03.06.11 10:33 Uhr
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Moody´s droht USA mit Rating-Herabstufung

Nach Standard & Poor´s droht nun auch die Rating-Agentur Moody´s mit einer möglichen Herabstufung der US-amerikanischen Kreditwürdigkeit, falls es Washington in den nächsten Wochen nicht schafft, sich in der Frage der Schuldenobergrenze zu bewegen. Dies würde deutlich höhere Kreditzinsen für die USA nach sich ziehen.

Die derzeitige US-Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar (rund zehn Billionen Euro) reicht nicht, um den Finanzbedarf Washingtons über Anfang August hinaus zu decken. Doch Republikaner und Demokraten sind in der Frage der Erhöhung des Schuldenlimits zerstritten, wodurch Zahlungsunfähigkeit droht.

Moody´s appellierte an konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Staatsdefizits, wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass bei einer Anhebung des Schuldenlimits und somit Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit über August hinaus die Bestnote "AAA" zunächst nicht in Gefahr sei.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Schulden, Rating, Moody´s, Herabstufung, Zahlungsunfähigkeit
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2011 10:33 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -2
 
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Die USA haben derzeit eine Staatsverschuldung von 99%. In Deutschland stieg der Wert von 66% (2008) auf 83,2% (2011, siehe ----> http://is.gd/...), nicht enthalten das von der Union bis 2015 erwartete Finanzloch von 100 Mrd. € (--> http://is.gd/...) sowie Zahlungsausfälle u. Bareinlagen für den EMS. Auch beim Staatsdefizit (USA 11%) tut sich nicht viel. IFO-Chef Sinn schätzte das wahre deutsche Staatsdefizit zuletzt auf 12,8%: (siehe --> http://is.gd/...).
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03.06.2011 10:43 Uhr von Allmightyrandom
 
+19 | -4
 
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Hmmm, 99% Staatsverschuldung, Marode Infrastruktur und mit mehreren Kriegen gleichzeitig noch ein paar Finanzlöcher dauerhaft im Einsatz.

AAA+++! Alles klar!
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03.06.2011 10:44 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -2
 
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Alles weil die USA ihre Wirtschaft ankurbeln: wollen, um mehr Steuern zu erhalten und nicht durch Steuererhöhungen die Wirtschaft zu belasten.
Dabei sollte Washington mal rechnen ob sich die Sanktionierung Kubas wirklich noch Sinn macht, weil die Exilkubaner in Florida nach einem halben Jahrhundert auch ihre enteigneten Firmen wiederhaben wollen.
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03.06.2011 10:49 Uhr von canabisman
 
+6 | -2
 
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ahhja: ahhja ;)

"Die derzeitige US-Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Euro (rund zehn Billionen Euro) "
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03.06.2011 10:54 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -3
 
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Kein Spar- sondern Umverteilungsproblem: Das Tückische an dieser Argumentation, die sich in die Köpfe der Menschen eingefressen hat, ist der Umstand, dass in Wahrheit ein Verteilungsproblem - und kein Sparproblem - diese Miseren auslöst.

Für Deutschland gilt: Rund 1,9 Billionen Euro Staatsverschuldung stehen rund 8 Billionen Euro Privatvermögen gegenüber.

Diese Graphik ist alamierend ---> http://is.gd/...
...diese Werte sind mittlerweile noch fataler geworden.

Die Umverteilung an sich ist schon schlimm genug, doch gleichzeitig wird damit der Konsum auf dem Binnenmarkt abgewürgt und die nicht konsumierbaren, gehorteten Sparvermögen wandern in die Internationalen Finanzcasinos.

Letztlich führt an einer völlig neuen Fiskal-Gesetzgebung nichts vorbei. Wie Helmut Schmidt immer wieder sagte, muss die primäre Aufgabe des Staates sein, für mehr Verteilungsgerechtigkeit und Ausgleich zu sorgen, d.h. solche Exzesse zu unterbinden. Leider haben das seine Nachfolger nicht verstanden bzw. wurden gekauft.

Doch die geistigen Massenvernichtungsmittel der Neoliberalen - etwa in Form von Endoskassetten der BILD - suggerieren genau das Gegenteil.

Die Herde hat es gefressen und nimmt hin, dass trotz permanenter Produktivitätssteigerungen über viele Jahre Lohn-, Sozial- und Rentendumping betrieben wird.
Siehe ----> http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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03.06.2011 11:01 Uhr von Guschdel123
 
+1 | -1
 
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Also müssen Senat und Kongress letztendlich nur bestimmen, wie viel ´´Mehr´´ an Schulden ok ist, um von einer US-Rating-Agentur nicht herabgestuft zu werden.
Naja, wer die FED sein eigen nennt bzw. sie im Rücken hat, damit sie immer mehr marode Staatspapiere kaufen kann, der hat in diesem Sinne eigentlich kaum Probleme.
Inflation ahoi. Geldentwertung ahoi. Schulden adé.
Im Prinzip ist dies nur noch eine Frage der Zeit.
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03.06.2011 11:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+13 | -1
 
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Die Minus-Bewerter meines letzten Postings. bestätigen allenfalls das darin Gesagte und Effizienz der verabreichten Endloskassetten.

Das Traurigste an dieser Wahrheit ist, dass sich beim Thema "Umverteilung" bestimmt 80% der Bevölkerung davon unmittelbar angesprochen fühlt, doch es betrifft im Speziellen eine kleine - völlig abgehobene (Geld- und Macht-)Elite.

Wer sich meine darin gepostete Grafik tatsächlich einmal näher angeschaut und interpretiert hat, der erkennt, dass die "oberen 5-10%" - zu denen hier wohl kaum jemand gehören wird - mittlerweilse rund 5 Billionen Euro horten - und hier muss der Hebel angesetzt werden.

Genau hingeguckt, ist es sogar noch fataler:
Nach Abzug eigengenutzter Eigenheime teilen sich 5% der deutschen Bevölkerung 80% des vorhandenen Nettovermögens.

Einfach mal3 Minuten zuhören ---> http://is.gd/...

Wenn das Volk dies kapiert und die Änderung des Zustandes zu einer wahl-entscheidenden Forderung erhebt, wird das Thema Staatsverschuldung (Im Wesentlichen verursacht durch Sozialisierung privater Zockerschulden, Badbanken und Kosten für das Euro-Ponzi-System von Banken/Wirtschaft) nicht mehr länger als Hauptargument für soziale Ausholzung und Rentenkürzungen hingenonmmen werden.

Deutschlands großer Vorteil war bislang eine motivierte Arbeitnehmerschaft und eine soziale Marktwirtschaft, die den Namen verdiente. Es ist dabei, sich auf 3-Welt-Niveau zu begeben.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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03.06.2011 11:40 Uhr von froggerdirk