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EZB-Präsident will Schuldenstaaten Teil der nationalen Souveränität entziehen

Während seiner Ansprache anlässlich der Entgegennahme des Internationalen Karlspreises in Aachen (ShortNews berichtete) forderte EZB-Präsident Jean Claude Trichet die Politik auf, Schuldenstaaten künftig enger an die Kette zu legen.

Der Zentralbanker machte klar, dass ihn die Verschärfungen der Stabilitätskriterien und möglichen Strafen nicht weit genug gehen. Notfalls müsse verschuldeten und nicht kooperierenden Staaten ein Teil der nationalen Souveränität entzogen werden.

Auch ein gemeinsames Finanzministerium für die Eurozone regte Trichet an. Unterstützung fand der 69-Jährige durch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, welcher in seiner Laudatio noch mehr "Vertrauen und Kühnheit" für die Lösung der Euro-Schuldenkrise einforderte.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Staat, Schulden, EZB, Banker, Souveränität
Quelle: www.abendblatt.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2011 23:01 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+17 | -1
 
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Was Trichet da fordert ist im Prinzip Krieg mit anderen Mitteln - aber aus dem gleichem, klassischen Grund.

Es ist schon merkwürdig, wenn ein Banker fordert, die Souveränität von verschuldeten Staaten müsse entzogen werden, obwohl Banken und Gläubiger doch gar nicht für die Schuldenkrise und das geschaffene Ponzi-System der Wirtschaft haften.

Auch Barrosos Forderung "Vertrauen und Kühnheit" seien gefordert, geht wohl kaum an die Adresse der Profiteure dieser Euro-Blase.


[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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02.06.2011 23:14 Uhr von usambara
 
+12 | -4
 
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tja und damit das Volk dann auch unter Kontrolle bleibt, wird auch die Aufstandsbekämpfung grenzüberschreitend ausgeweitet werden.
http://www.taz.de/...
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03.06.2011 01:18 Uhr von Raven04.82
 
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@Terrorstorm: "Wenn man mal ehrlich ist, sollten Staaten generell keine Zinsen zahlen müssen, dann hätten wir einige Probleme erst gar nicht. "

Das ist ja auch noch das Perverse an dem ganzen Irrsinn. NUR ein Staat hat die Legitimation Geld zu drucken... der Staat verschiebt aber diese Privilegien in "private Hände" und muss dafür auch noch Zinsen und Zinseszins zahlen. Warum? Warum lässt die Menschheit soetwas zu?

Als Individuum fühlt man sich so demoralisiert und ohnmächtig... Jeder begreift doch so langsam, dass es überall in den unterschiedlichsten Themen vieles gibt das absolut falsch und aus dem Ruder läuft... und anstelle etwas zu ändern, endlich mal wieder etwas gutes zu bewirken, die menschliche Entwicklung wieder voran zu bringen... schauen wir nur dämlich zu... Die Menschheit ist auf den völlig falschen Dampfer und wir spüren, dass wir unserem eigenen Untergang immer Näher kommen. Ich verstehe da die Menschheit nicht... mir geht es nicht in den Kopf! Und dann kommt so ein Maulheld wie BastB und das einzige was mir dazu einfällt: Die Menschheit hat es verdient unterzugehen! Wir sind es vielleicht gar nicht einmal mehr Wert/ würdig, uns weiterentwickeln zu dürfen...

"Man kann ein falsches, ein ungerechtes System nicht ändern, wenn man sich ihm anpasst und unterwirft"

... andererseits sind wir zu faul und unorganisiert Alternativen zu entwickeln...
Wie kann man zu dem System "Nein" sagen und gleichzeitig in "Würde" leben, gleichzeitig fortschrittlich leben?

