie nicht in der Lage sind, eine angefangene Arbeit zu beenden - ich muss mich da auch sehr am Riemen reißen - und dass keinerlei Prioritäten gesetzt werden können.

Wie bitte soll man überleben, wenn man mitten im Essensammeln plötzlich zwanghaft ungeniessbare Blumen pflückt (Autismus), weitersammelt, obwohl da gerade ein Wolfsrudel aus dem Gebüsch gekommen ist (Autismus, ADS) oder das Essen irgendwo hinstellt, einem Schmetterling nachjagt und hinterher nicht mehr weiß, wo das Essen liegt(ADS)?
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07.06.2011 15:16 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -4
 
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Ist ein interessanter Ansatz, birgt aber auch Widersprüche, wie User Miem das dargelegt hat.

An der These müsste man noch genauer feilen.
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07.06.2011 15:30 Uhr von davidflo
 
+10 | -1
 
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Ein handfester Skandal ;) es freut mich, dass SN auch als Plattform für interessante Neuigkeiten dienen kann - Abseits von Brust/Po/etc.-Blitzern, vermeintlicher Karriere im Fernsehen, oder Kleidungsverwirrungen von Semi-Prominenten!
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07.06.2011 15:43 Uhr von Earaendil
 
+16 | -20
 
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Wenn ich das lese °° Ich habe selbst ADS, meine Kinder auch°°

...Herr Gott...AD(H)S ist keine Krankheit(!),
sondern das Fehlen von erlernbaren,sozialen Fähigkeiten und dem Vermögen, Konzentration zu halten...aber das sind Sachen der Erziehung.
Drum haben auch immer Kinder von Menschen , die an "AD(H)S leiden" die selben Probleme und Symptome...denn was man selber nicht gelernt hat, kann man auch seinen Kindern nicht beibringen.
Aber anstatt man diesen Menschen sagt: Hey, dir fehlen da ein paar Fähigkeiten,du bist nicht ausreichend erzogen und geschult worden (Konzentration,Disziplin und so weiter lernt man bereits im Alter von 1-2 Jahren....)..du musst das nachholen...nein!Man geht den leichten Weg, und macht es zur Krankheit,unterstützt dieses Phänomen damit und knallt die Kinder einfach mit Tabletten zu.Denn Therapien und Schulungen wären zu teuer und aufwendig.

Möchte noch anmerken: ADS bedeutet Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom...
Das bedeutet NICHT, dass man nicht Aufmerksam sein kann...sondern DASS MAN EIN DEFIZIT AN AUFMERKSAMKEIT ERLITTEN HAT (fehlende Eltern,Erziehung und Fürsorge)!!
Drum ist dieses "Ruhigstellen" durch Medikamente auch noch ne zusätzliche Verschlimmerung.
Aber meistens fehlt es ja schon am Verständniss ,was mit dem Namen der Krankheit gemeint ist
Jemand,der sich so auffällig,fast zwanghaft benimmt,...sucht nach Liebe und Anleitung,nicht nach einem Arzt....
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07.06.2011 15:50 Uhr von mort76
 
+10 | -0
 
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Miem, die Autisten kann man nicht alle über einen Kamm scheren.
Die meisten Autisten sind nicht so "wie Rainman", und sie fallen erstmal nicht weiter auf- viele sind auch dazu in der Lage, selbstständig zu leben, zu studieren, zu arbeiten etc...

Ich vermute mal, es sind hier eher "autistische Züge" gemeint, und nicht die stärkeren Ausprägungen des Autismus.
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07.06.2011 15:50 Uhr von ventus
 
+8 | -7
 
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@Earaendil: Bullshit.

