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Immer mehr Jugendliche in Italien sind arbeitslos oder Dauerpraktikanten

In Italien sind immer mehr Jugendliche entweder arbeitslos oder befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die Zeitung "La Repubblica" spricht von einer "generazione perduta", einer "verlorenen Generation". Wenn Jugendliche Arbeit finden, sind es oft nur befristete Anstellungen.

"Du fühlst dich irgendwann depressiv, denn obwohl du einen guten Lebenslauf hast, rufen sie dich nicht an. Um zu sparen, ziehen sie es vor, dich nach Hause zu schicken und jemand Neuen einzustellen, der noch alles lernen muss", klagt zum Beispiel der 29-Jährige Daniele aus Rom.

Immer länger müssen Familien ihre Kinder finanziell unterstützen. So bekam ein Konzert-Aufbauhelfer als Lohn lediglich Gutscheine im Wert von zwei Euro. Ministerpräsident Berlusconi gibt den Jugendlichen Tipps. Sie sollten in Immobilien investieren und "keine braunen Schuhe zum blauen Anzug tragen."


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, Jugendliche, Generation, Mama, Dauer
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2011 13:39 Uhr von no_trespassing
 
+18 | -2
 
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Irgendwann kommt - hoffentlich (!) - der große Knall. Allein der Zynismus von Berlusconi, der mit der Mafia paktiert und die Medien unter seine Kontrolle gebracht hat. Bei Lukaschenko in Weißrussland regen sich die Europäer auf, an den Paten Berlusconi trauen sie sich nicht ran.

Das, was in Griechenland passiert wird irgendwann weiter nördlich ziehen. Der Krieg um die Arbeitsplätze ist einer der Kriege des 21. Jahrhunderts. Es gibt zur Zeit einfach nicht genug Arbeit.
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04.06.2011 13:57 Uhr von alimehmethasan
 
+11 | -16
 
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Berlusconi kümmert sich wenigstens um seine Jugendlichen. Solche Tipps hab ich von Angela noch nie gehört
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04.06.2011 14:02 Uhr von Perisecor
 
+9 | -15
 
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Man sollte erwähnen dass die Hochschulabsolventen, die keinen Job finden, so begehrte Sachen wie Journalismus studiert haben.

Ich meine, bei manchen Studienrichtungen ist doch von vornherein klar, dass man danach nur als Taxi-Fahrer o.ä. arbeiten kann. Warum also jetzt wundern?
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04.06.2011 14:03 Uhr von tutnix
 
+12 | -2
 
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super tip: wer keine kohle hat, soll in immobilien investieren. gehts noch merkbefreiter?
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04.06.2011 14:30 Uhr von artefaktum
 
+10 | -2
 
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@Perisecor: "(...)so begehrte Sachen wie Journalismus studiert haben."
"Ich meine, bei manchen Studienrichtungen ist doch von vornherein klar, dass man danach nur als Taxi-Fahrer o.ä. arbeiten kann. Warum also jetzt wundern?"

Richtig lesen! Dem seine Qualifikation wird ja gebraucht, sonst würde man ihn ja nicht als Praktikant "anstellen". Also die Nachfrage ist da – nur halt nicht gegen Lohn.
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04.06.2011 14:34 Uhr von blade31
 
+1 | -2
 
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