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"Jawohl, mein Führer": Mitarbeiter verliert fast den Job wegen einem Nazi-Spruch

Ein Mitarbeiter, der aufgrund einer rechtsradikalen Äußerung von seinem Vorgesetzten entlassen wurde, klagte gegen seine Kündigung. Vor dem LAG Rheinland-Pfalz (Landesamtsgericht) war der Mitarbeiter damit erfolgreich.

Der Mitarbeiter hatte nach einem Gespräch mit einer vorgesetzten Sekretärin mit dem Satz: "Jawohl, mein Führer" geantwortet. Der Arbeitgeber fand dies überhaupt nicht lustig und kündigte dem Mitarbeiter das Arbeitsverhältnis.

Die Kündigung war zu unrecht, da eine verhältniswidrige Äußerung erst aufgrund eines Wiederholungsfalles zu einer Kündigung führt und der Arbeitgeber dem Mitarbeiter das Arbeitsverhältnis ohne eine vorherige Abmahnung kündigte. Dadurch handelte der Arbeitgeber laut dem LAG voreilig.


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WebReporter: spudbencer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mitarbeiter, Nazi, Kündigung, Spruch
Quelle: www.focus.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.06.2011 13:07 Uhr von nemesis128
 
+52 | -21
 
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hmm: Tja, damit steht fest, dass der Vorgesetzte keine Ahnung hat und der Mitarbeiter auch nicht sehr helle sein kann.
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01.06.2011 13:22 Uhr von Mass89
 
+98 | -3
 
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naja. kommt immer ganz auf den Kontext an. In einem gewissen Kontext würde ich das mit ein wenig Sarkasmus im Hintergrund auch noch lustig finden. Wenn er hingegen rechtsradikale Ansichten hegt, dann hätte ich ihn dafür auch abgemahnt. Alles eine Frage des Kontexts :)
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01.06.2011 13:25 Uhr von Marco Werner
 
+53 | -3
 
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Üblicherweise steht so ein Mitarbeiter nach einem: Sieg vor dem Arbeitsgericht eh auf der Abschußliste. Sprich:Auch wenn der Mitarbeiter seinen Job wegen diesem Vorfall behalten hat,so ist er spätestens bei der nächsten Kleinigkeit seinen Job los.
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01.06.2011 13:39 Uhr von GLOTIS2006
 
+20 | -127
 
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01.06.2011 13:47 Uhr von sou
 
+45 | -2
 
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rechts? Wer weiß bitte ob der Angestellte rechts ist?

Da wir hier den Zusammenhang nicht kennen, kann man drüber nur spekulieren, ich denke aber eher, dass das eine saloppe nicht überdachte Aussage war und mit "Rechts sein" garnichts zu tuen hat.
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01.06.2011 13:56 Uhr von PureVerachtung
 
+31 | -19
 
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Homo Bundesrepublicanus 2.0: Dreh dich nicht um,
der Gutmensch der geht um,
wer sich umdreht oder lacht,
der kriegt den Buckel vollgemacht,
dreh dich nicht um,
der Gutmensch der geht um!
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01.06.2011 14:04 Uhr von matt287
 
+47 | -0
 
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Also: ich bin keinenfalls recht, aber wenn mich vor Jahren meine Mutter genervt hat hab ich auch mal sarkastisch "Jawohl mein Führer" gesagt. Ich würde die Situation am Arbeitsplatz eher als respektlos einem Vorgesetzen bewerten aber doch nicht als rechts. Wenn der Mann eine rechte Vorgeschichte hat, gut dann muss man es so sehen. Ich glaube trotzdem, dass es nur ein dummer Spruch war
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01.06.2011 14:33 Uhr von bliss.rds
 
+50 | -1
 
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Eigentloch: ist es ja sogar Contra-Nazi, wenn man es mal so sieht (wie es auch gewesen sein mag):
Chef sagt mach dies und das und jenes und sofort ohne nachzufragen, verstanden?
Antwort: jawoll mein Führer.
Damit kritisiert ja der mitarbeiter den Ton und die Art der Anweisung, da sie wie aus dem dritten reich ist, wo alle ja "nur auf befehle" gehorcht haben ohne wiederstand zu leisten.
Diese Art von Gehorsam misfällt ihm jedoch, weswegen er mit dieser Protestaussage die Parallelen zur damaligen Zeit aufzeigen wollte, und keinesfalls den Nationalsozialismus sympatisieren wollte.
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01.06.2011 14:33 Uhr von Alice_undergrounD
 
+25 | -5
 
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was für ne humorlose: muschi
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01.06.2011 14:39 Uhr von trakser
 
+12 | -4
 
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@matt287 Sehe ich auch so: Der Spruch "Jawohl mein Führer" mag unter Eingeweihten Rechtsradikalen aufrichtig gemeint sein. Im alltäglichen Umgang signalisiert er jedoch, dass man den Gesprächspartner für rechtsradikal hält.

Ich wurde während des Grundwehrdienstes auch öfters mit Hitlergruß begrüßt, allerdings von Leuten, die der Kleidung und Frisur nach eher zur Antifa als zur Wikingjugend gehörten.
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01.06.2011 14:39 Uhr von sixT
 
+25 | -4
 
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ich kenn [Editiert] die zum spaß am Telefon "sieg heil" sagen wenn sie auflegen, vollkommen ohne Hintergedanken.

diese wörter haben weitaus weniger Bedeutung als die deutschen es sich eingestehen wollen. auf der ganzen Welt werden die Parolen und der Führer selber verarscht nur in Deutschland wird noch alles bierernst genommen...
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01.06.2011 14:39 Uhr von sixT
 
+3 | -3
 
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sorry doppelposting-bug: [doppelpost]

[ nachträglich editiert von sixT ]
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01.06.2011 14:43 Uhr von lieberBiber
 
+15 | -1
 
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rechtsradikal? Das Problem beim beschriebenen Fall besteht schon beim Feststellen einer rechtsradikalen Äußerung. Das Wort "Führer" ist keinesfalls ein Indikator für Rechtsradikalismus.

