31.05.11 12:17 Uhr
 293
 

Lage in Afghanistan verschärft sich

Der militärische Druck ließ die Aufständischen seit 2007 immer weiter nach Norden ausweichen. Grund ist die massive Präsenz amerikanischer Truppen im Süden und Osten des Landes. Auch hat der Norden mit seiner Verkehrsverbindung von Tadschikistan nach Kabul eine enorm strategische Bedeutung.

Eine Verstärkung der Truppen durch deutsche Soldaten hat die Lage etwas entschärft und man gab sich zuversichtlich: "Die gute Nachricht in der derzeitigen Lage ist zumindest, dass es der Gegenseite nicht gelungen ist, eine Führungsstruktur aufzubauen", so Oberstleutnant Andreas Steinhaus.

Die Aufständischen änderten ihre Taktiken und griffen die Stadt Masar-i-Scharif an, die in die Verantwortung afghanischer Sicherheit übergeben worden war. Zwölf Tote gab es bei einem Angriff auf den deutschen Stützpunkt in Talokan. Die Sicherheitskräfte scheinen auch unterwandert zu sein.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: elpollodiablo
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Sicherheit, Afghanistan, Anschlag, Militär, Taliban, Truppe
Quelle: www.tagesschau.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Frauenmord-Verdächtiger ist 17 Jähriger Afghane
Joker Verschwörungstheorien spielen dem IS in die Hand
Der Osten hetzt gegen Flüchtlinge, meint aber die Deutschen.

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
31.05.2011 12:23 Uhr von nightfly85
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Aha: Einerseits steht in der News was davon, dass deutsche Truppen die Lage (etwas) entschärfen konnten, im Titel VERschärft sich die Lage? Soso..
Kommentar ansehen
31.05.2011 12:30 Uhr von elpollodiablo
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Ja, ist etwas blöd formuliert von mir, stimmt.
Man glaubte die Lage entschärft zu haben, das hat sich nun aber wieder geändert, nachdem es zu diesen Angriffen kam.
Kommentar ansehen
31.05.2011 12:33 Uhr von Katzee
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Viet-ghanistan: Dieses Land wird nie befriedet werden. Zur Zeit unterstützen immer mehr Afghanen die Taliban, um die ausländischen "Eroberer" aus dem Land zu jagen, denn die meist pakistanisch-stämmigen Taliban stehen den Afghanen kulturell näher als die alliierten Streitkräfte, zumal die Afghanen die Taliban aus Erfahrung kennen. Daher werden sich auch immer "Aufständische" unter den afghanischen Streit- und Polizeikräften finden, denn aus Sicht der Afghanen sind diese Leute "Freiheitskämpfer" und keine Rebellen.