[ nachträglich editiert von Raven04.82 ]
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03.06.2011 01:57 Uhr von CoffeMaker
 
+10 | -0
 
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"Das ist ja auch noch das Perverse an dem ganzen Irrsinn. NUR ein Staat hat die Legitimation Geld zu drucken... der Staat verschiebt aber diese Privilegien in "private Hände" und muss dafür auch noch Zinsen und Zinseszins zahlen. Warum? Warum lässt die Menschheit soetwas zu?"

Vielleicht weil in der kapitalistischen Demokratie eigentlich andere regieren, Leute mit sehr viel Geld? Das will nur keiner wahr haben weil die Politiker sich Showkämpfe liefern und so tun als würden sie im Namen des Volkes regieren.

"... andererseits sind wir zu faul und unorganisiert Alternativen zu entwickeln...
Wie kann man zu dem System "Nein" sagen und gleichzeitig in "Würde" leben, gleichzeitig fortschrittlich leben?"

Versuche dieses System zu ändern und du wirst sehen wie dieses System reagieren wird. Nicht anders wie es Diktaturen tun.

Was die Welt bräuchte wäre ein kompletter Reset und eine Neuordnung in der wirklich jeder arbeiten muss und niemand soviel Kapital anhäufen kann das er sich Politiker kaufen kann. Aber das wird wohl nie geschehen. Sonst hätten wir ja ein System wie bei Star Trek :)
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03.06.2011 08:16 Uhr von jschling
 
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ist einfach nur abgefahren was da abgeht: und ähnlich wie der Autor sehe ich das was da passiert auch als "moderne Kriegsführung"

so kann man sich ganz legal/weltweit akzeptiert auch andere Staaten einverleiben und macht dabei nicht mal viel kaputt (also materiell gesehen, menschlich gibts natürlich schon "Kolateralschäden" - aber über die muss man einfach nicht berichten = auch kein Problem wenn wie bei uns die komplette Presse mitmacht)
...einen echten Krieg bekommt man auch nicht umsonst und das weltweite Ansehen leidet (fragt mal bei den Amis). Da "retten" und/oder "befreien" wir die doch viel lieber weil wir solche Gutmenschen sind :-))
*kopfschüttel*

[ nachträglich editiert von jschling ]
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03.06.2011 08:46 Uhr von :raven:
 
+6 | -0
 
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Wehret den Anfängen! EU = Wirtschaftsfaschismus!
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03.06.2011 09:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
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@CoofeMaker, jschlin, raven, Raven Und so einer erhält den "Internationalen Karlspreis zu Aachen" zur Würdigung seines Beitrages zur "Europäischen Integration".

Es ist schon sehr interessant wie sich Sprache "verändert", sich Sprache euphemisiert.

Bei Trichet ohnehin... ----> http://is.gd/...
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03.06.2011 09:32 Uhr von Kacknoob
 
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Solange die Leute es mit sich machen lassen wirds auch getan. Kapitalismus bedeutet numal maximalen Gewinn mit nimimalem Einsatz zu erzielen. Zinsen sind dann doch die Königsdisziplin.

Der Wahnsinn geht weiter... Wirtschaftsunternehmen wollen Staaten ihre Souveränität nehmen. Vor zehn Jahren wurde man für so eine Prognose als Verschwörungstheoretiker ausgelacht.
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03.06.2011 09:42 Uhr von Tobi1983
 
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Er ist Bilderberger: Er will die totale Kontrolle über das Geld und das Europaweit. Scheiss Faschist!
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03.06.2011 11:06 Uhr von sicness66
 
+3 | -0
 
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Herrlich: Da hat der Teufel seine Maske fallen gelassen. Das Geld hat sowieso schon die Kontrolle über die Staaten gewonnen. Souverän im eigentlichen Sinne ist kein Staat mehr. Jetzt hat es bloß ein Vertreter dieser Zunft offen ausgesprochen...

Der Karlspreis ist ohnehin eine Farce: Merkel, Blair, Kissinger, Hallstein, der Euro als Preisträger sagt alles

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