@News:
Sehr interessant!
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07.06.2011 15:52 Uhr von Essig_Gurke
 
+9 | -2
 
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Neue Krankheiten: Ich weiss nicht, man kann in alles auch zu viel hineininterpretieren.
Diese ganzen neuen Krankheiten sind meiner Meinung nach nichts anderes als ganz natürliches Verhalten, das als Krankheit dargestellt wird, da sie ein klein wenig von der Nrom abweichen.
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07.06.2011 16:46 Uhr von Gorli
 
+5 | -1
 
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@nightfly85: Ich nehme an, das ist Gruppenevolution. In jeder Gruppe gibt es eine gewisse Chance, dass ein solcher Nahrungssuch-Autist dabei ist. Dieser übernimmt dann eine extreme Leistung, die andere nicht bereit wären zu Leisten und gibt der Gruppe damit einen Vorteil im Überlebenskampf. Als Gegenleistung gibt die Gruppe dem Autisten dann die sozialen Stützen und Schutz, den der Autist aufgrund seiner Einschränkungen nicht selbst leisten kann.
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07.06.2011 17:44 Uhr von Again
 
+2 | -1
 
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Miem: "...oder das Essen irgendwo hinstellt, einem Schmetterling nachjagt und hinterher nicht mehr weiß, wo das Essen liegt(ADS)? "
Der Punkt ist, dass es von Vorteil ist, wenn man sich einer Aufgabe nicht voll und ganz widmet, da man sich ab und zu davon abwendet und das Wolfsrudel das sich anpirscht, so entdecken kann.
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07.06.2011 18:03 Uhr von Semper_FiOO9
 
+2 | -2
 
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Sheldon Cooper...bist du es? :D
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07.06.2011 18:06 Uhr von mitTH_RAW_Nuruodo
 
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@Semper_fiOO9: Sheldon hat keinen Autismus, seine Mutter hat ihn testen lassen...;)
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07.06.2011 18:24 Uhr von neminem
 
+1 | -2
 
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ja genau: ich glaub eher, die wurden verbannt, weil keiner bock hatte sich um so einen pflegefall zu kümmern und er den meisten nur auf den sack gegangen ist. im mittelalter hat man gedacht solche leute sind vom teufel besessen und man hat sie verbrannt oder so. glaub eher dass die damals eine last waren und nicht älter als 2 geworden sind. heute sind wir viel zivilisierter und erkennen es als eine krankheit an, für die derjenige nichts kann und behandeln ihn so anständig wie möglichl. was werden die wohl damals mit behinderten gemacht haben....
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07.06.2011 20:10 Uhr von opheltes
 
+1 | -3
 
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gröl: alles klar, dann werd ich autist und bekomme unterstützung..
..man kann es auch übertreiben :o
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07.06.2011 21:04 Uhr von Air0r
 
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netter artikel: meine schwester ist autistisch. ist sehr anstrengend mit ihr. man muss rund um die uhr auf sie aufpassen, auf sich allein gestellt wäre sie völlig hilflos. sie kann nicht sprechen, macht dafür ein 2000 teile puzzle nach dem anderen (dauert aber immer ziemlich lang).
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07.06.2011 21:09 Uhr von Zephram
 
+3 | -0
 
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@Experten hier: na ihr wisst wohl alles ganz genau wa? ^^

ADS und Asperger(=autistische Züge) sind schon 2 interessante Phänomene, ich denke die haben definitiv evolutionäre Gründe...

Aber mehrere Sachen werden hier ausser Acht gelassen, welche wohl auch für den normalen zivilisierten Menschen weit hinter dem Horizont liegen:

1. Die Bevölkerungsdichte war vor 50k+ Jahren extrem niedrig, da kann sich so ein Neurotyp völlig anders ausprägen, Autismus hat z.b. mit Überlastung von Reizen zu tun, in einer Familiengruppe von 15 Individuem und ner Lebensbildung welche ein halbes Schuljahr umfasst, kann sich ein sozial langsam lernender Mensch ganz anders entwickeln als in einer schnelllebigen modernen Wissensgesellschaft.

