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Ratingagentur senkt Bonitätsnote Griechenlands erneut

Die Ratingagentur Moody´s hat Griechenland ein weiteres mal abgestuft. Um drei Stufen wurde die Bonitätsnote von "B1" auf "Caa1" gesenkt. Das Risiko, dass Griechenland ohne Umschuldung seine Schulden nicht mehr in den Griff bekommen könne, sei der Grund hierfür gewesen.

Außerdem sieht die Agentur "höchst ungewissen Wachstumsaussichten" und die Ziele der Reformen seien verfehlt worden, so Moody´s. Auch schließe man weitere Senkungen der Note nicht aus.

Die Regierung sagte, dass die Agentur nicht die Bemühungen zum erreichen der Forderungen der EU und die Privatisierung berücksichtige. Ein Team der Europäischen Zentralbank und des IWF prüft derweil, ob die Sparmaßnahmen der Regierung greifen. Erst dann wird die nächste Tranche freigegeben.


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WebReporter: elpollodiablo
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Griechenland, Ratingagentur, Bonität
Quelle: www.tagesschau.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2011 08:08 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Man ist schon dabei einen wohlwollenden Prüfbericht für Griechenland abzuliefern.

Geht ja auch gar nicht anders, Frau Merkel steht mit dem Rücken zur Wand - ihre politischen Fehler sind schon jetzt eine Total-Katastrophe:

Der Preis dafür, dass den Deutschen die Rendite an ihrer "Volksaktie DM" genommen wurde und im Gegenzug die Luftbuchungen des Euro-Ponzi-Systems hiesiger und ausländischer Banken, Unternehmen und Regierungen untergeschoben werden, wird immens sein.

Das Szenarium, welches das Wallstreet Journal schon vor einem Jahr voraussagte, tritt Punkt für Punkt ein. Das bedeutet für die Deutschen bluten an drei Fronten:

1)
Inflation: Mittelfristig >5%, schon jetzt fordert der IWF ein Inflationsziel von 4%, siehe ---> http://is.gd/...

Notwendige Zinserhöhungen würden Millionen von Häuslebauern - etwa in Spanien (alleine dort wurden in den vergangenen Jahren 800.000 Einheiten jährlich errichtet) aus den Schuhen kippen, Kredite haben in den Ländern kaum Zinsbindung - in Portugal etwa 99% gerade mal für 1 Jahr!

Längst plädiert Außenhandelsverbandspräsident Börner für höhere Inflationsraten - damit der Export zu unseren südlichen Nachbarn weitergehen kann, siehe ---> http://is.gd/...

Apropos "höhere Rohstoffpreise" etc..., diese "importierte Inflation" ist längst Ausdruck des aus deutscher Sicht zu niedrigen Außenwertes des Euros (FX-Concepts-Spezialist John Taylor taxiert den "deutschen" Euro auf >1,80 US-Dollar, den "Mittelmeereuro" auf ca. 80 US-Cent.

2)
Vergemeinschaftung der Schuldzinsen: In den vergangenen Wochen haben sich die CDS-Gebühren für Bundesanleihen im Zuge faktisch gemeinsamer Schuldenanliehen verfünfzehnfacht. Zudem klettern die Zinsen bereits auch hier. Schon jetzt: 600 Mio. Euro mehr Kreditkosten pro Jahr - aber erst der zarte Anfang. Pro 1% höhere Zinsen sind im Bundeshaushalt über 10 Mrd. Euro Mehraufwand für die eigenen Kreditkosten fällig. Und die Spirale kommt demnächst in Schwung, das ist sicher...


3) Bürgschaften und Garantien werden fällig

Der Fall zeichnet sich bereits ab, siehe Artikel. Bluten wird der Steuerzahler. Wie immens die Kosten jetzt schon sind, kann hier nachgeschaut werden.

Siehe ---> http://is.gd/...

Dazu kommen die immensen Kosten durch das Ramschanleihenaufkauf-Programm der EZB, hier hat sich Merkel - als Zugeständnis für Griechenland-Hauptschuldner Frankreich einen politischen Fehler mit astronomischen Kosten erlaubt, deutscher Kostenanteil alleine für Griechenland >20 Mrd. Euro, wahrscheinlich viel höher, da viele Nachbarn nicht mehr mitbürgen können.

Siehe ----> http://is.gd/...


4) Direkte Transferzahlungen

Zwar sind die Punkte 1-3 ebenfalls bereits direkte Transferkosten, doch im Falle des neuen, ab 2013 geltenden EMS hat sich Deutschland zu einer Bareinlage von rund 22 Mrd. Euro verpflichtet (neben rund 170 Milliarden Euro Garantien und Bürgschaften).

Auch die Finanzierung der EU wird Deutschland künftig weit mehr abverlangen: Die Pläne des polnischen EU-Kommissar Janusz Lewandowski für eine EU-Direktsteuer sind der Einstieg:

Nach Wunsch Brüssels sollen die Bürger der Mitgliederstaaten künftig ein Drittel des europäischen Haushaltes finanzieren. Die neue EU-Steuer würde auf bestimmte Waren aufgeschlagen und direkt in den europäischen Haushalt transferiert, warb der polnische Ökonom für das politische Novum. Durch die Einnahmen aus der direkten Steuern würden sich die Anteile, die zuvor aus den einzelnen Staatshaushalten geflossen sind, vermindern, so Lewandowski.


Bislang fließen 88% des 120 Millarden umfassenden EU-Budget aus den Kassen der EU-Staaten gen Brüssel, der Rest generiert sich aus EU-Handelszöllen. Mit Berlin soll geklärt werden, was machbar ist und dem Bürger künftig vermittelt werden kann. Offiziell werde das Modell dann erstmals im Juni vorgestellt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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02.06.2011 11:04 Uhr von kochtopf1
 
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Europa: ist dem Untergang geweiht. Finanzkrise Verlust der Altersvorsorge Anschließend Bürgerkrieg. Willkommen in der Realität
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07.06.2011 12:59 Uhr von Captain-Iglo
 
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Viel schlimmer ist doch, dass Griechenland ins Grab heruntergestuft wird, während zum Vergleich die USA mit einem Schuldenberg, der pro Kopf deutlich höher als der Griechenlands ist, immer noch auf AAA thronen darf. Und das, obwohl das Schuldenlimit von 14.3 Billionen Dollar erreicht ist und die Vereinigten Staaten de jure insolvent sind.

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