Sollten die alliierten Kräfte eines Tages abziehen, wird das Land wieder in den Bürgerkrieg abdriften, der schon nach Abzug der Russen tobte und damals mit der Machtübernahme der Taliban endete. Afghanistan in kein einheitlicher Staat nach westlichem Vorbild. Hier leben und bekämpfen sich immer noch verschiedene Stämme, deren Mentalität teilweise noch im Mittelalter angesiedelt ist.
Kommentar ansehen
31.05.2011 12:43 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Katzee: Die Einzigen, die immer mehr zu den Taliban strömen, sind Usbeken, Tajiken, Pakistanis, Ägypter, Syrer, Libanesen, Kasachen, Tschetschenen usw. "Die" Afghanen (abgesehen davon, das es so etwas gar nicht gibt) haben viel andere Sorgen als sich irgendwelchen Verbrecherbanden (ausserhalb ihrer eigenen Clans) anzuschliessen - zB das sie sich ihren Hintern nicht wegbomben lassen, weil mal wieder entschieden wurde, das etwa ihr Haus eine prima Wand Richtung Strasse für ein EFP aufweist.
Kommentar ansehen
31.05.2011 12:56 Uhr von Katzee
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
ElChefo: Mit "Afghanen" meine ich die Mitglieder der auf dem afghanischen Territorium lebenden Stämme. Es ist nicht einfach, für dieses Stammeskonglumerat einen treffenden Begriff zu finden. - Und es sind nicht "andere" Ausländer, die massiv den "Aufständischen" zuströmen sondern sehr wohl in Afghanistan Ansässige. Als Gründe dafür gelten u.a. wirtschaftliche Interesse aber auch kulturelle Unterschiede und die vielen zivilen Opfer der allierten Angriffe. Es sind hier eine Menge Fehler dabei gemacht worden, die zivile Bevölkerung auf die alliierte Seite zu ziehen. Besonders die US-Amerikaner schlagen lieber hart zu ("schießen mit Kanonen auf Spatzen") anstatt Vertrauenaufbau und Wiederaubau der Infrastruktur zu betreiben.
Kommentar ansehen
31.05.2011 13:23 Uhr von usambara
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
die Taliban sind eine Miliz unter vielen, aber die Größte.
Usbeken und Tadschiken sind eine Minderheit im Norden, aber keine Ausländer. Genauso wenig wie sich paschtunisch/pakistanische Kämpfer als Ausländer in Afghanistan fühlen, für sie ist es Paschtunistan.
Und Araber unter den Taliban dürfte es nur wenige geben.
Auch das Taliban nach Norden gewichen sind, halte ich für
nicht belegbar. Paschtunen gibt es im Norden schon seit über hundert Jahren, als sie vom letzten Mufti dorthin zwangsumgesiedelt wurden.
Alle Talibangruppen agieren ortsgebunden und sind in der jeweiligen Region verankert und rekrutieren sich dort aus ihren Heimatdörfern.
Kommentar ansehen
31.05.2011 19:44 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
usambara/katzee: Sorry, aber das stimmt einfach so nicht.

Nehmt mal als Beispiel das Gefecht von Isa Khel letztes Jahr im April.

Aus einer identifizierten Gruppe von Kämpfern - rund 50 Personen - waren 12 dem verantwortlichen Führungskader zuzurechnen. Davon wiederum war nur ein einziger ein Afghane. Der Rest schlüsselt sich nach den oben genannten Nationalitäten auf.
Wir hatten es, um das Beispiel weiterzuführen, auch schon mit Jordaniern und Jemeniten zu tun, die durch die Dörfer wüteten.
Als nächstes nimm dir mal das lokale Echo nach dem Bombardement der beiden Tanklaster. Die Bevölkerung vor Ort identifizierten stets Ausländer, die eindeutig Pakistan, Turkmenistan, Kasachstan und in zwei Fällen sogar Doku Umarows Truppe zugeordnet werden konnten. Die wenigsten waren wirklich örtliche Bewohner - auch wenn es mit Omar Khels´ Stamm auch eine Verbindung ins afghanische Milieu gibt.

Meint ihr nicht vielleicht eher die immer schwächer werdende Hesb-i-Islamye Gulbudyyin?

...und das wichtigste:
Taliban sind nicht gleich Paschtunen. Und Paschtunen sind nicht gleich Taliban. Nur weil man das eine ist heisst das noch lange nicht auch, das man dem anderen angehört. Sieht man auch prima in Helmand und Kandahar.
Kommentar ansehen
01.06.2011 01:04 Uhr von Bleifuss88
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Katzee: Wo hast du denn diese Meinung her? Zu viel im Internet herumgestöbert? Mal ehrlich: Wir beide wissen nicht, wie es vor Ort aussieht. Du denkst lediglich, dass die westlichen Truppen als Besatzer angesehen werden. Es gibt jedoch kein aussagekräftiges empirisches Material darüber.

Mal schauen wie es weitergeht. Die neue Taktik nach dem FM 3-24 von General Petraeus, die seit Ende 2010 dort angewendet wird, könnte tatsächlich Früchte tragen, ist aber gleichzeitig die letzte Chance.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Frauenmord-Verdächtiger ist 17 Jähriger Afghane
The Last of Us 2 - Fortsetzung des Kult-Spiels kommt
Busenwunder Bettie Ballhaus: Nackter Adventskalender im Netz


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?