Das Wort "Führer" wird für leitende Positionen genutzt. Z.B. im PKW (Fahrzeugführer) oder in Befehlsstrukturen (Gruppenführer, Zugführer, Heerführer). Daher kann man bei Benutzung des Wortes nicht ausschließlich von rechtsradikaler Absicht ausgehen.

Ein Vorgesetzter sollte jedenfalls wissen, daß sowas keinesfalls für eine Kündigung reicht. Vermutlich wollte der Vorgesetzte seinen Arbeitnehmer einfach loswerden, dies allerdings sehr stümperhaft. Eine Abmahnung hätte der Arbeitgeber schreiben können. Durch die Kündigung kann der Arbeitnehmer aber noch eine Abfindung einklagen.

[ nachträglich editiert von lieberBiber ]
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01.06.2011 15:29 Uhr von JesusSchmidt
 
+10 | -4
 
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wer sowas als rechtsradikal deklariert, ist in der regel selbst ein nazi.

das ist das gleiche spiel wie mit dem versuchten verbot durchgestrichener hakenkreuze. ein klares bekenntnis gegen faschismus soll verfassungsfeindlich sein? logo. wir haben also eine faschistische verfassung...
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01.06.2011 15:30 Uhr von dumm78
 
+14 | -0
 
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wenn man ne cholerischen herrschsüchtigen boss hat kann einem leicht ein sarkastisches "Jawohl, mein Führer" rausrutschen.
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01.06.2011 15:42 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -23
 
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01.06.2011 16:14 Uhr von EvilMoe523
 
+2 | -0
 
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Wie bereits schon geschrieben wäre es schon gut zu wissen, wie die Situation wirklich aussah und ob es einfach eis missverstandener und vielleicht unüberlegter Spaß war oder die politische Meinung des Mitarbeiters spiegelte.

Mal ehrlich... die ganze damalige Zeit ... den Führer und Co kann man doch nur noch parodieren, anstatt dieses Thema ernsthaft rauf und runter zu rollen.

Natürlich muss man dennoch vorsichtig sein mit solchen Dingen. Aber in der Regel ist auch in diese Richtung ein Spaß durchausmal erlaubt und macht mich noch lange nicht zum Nazi. Vorallem der Ton spielt dabei auch eine gewaltige Rolle, was man hier ebenso wenig rauslesen kann :)
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01.06.2011 17:02 Uhr von DrGonzo87
 
+0 | -0
 
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Übertrieben: Auf jeden Fall übertrieben seitens des Vorgesetzten, dem Mann gleich zu kündigen. Allerdings auch nicht sehr clever seitens des Angestellten, der wissen sollte, das sowas in Deutschland aufgrund der "political correctness" ein rotes Tuch sein kann. Ich gehe aber mal davon aus, dass ihm das einfach so rausgerutscht ist.
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01.06.2011 17:36 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -2
 
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@Lonezealot: Nicht akzeptiert: >sixT erhält hier ja auch bisher 6 Pluspunkte für seine Aussage: "ich kenn kanacken die zum spaß am Telefon "sieg heil" sagen wenn sie auflegen, vollkommen ohne Hintergedanken."

Das zeigt wie akzeptiert nazistische Parolen in Deutschen immer noch oder schon wieder sind.<


Nicht akzeptiert, sondern ignoriert.
Es genügt doch zu wissen, von wem es komt und wie es gemeint ist. Solange es irgendwelche Migranten machen, um Deutsche zu ärgern, ist der Beweggrund nicht gefährlich und man kann ihn ignorieren.
Es ist sogar besser es zu ignorieren, denn um so schneller verlieren die Leute die Lust daran.

Augenmaß ist das Zauberwort.
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01.06.2011 18:27 Uhr von frozen_creeper
 
+7 | -0
 
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Haha: Es ist echt zu verFÜHRERich, um hier nichts zu posten xD
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01.06.2011 18:31 Uhr von svk66
 
+2 | -0
 
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Hier auf der Schule (Gymnasium wohlgemerkt, damit ich nicht wieder zugeflamet werde) sagt das fast jeden Tag jemand.
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01.06.2011 18:48 Uhr von GunnarOS
 
+5 | -0
 
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ganz normal. Ich bin auch Führer.
Mal eines Kraftfahrzeuges,
mal eines Gabelstaplers.....
und manche Maschinen brauchen auch Führung!
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01.06.2011 18:54 Uhr von hujiko-san
 
+2 | -0
 
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Hmm manch ein Vorgesetzter führt sich ja nur allzu oft wie entsprechender Diktator auf, und muss sich dann über entsprechende Vergleiche auch nicht allzu sehr wundern.
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01.06.2011 19:15 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -10
 
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@1984 @Judas_III: @1984
Hier geht es um Deutschland, Thema verfehlt.

@Judas_III
"ich will nicht wissen, was in israel so an sprüchen und witzen über araber gemacht und geduldet werden, bzw was so an handlungen getätigt werden wissen wir ja aus den nachrichten... "

Was hat das mit Deutschland zu tun? Fühlst Du Dich besser wen es in Israel oder anderen Ländern auch Rassismus gibt? Oder stört es Dich einfach das ich mich überhaut zu dem Thema geäussert habe?

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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01.06.2011 19:36 Uhr von Mankind3
 
+9 | -0
 
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lone: das einzige was stört ist, das du hinter allem gleich rechte Tendenzen vermutest...

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