07.06.11 11:50 Uhr
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Österreich: Polizei gibt Warnschuss gegen jugendliche Sprayer ab

Drei jugendliche besprühten in Wien eine Mauer des Sternwarteparks als eine Polizeistreife auf sie aufmerksam wurde. Die Polizisten stiegen aus und machten sich an die Verfolgung der Täter.

Während ein Täter (15 Jahre) am Tatort verharrte machten sich die zwei anderen aus dem Staub. Dies veranlasste einen der Polizisten einen Warnschuss abzugeben, nachdem die zwei der drei Täter trotz "Burschen, stehen bleiben!" weiter rannten.

Ein Polizist holte den zweiten Täter ein, während der dritte entkam, sich jedoch später freiwillig auf dem Polizeirevier einfand. Der Warnschuss der Polizei war gesetzeskonform, jedoch fordern Kritiker wie Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmidt eine Änderung des Waffengebrauchsgesetzes.


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WebReporter: CanTk
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Österreich, Schuss, Sprayer
Quelle: derstandard.at

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.06.2011 11:50 Uhr von CanTk
 
+7 | -7
 
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Das Sprayen eine Straftat ist steht hier nicht zur Diskussion - aber gleich einen Schuss abgeben? Ich halte das für Maßlos übertrieben. Es wäre den Polizisten in Österreich sogar erlaubt, den Verfolgten nachzuschießen. Doch sollte der Waffengebrauch nicht auch verhältnismäßig sein?
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07.06.2011 12:20 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -5
 
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Etwas übertrieben finde ich.

Waffengebrauch bei Klein-Kriminellen von Denen keine Gefahr ausgeht ist schon irgendwo bedenklich. Was soll so ein Warnschuss auch für eine Nachricht beinhalten? "Der nächte Schuss trifft" ?

Was ich mich noch frage: Wohin werden Warnschüsse eigentlich abgegeben? In Richtung der Jugentlichen denke / hoffe ich ja mal nicht. Und in die Luft schießen sollte man ja auch keines Falls tun oder? :)
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07.06.2011 12:38 Uhr von bl0bber
 
+2 | -1
 
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auch bei projektilen gilt:

what goes up must come down..
und dann wirds in urbanen zonen gefährlich
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07.06.2011 16:09 Uhr von Hanno63
 
+5 | -0
 
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seit wann ist ein Knall als Warnung nicht erlaubt? Wo ist da die Verhältnismässigkeit "nicht" gegeben.???
Wurde Jemand verletzt.?

Wer wegläuft ist kriminell , das ist der Stand der Dinge, denn die Polizei kann erst später feststellen , welches Verbrechen da passiert und ein Knall , nur zur zur Warnung als Polizei und Staatsvertreter, zur Feststellung der Personalien ist durchaus zuzumuten.
Allerdings die Bedrohung beim nächsten Mal scharf zu schiessen hattte ja wohl auch den bezweckten Erfolg und "das" ist ja auch der Sinn der Sache. Wären die Kid´s (Kindsköpfe) weitergelaufen hätte ein gezielter Schuss durchaus Sinn gehabt . denn welcher Idiot lässt sich nicht lieber von der Polizei überprüfen und steht zu seiner Schande , wenn kriminelle Handlungen bestehen.???

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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07.06.2011 16:30 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -1
 
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Es ist ja nicht das Sprayen, dass im Verhältnis zum Schuss steht, sondern die Flucht vor der Polizei.

Und Flucht vor der Polizei ist eben nicht mal eben ein Kleindelikt.
Die Polizisten können ja nicht wissen, warum derjenige sich ihrem Zugriff entzieht. Evtl. ist es ein Drogendealer, oder ein Mörder, der sich nur zufällig am Sprayort aufgehalten hat. Ein Flüchtiger kann alles Mögliche sein.

Wenn ich bei etwas erwischt werde und nicht dazu stehe, muss ich eben damit rechnen, dass ich nach einer Warnung (!) eben auch beschossen werden kann.
Ist doch logisch und man weiss es vorher.


@evilmoe:
>Waffengebrauch bei Klein-Kriminellen von Denen keine Gefahr ausgeht ist schon irgendwo bedenklich.<

Wieso geht von denen keine Gefahr aus? Woher will man das vorher wissen? Tatsache ist, sie widersetzen sich der Staatsgewalt, ... aus unbekannten Gründen.


>Was soll so ein Warnschuss auch für eine Nachricht beinhalten? "Der nächte Schuss trifft" ? <

Ja.
Sicher.
Deswegen soll man ja auch stehen bleiben.
Was hätte sonst so ein Warnschuss für einen Sinn?
Dann könnte man die Leute ja gleich laufen lassen, ohne Verfolgung.
Wer wegläuft, muss sich bewusst sein, dass der Spaß dadurch aufhört.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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07.06.2011 16:41 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -1
 
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@EvilMoe523: Nachtrag: Es wäre auch in Ordnung, einen simplen Kaugummidieb auf der Flucht zu beschiessen.
Denn wenn er wirklich nur einen Kaugummi für 30 Cent gestohlen hat, kann er sich ja der Polizei stellen. Flucht deutet darauf hin, dass da mehr ist.

Außerdem kann es sich die staatliche Authorität (eigentlich jedwede Authorität) nicht leisten, irgendjemand davonrennen zu lassen und damit eben jene Authorität in Frage zu stellen.
Das hiesse ja für alle Kleinkriminellen "kannst ruhig weglaufen, die dürfen eh nicht schiessen". Das kann´s doch nicht sein. Das Signal muss doch sein: Wenn die sagen, dass man stehen bleiben soll, dann bleibt man auf jeden Fall stehen, wenn man nicht sterben oder angeschossen werden will

Wenn man nicht wegläuft, bleibt die Geschichte ja völlig harmlos und ungefährlich, steht also somit auch völlig im Verhältnis zur Tat.

Vermutlich sind die Beamten auch noch relativ freundlich, weil sie in den meisten Fällen nichts gegen Industrieanlagen-Sprayer haben. Die nervt nur, dass sie sich deswegen nachts durch´s Gelände quälen müssen. Bei Beschmierern von schönen Altstadt-Fassaden sind sie natürlich gleichfalls nicht begeistert, denn solche Leute sind Abschaum.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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07.06.2011 17:15 Uhr von Hanno63
 
+3 | -1
 
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Der Auftrag der Polizei ist nicht Strassenkampf. Der Auftrag ist : alle Daten für eine korrekte Beurteilung einer Straftat festzuhalten und für eine Gerichtsverhandlung sicher und so vollkommen wie möglich zu erlangen und zu protokollieren. dazu gehören die Daten der Täter.
Nicht die Beurteilung einerStraftat ist Sache der Polizei , da es ja alles "nur" Mutmassungen sind als Denkgrundlage für die Sicherstellung und Gewährleistung der Aufklärung aller Tatbestände.
Also egal ob Graffiti oder Mord ,..die Sicherstellung der Personen-Daten und Herstellung der Sicherheit aller Menschen der Umgebung, sind die Aufgabe der Polizei,...notfalls mit Waffengewalt.

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