2. Was denkt ihr was Hunger ausmachen kann ? Solch ein Niveau kennt hier doch niemand mehr, von Schmetterlingen ablenken lassen wenn man ein Loch im Bauch von der Größe einer Scheune hat, ja klar :) Da denke ich mal wird der sogenannte Hyperfokus aber beste Dienste leisten wenn man was essbares zum Jagen entdeckt hat ;)

3. Es sind halt echt nur in extremeren Ausprägungen Krankheiten, Bausteine und Anlagen sind in jedem Menschen vorhanden, die Evolution ist extrem variabel und experimentierfreudig was den Menschen angeht, fragt mal nen Genetiker oder Mikrobiologen, es ist halt Zufall selbst von Kind zu Kind, selbst bei den gleichen Eltern, wie die Gene gemischt werden, und vielleicht ein bisschen was nerdigeres oder lebhafteres bei rauskommt, die Evolution regelt das schon keine Sorge ^^

jm2p Zeph

[ nachträglich editiert von Zephram ]
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07.06.2011 22:16 Uhr von hellschatt
 
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Interessante News Gerade vorher dachte ich genau daran, dass Autismus früher nützlich hätte sein können und dann seh ich diese News^^

In der Schule haben wir vor kurzem "The Curious Incident of the Dog in the Night-time" von Mark Haddon gelesen. Da wird einem die Denkweise autistischer Personen ganz klar. Sehr unterhaltsam und spannend, das Buch. Kann ich jedem mit Englisch-Kentnissen empfehlen.
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07.06.2011 22:46 Uhr von JesusSchmidt
 
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blödsinn. die forscher setzen einzelgänger mit autisten gleich. das ist ja mal riesen unfug.

"Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ... führt zu einer hohen Aufmerksamkeit gegenüber allen Umweltveränderungen "

is klar.. weniger ist mehr oder wie? wenn ich ein defizit an moneten habe, führt dies wahrscheinlich zu großem reichtum.... ^^

die kiffen doch alle. :-)
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07.06.2011 22:54 Uhr von Again
 
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JesusSchmidt: "die forscher setzen einzelgänger mit autisten gleich."
Tun sie nicht.

"Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ... führt zu einer hohen Aufmerksamkeit gegenüber allen Umweltveränderungen "
Ja. Wer nicht auf seine Tätigkeit fokussiert ist, hat Zeit sich die Umwelt anzusehen.
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08.06.2011 00:43 Uhr von lieberBiber
 
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Wieso steht in der Überschrift nicht das es sich um eine Theorie handelt?

Die Theorie ist für mich ebenfalls totaler Unsinn. Völlig egal worauf sich Authisten fokussieren, andere Lebensbereiche leiden. Das Sozialverhalten ist meist stark unterentwickelt. Wie soll das helfen, wenn Männer in Gruppen jagen (müssen) um ihre Beute zu erlegen? Auch bei den Frauen wäre es nicht von Vorteil, oder denkt hier jemand das man ein Genie zum Beeren pflücken sein muss?

Auch wenn man meine Aussage noch anzweifelt sollte man sich fragen, ob Authisten damals wirklich alt geworden wären. Damals gab es keine Förderprogramme um Authisten in ihren Begabungen zu stärken und keine Psychologen um sie zu verstehen. Vermutlich wären sie (schon von Anfang an) eine massive Belastung für die Gruppe gewesen, mit den damals gängigen Konsequenzen.

Ich kann meinen Vor-Schreibern neminem und theEternian nur ein dickes Plus geben.
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08.06.2011 01:05 Uhr von Again
 
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lieberBiber: "Völlig egal worauf sich Authisten fokussieren, andere Lebensbereiche leiden."
Die Evolution schenkt einem fast nie etwas ;-)
Beispiel:
Menschen die Fett besser speichern, haben vielleicht mehr Reserven, sind aber nicht so schnell. Dünne Menschen haben das umgekehrte Problem.

"Wie soll das helfen, wenn Männer in Gruppen jagen (müssen) um ihre Beute zu erlegen?"
Wenn man kleine Tiere jagt (Fische, Insekten,...) oder sammelt, braucht man keinen anderen.

"Auch bei den Frauen wäre es nicht von Vorteil"
Schwer zu sagen. Bei prähistorischem Paarungsverhalten kenne ich mich nicht wirklich aus. Hab aber mal gehört, dass Frauen oft ihre Familie verlassen haben und sich auf die Suche nach neuen Sippen gemacht haben. Durchaus möglich, dass man da auf Einzelgänger trifft (was sogar wahrscheinlich ist, wenn auf eine Sippe mehrere Einzelgänger kommen) und sich mit ihnen paart.

"ob Authisten damals wirklich alt geworden wären"
Ich denke, dass es da wohl verschiedene Grade gibt. Und man muss nicht unbedingt alt werden ;-)

"Vermutlich wären sie (schon von Anfang an) eine massive Belastung für die Gruppe gewesen, mit den damals gängigen Konsequenzen."
Ist jetzt wohl schwer zu sagen, was die Menschen damals belastend fanden. Wenn man jemanden dabei hast, der zb so viel Äpfel sammelt, dass er genügend davon hergeben kann, hat man vielleicht kein Problem mit ihm.
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08.06.2011 03:20 Uhr von Moriento
 
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Diese: "Forscher" sind totale Spinner, die versuchen, von anderen Spinnern, Geld für ihre unsinnige "Forschung" zu bekommen. Aus psychologischer Sicht ist das totaler Unsinn, und durch nichts zu untermauern. Wir wissen noch relativ wenig über Autismus, aber eine Überlebensstrategie kann es schlicht nicht gewesen sein. Die Stärke der Menschen liegt in der Tatsache, dass wir nicht spezialisiert sind, das haben wir mit den Ratten gemein.

Allerdings sollte die Tatsache, dass hier nur von "Autismus" gesprochen wird, schon einen ausreichenden Hinweis auf den Wahrheitsgehalt geben.
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08.06.2011 06:35 Uhr von lieberBiber
 
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@Again: Du brauchst mich nicht zitieren, wenn du nicht beabsichtigst sinnvolle und produktive Kommentare zu schreiben. Ich habe deine Absätze mal nummeriert.

Nr. 1: Muss ich nicht weiter kommentieren, da wolltest du wohl nur klugscheißen.

Nr. 2: Du kannst ja mal versuchen eine ganze Gruppe mit einzelnen Jägern zu versorgen. Mit Sicherheit ist die Jagd in der Gruppe effektiver, außerdem bietet die Gruppe Schutz vor Raubtieren. (Ja, nicht jeder Ort auf der Welt ist so harmlos wie die heimischen Wälder [heutzutage])

Nr. 3: Was hat dich dazu bewogen über das Paarungsverhalten zu referieren?

Nr. 4: Was wolltest du uns damit sagen?

Nr. 5: Du hättest die Kommentare von "neminem" und "theEternian" lesen sollen. Dann hättest du vielleicht die Problematik verstanden. Bevor ein Mensch wirksam arbeiten kann vergehen Jahre. Ein authistisches Kind ist mit Sicherheit anders als die Norm und würde schon in frühen Jahren als Belastung für die Gruppe angesehen. Oder glaubst du es gab damals eine Gruppentherapie, damit alle begreifen wieso das authistische Kind nicht versteht bzw. umsetzt was man sagt? Zur damaligen Zeit ging es täglich ums Überleben. Das scheint einigen Usern nicht bewusst zu sein.

[ nachträglich editiert von lieberBiber ]
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08.06.2011 07:27 Uhr von Wuselranch.de
 
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evolutionstheorie: vielleicht solltet ihr, statt zu diskutieren, erstmal klären ob ihr von der gleichen evolutionstheorie (kirche oder darwin) ausgeht... bei einigen scheint eher die kirchliche evolutionstheorie vordergründig zu sein, da sie sich offenbar eher auf die zeitrechnung NACH christi beziehen.

klar gab es vor einer million jahren schon so große gruppen, dass die höhlenmenschen ganze städte errichtet haben. und "kranke" menschen sind natürlich und selbstverständlich macharten des teufels gewesen und jeder weiss das. jeder der das nicht glaubt, der gehört auf dem scheiterhaufen verbrannt.

ich bemühe mich, mich immer an den neuzeitlichen kodex zu halten, nach dem kein mensch vorverurteilt werden sollte. allerdings ist das bei einigen hier eine echte herausforderung...

auch einige der darwin-anhänger scheinen den ein oder anderen fakt doch ganz gerne mal auszublenden. fakt ist, dass der homosaphien nichts weiter als ein experimentelles lebewesen von mutter natur ist. nicht mehr und nicht weniger. es gibt spezien die weitaus erfolgreicher und länger überlebt haben als wir menschen. aber auch bei diesen spezien gab (und gibt) es unerklärliche variationen in den genen. und warum? weil eine anpassung an die umwelt nun einmal nur durch die gene geschieht und das geht nicht ohne "versuch und irrtum". was nicht funktioniert stirbt aus. ganz einfach.

was glaubt ihr, was mit den nerds unter euch im mittelalter passiert wäre? naaaaaaa? erraten? RICHTIG!!! ihr wärt verbannt worden. weil alles was anders ist, ist schlecht und somit von teufel besessen.

unsere höhlenvorfahren lebten noch nach einem anderen motto. denen war ein überleben (zum glück) um einiges lieber als ein mitmensch mit dem man über das liebesleben der pflastersteine philosofieren konnte. wenn da ein "schräger" vogel (wobei wir doch bitte endlich mal klären sollten, ob ein authist bei dem intelligentsstand der höhlenmenschen tatsächlich so auffällig gewesen sein könnte?) war, der zwar nicht korrekt am paarungsverhalten bzw. der gruppendynamik teil genommen hat, dafür aber zu jeder jahreszeit nahrung und frischwasser besorgen konnte war, glaubt ihr echt, dass der keinen schlafplatz in der höhle bekommen hätte? ich denke eher, die nerdige veranlagung einiger hier hätte eher zum rauswurf aus der gruppe geführt als ein - für die gruppe sehr vorteilhaftes - schräges verhalten. was soll die gruppe mit jemanden, der dumm schwätzen kann, aber nix leistet? dann doch lieber jemanden der nicht schwätzt, dafür aber die grundbedürfnisse befriedigt. (und NEIN; damit ist nicht das internet, der pc oder das handy gemeint)

autismus und ADHS sind vom grundprinzip ja wohl weniger zu vergleichen. über autismus weiss man viel zu wenig, über ADHS weiss man, dass den menschen ein botenstoff im gehirn fehlt. sicherlich lässt sich ein teil durchaus mit sport und therapie ausgleichen, aber noch lange nicht alles... auf der anderen seite ist nicht alles ADHS wo ADHS draufsteht, es wird von den heutigen pädagogen, medizinern und teilweise von den eltern, gerne als bequeme diagnose genutzt. schade, denn dadurch gehen diejenigen die tatsächlich unter ADHS leiden unter und werden mit den "faulen" unter einen hut gesteckt. leider ist das verallgemeinern zu einem gesellschaftlich aktzeptierten idiotischen verhalten geworden.

In diesem sinne:
liebe autismus geplagte, ich freue mich für euch, dass dieses anders verhalten erforscht wird und drücke euch die daumen, auf dass ihr eure angehörigen bald in einem neuen licht seht und sie besser verstehen könnt.

liebe engstirnige, bitte versucht doch mal von euren hohen rössern herunter zu kommen und über eure tellerränder zu blicken. nicht alles ist so, wie ihr es gerne hättet.

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